Wichtige Meldungen der 29KW im Rück- und Ausblick

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Wichtige Meldungen der 29KW im Rück- und Ausblick für den Handel

Nach dem 17-stündigen Gipfel haben sich die Geldgeber und die griechische Regierung endlich auf Reformen geeinigt. Die Märkte hatten das zum Teil bereits erwartet und legten schon in der Woche zuvor um einiges zu. Vor allem die Peripherie-Aktien aus Italien und Spanien konnten sich enorm erholen, aber auch der DAX und der US-amerikanische Leitindex S&P 500 haben in den letzten fünf Handelstagen Zugewinne verzeichnet.

Die Debatte darüber, ob das griechische Parlament die Reformen per Gesetz akzeptiert, fand am Mittwoch statt. Die Reformen werden somit im Gesetz verankert. Das Risiko, das aktuell noch um Griechenland besteht, ist jenes um die Bankenliquidität. Dem ist die EZB allerdings nun entgegengetreten und hat die kurzfristigen Kredite für die griechischen Banken erhöht.

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Aus der EU wurden folgende Daten veröffentlicht

  • Verbraucherpreisindizes für den Monat Juni aus den Ländern Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich sowie der EU; auch die Preise aus Großbritannien waren dabei.
  • Der ZEW-Konjunkturindikator für Deutschland und die EU
  • EU-Industrieproduktion
  • GB: Durchschnittsverdienstindex für Mai und Arbeitslosenquote

Die Verbraucherpreisindizes sind im Juni für die Länder Spanien und Italien positiv ausgefallen. Deutschland verzeichnete keine Veränderung in den Preisen, während die EU zwar stagnierende Preise auf Basis des Vergleiches zum Vormonat verzeichnete, jedoch stabile Preise im Vergleich zum Vorjahr aufwies. Frankreich und Großbritannien veröffentlichten stagnierende Verbraucherpreise.

Der ZEW-Konjunkturindikator fiel für Deutschland und für den Monat Juli leicht fallend aus. Auch für die EU verzeichnete der ZEW negative Daten, was jedoch zum Großteil auf die Griechenlandkrise zurückzuführen sein dürfte.

Die EU-Industrieproduktion verzeichnete ebenfalls einen stagnierenden Wert, obgleich ein Anstieg erwartet wurde.

Die Arbeitslosenquote in Großbritannien stieg überraschend von 5,5 auf 5,6 % und somit um 0,1 %. Der wichtige Durchschnittsverdienstindex, der für Mai revidiert wurde, war steigend, jedoch etwas weniger als erwartet.

USA: Aus den USA wurden folgende Daten veröffentlicht:

  • Einzelhandelsumsätze für Juni
  • Erzeugerpreisindizes
  • Philly Fed-Herstellungsindex und Beschäftigung

Die Einzelhandelsumsätze waren im Monat Juni leider rückläufig. Auch die Kern Einzelhandelsumsätze stagnierten. Der Erzeugerpreisindex stagnierte ebenso, jedoch stieg der Kern Erzeugerpreisindex an – und das sowohl auf Monats- als auch auf Jahresbasis.

Der Philly Fed-Herstellungsindex konnte für den Monat Juli leider nicht überzeugen und fiel deutlich ab. Auch die Beschäftigung befindet sich im negativen Bereich.

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Außerdem stehen heute noch die Baugenehmigungen an.

Geldpolitik

In der letzten Woche hielt Fed-Präsidentin Janet Yellen eine Rede, in der sie bekräftigte, dass der geldpolitische Kurs nicht von den Risiken in Griechenland abhinge, sondern die Entscheidung über den nächsten Zinsschritt auf nationaler Ebene fallen würde. Damit fiel der EUR/USD Kurs in der Folge ab.

Die EZB hat in dieser Woche die kurzfristigen Kredite an griechische Banken erhöht und setzt ihre Anleihekäufe fort. Sie überlegt, auch griechische Anleihen zu kaufen, sollte sich die Bonität des Landes in der nahen Zukunft verbessern.

Die kanadische Notenbank, die Bank of Canada, hat den Zins erneut gesenkt und bekräftigt, dass es weitere Zinssenkungen geben kann, falls es erforderlich wird. Damit stieg das Währungspaar USD/CAD extrem an und brach durch den Widerstand bei 1,2850 kanadischen Dollar je US Dollar.

Technische Bewertung der Märkte:

Screen 1: Tageschart des DAX

DAX: Der deutsche Leitindex hat eine Sieben-Tage-Rallye hingelegt und befindet sich aktuell an einem harten Widerstand. Gewinnmitnahmen könnten erfolgen. Eine Positionierung ist daher erst oberhalb des Widerstandes oder an einem relevanten Tief empfehlenswert.

Screen 2: 4-Stundenchart des S&P500

S&P 500: Der US-amerikanische Leitindex hat in dieser Woche ebenso eine fulminante Rallye hingelegt. Allerdings wird sich entscheiden, ob es weiter nach oben geht, wenn der aktuell sehr wichtige Widerstand überwunden wurde, denn hierbei handelt es sich gleichzeitig um ein tieferes Hoch, das in der Vergangenheit bereits zweimal ausgebildet wurde. Auch hier wäre eine Positionierung erst bei nachhaltigem Bruch empfehlenswert.

Screen 3: Tageschart des USD/CAD

USD/CAD: Wir hatten das Währungspaar vor einigen Wochen vorgestellt. Aus technischer Perspektive ergab sich eine gute Trading-Chance, die sogar durch die Zinssenkung seitens der BoC bestätigt wurde. Das Währungspaar hat den wichtigen Widerstand bei 1.2850 kanadischen Dollar je US-Dollar überschritten. Es wäre empfehlenswert, auf einen Retest zu warten, würde man sich positionieren wollen.

Screen 4: 12-Stundenchart des EUR/USD

EUR/USD: Das Währungspaar EUR/USD fiel deutlich zurück und notiert aktuell kurz vor einer wichtigen Unterstützung. Sollte diese nach unten gebrochen werden, kann mit weiterem Abwärtspotenzial gerechnet werden – womöglich bis zum Tief bei 1,04 US Dollar je Euro.

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Wichtige Meldungen der 25KW im Rück- und Ausblick für den Handel

Dass die Fed erst einmal an ihrer Nullzinspolitik festhalten wird, hat niemanden wirklich überrascht – dass man dabei sogar die Krise um Griechenland mit einfließen lässt, dagegen schon. Aber vielleicht war das auch nur ein Argument, um über die Probleme im eigenen Land hinwegzutäuschen. Ganz gleich, wie bedauerlich ein Grexit für die Europäische Union auch wäre, umso weniger dramatisch wären die wirtschaftlichen Folgen für die Weltwirtschaft. So unterlässt Yellen, die Vorsitzende der Fed, die lang ersehnten deutlichen Signale für eine baldige Zinswende und argumentiert, dass man diese erst beabsichtige, wenn sich der Aufschwung gefestigt habe.

Und so verbleibt der Zinssatz zwischen 0 und 0,25 %, wie schon seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008. “Die wirtschaftlichen Bedingungen rechtfertigen noch keine Erhöhung”, sagte Janet Yellen am Mittwoch in Washington. Daher rechnen viele Experte erst im September dieses Jahres oder womöglich erst zum Jahresende mit einer Zinsanhebung.

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Aus der EU wurden folgende Daten veröffentlicht

Am Dienstagvormittag wurden die ZEW-Konjunkturerwartungen sowohl für Deutschland als auch für die EU insgesamt veröffentlicht. Der ZEW Indikator sowohl für Deutschland als auch für die EU blieben mit 62,9 bzw. 53,7 % hinter den Erwartungen zurück. Am Mittwoch wurden die Arbeitslosenzahlen für Großbritannien veröffentlicht. Diese fielen mit 6.500 Arbeitslosen weniger deutlich schlechter aus. Experten gingen hier von 12.300 Arbeitslosen weniger aus. Der Verbraucherpreisindex der EU fiel mit 0,3 % jedoch genau wie erwartet aus. Am Donnerstag standen die Zahlen der Kernrate der Einzelhandelsumsätze Großbritanniens auf dem Programm, ebenso wie die Einzelhandelsumsätze. Diese Zahlen fielen wie erwartet bzw. etwas positiver aus als erwartet, sodass diese Zahlen keinen Einfluss auf die Märkte hatten.

USA: Aus den USA wurden folgende Daten veröffentlicht:

Die Industrieproduktion der USA fiel von -0,5 % des Vormonats auf -0,2 %. Erwartet wurde hier ein Anstieg auf 0,3 %. Am Dienstag informierte das Statistische Bundesamt, dass die Anzahl der amerikanischen Baugenehmigungen von 1,140M im Vormonat auf saisonal angepasste 1,275M stieg. Weiterhin berichtete das US-Amt für Energiestatistik (EIA), dass die US-Rohöllagerbestände von -6,812M im Vormonat zu einer saisonal angepassten jährlichen Rate von -2,676M fielen. Die Anträge auf Arbeitslosenhilfe sanken von 279.000 in der Vorwoche zu einer saisonal angepassten jährlichen Rate auf 267.000. Analysten erwarteten letzte Woche, dass die Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf 275.000 fallen werden.

Geldpolitik: Wie im obigen Abschnitt beschrieben, verbleibt der Zinssatz der US-Notenbank zwischen 0 und 0,25 %. Auch die SNB hat den Zinssatz von -0,75 % beibehalten, sodass es aus geldpolitischer Sicht nicht viel Neues zu berichten gibt.

Technische Bewertung der Märkte:

Screen 1: Tageschart des DAX

DAX:Der Kurs des DAX setzte wiederholt punktgenau auf dem 50er Fibonacci-Retracement der letzten Aufwärtsbewegung bei gut 10.800 Punkten auf. Hier wurden die Kurse stets wieder hochgekauft, was die Relevanz dieser Marke bestätigt. Auf der Oberseite zeigt sich jedoch, dass die fallende Trendlinie weiterhin Bestand hat und sich die Anleger auf weiter fallende Kurse einstellen sollten. Zudem enden Korrekturen höchst selten an dem 50er Fibo-Retracement. Üblicher sind das 38er Fibo-Retreacement bei kleineren Korrekturen und das 62er Fibo-Retracement bei gesunden Korrekturen. Solange keine Lösung für die Griechenland-Krise gefunden wird, gehe ich nicht von einer Erholung im Dax aus, sondern eher von der Trendfortsetzung des mittelfristigen Abwärtstrendes.

Screen 2: Tageschart des EUR/USD

EUR/USD: Im Devisenpaar EUR/USD scheint sich ein mittelfristiger Aufwärtstrend auszubilden. Ob es sich hierbei um eine Trendumkehr oder lediglich eine technische Erholung des Abwärtstrendes handelt, muss sich erst noch zeigen. Aktuell scheint der Kurs lediglich die mittelfristige Aufwärtsbewegung korrigiert zu haben, sodass es am 62er Fibonacci-Retracement zu einer Trendfortsetzung kam. Nun bleibt abzuwarten, ob dem Kurs der Ausbruch nach oben gelingt, oder ob die Marke von 1,14439 hält.

Screen 3: Tageschart des S&P500

S&P500: Der S&P pendelt nun schon seit Anfang des Jahres in einer engen Seitwärtsrange. Je länger eine solche Phase dauert, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit von Fehlausbrüchen, weil die Anleger allmählich unruhig werden. So kam es Mitte Mai zu einem solchen Fake-Ausbruch, bei dem die Anschlusskäufe jedoch ausblieben und der Kurs zurück in seine Range fiel. Mit dem gestrigen Tage wurde ein neuer Ausbruchsversuch unternommen, der sicherlich etwas mit der Rede der FED-Vorsitzenden Yellen zu tun hatte. Entsprechend wird sich zeigen müssen, ob der Ausbruch nachhaltig ist oder ob es sich aufgrund der Aussage nur um ein Strohfeuer gehalten hat. Politische Börsen haben oft kurze Beine….

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Wichtige Meldungen der 31KW im Rück- und Ausblick für den Handel

Die Erholung der Aktienmärkte, nachdem das Drama um Griechenland abgeebbt ist, währte leider nicht lange. Schlecht ausgefallene Quartalsberichte vieler Unternehmen aus den USA und Deutschland haben die Erwartungen an steigende Aktienkurse gedämpft. Zusätzlich scheint auch der chinesische Aktienmarkt ein Risiko darzustellen.

Dennoch legen die Marktteilnehmer den Fokus zunehmend auf das Fed und die damit verbundene Geldpolitik. Das FOMC Statement, das an diesem Mittwoch veröffentlicht wurde, hat zwar keinen Zeitpunkt für den nächsten Zinsschritt angegeben, jedoch ist die Notenbank zuversichtlich, dass die konjunkturellen Voraussetzungen für einen baldigen Anstieg in der nahen Zukunft gegeben sein werden.

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Aus der EU wurden folgende Daten veröffentlicht

  • Deutscher Ifo Geschäftsklimaindex
  • Deutsches GfK-Konsumklima
  • GB BIP für das zweite Quartal
  • Spanischer Einzelhandelsumsatz
  • Spanischer VPI-Index sowie das BIP für Q2
  • Deutsche Arbeitslosenquote und VPI-Index

Der deutsche Ifo Geschäftsklimaindex ist für den Monat August angestiegen. Erwartet wurde ein leichter Rückgang. Der GfK-Konsumklimaindex ist für denselben Zeitraum ohne Veränderung zum Vorwert ausgefallen.

Das britische BIP hat sich im zweiten Quartal wie erwartet entwickelt. Es ist im Vergleich zum ersten Quartal um 0,7 % angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das BIP um 2,6 %. Das ist zwar ein Rückgang um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr, der Wert wurde allerdings vom Konsens erwartet.

Spaniens BIP-Wachstum ist auf Jahresbasis um 3,1 % angestiegen, was ebenfalls erwartet wurde. Im Vergleich zum Vorquartal ergab es ein Wachstum von 1 %. Der spanische VPI-Index dagegen stagnierte allerdings im Vergleich zum Vormonat um satte 1 %. Auf Jahresbasis verharrte der Index bei 0,0 %.

Der deutsche Arbeitsmarkt war verhalten. Die Arbeitslosenquote verblieb im Juli bei 6,4 %. Der deutsche VPI-Index schwächelt gegenüber dem Vorjahr und verzeichnete lediglich einen Anstieg um 0,2 %, erwartet waren 0,3 %. Auf Monatsbasis stiegen die Preise um 0,2 %. Der Wert liegt damit unter den Erwartungen von 0,3 %.

USA: Aus den USA wurden folgende Daten veröffentlicht:

  • Aufträge der Gebrauchsgüter
  • CB Verbrauchervertrauen
  • Schwebende Eigenheimverkäufe
  • BIP für das zweite Quartal
  • Anträge auf Arbeitslosenhilfe und Erstanträge

Die Aufträge der Gebrauchsgüter sind im Juni sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahr mehr angestiegen als erwartet. Das CB Verbrauchervertrauen ist etwas niedriger ausgefallen als erwartet, war jedoch leicht steigend.

Die schwebenden Eigenheimverkäufe dagegen sind im Juni im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen, während ein Anstieg erwartet wurde. Die erste Schätzung für das BIP-Wachstum fiel positiv aus. Im Vergleich zum Vorquartal stieg das BIP um 2,3 % an; jedoch wurden 2,6 % erwartet.

Anträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen zwar an, allerdings nicht so stark wie erwartet. In der letzten Woche sind die Erstanträge jedoch auf ein zyklisches Tief gefallen und signalisieren damit eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Geldpolitik

Wie oben bereits erwähnt, hatte das FOMC Statement nicht wirklich Neues zu bieten. Allerdings bestätigte die Aussage die allgemeine Annahme, dass der Zinsanstieg bereits im September kommen könnte.

Technische Bewertung der Märkte:

Screen 1: Tageschart des EUR/USD

EUR/USD: Das Währungspaar EUR/USD hat sich deutlich erholt, jedoch auch seinen Widerstand bei 1,1130 US Dollar je Euro gefunden. Die FOMC Aussage hat den US Dollar wieder attraktiver gemacht, womit das Paar sich nun wieder im mittelfristigen Abwärtstrend befindet. Die nächste starke Unterstützung liegt bei 1,0780 US Dollar je Euro. Die Unterstützung wird durch die untere Dreieckslinie dargestellt. Durchbricht der Kurs diese Begrenzung, könnte sich ein dynamischer Verfall anschließen.

Screen 2: Tageschart des DAX

DAX: Der deutsche Leitindex korrigiert weiterhin seinen kurzfristigen Aufwärtstrend. Der DAX Future fand seine Unterstützung bei 11.000 Pkt. Es ist noch unklar, ob er es nach dem starken Abverkauf jetzt schon schafft, die Fahrt in Richtung 12.000 Pkt. zu nehmen. Aktuell sieht es nicht danach aus, denn die US-Dollar-Stärke sollte dem DAX längst mehr Auftrieb verleihen.

Es wäre denkbar, dass noch eine kleine Welle bis auf die 200er Moving Average erfolgt, bevor es weiter nach oben gehen kann. Das technische Setup mit der umgedrehten SKS-Formation spricht zumindest für den baldigen Anstieg.

Screen 3: Tageschart des S&P500

S&P 500: Der US-amerikanische Leitindex scheint weiterhin in seiner Range bleiben zu wollen, denn ein Einbrechen unter die 200er Moving Average wurde von den Marktteilnehmern abgewiesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fluktuation des Futures weiterhin Bestand behält, ist erhöht. Auf der unteren Seite ist die Rangebegrenzung eine Zone, die beim Unterschreiten ein erhöhtes Risiko bedeuten würde. Auf der oberen Seite ist das Potenzial bis 2130 Pkt. begrenzt.

Screen 4: Tageschart des DAX

Gold: Der Goldpreis fluktuiert weiterhin um die Zone des letzten Tiefs. Solange der US Dollar stärker wird, ist wohl auch ein nachhaltiger Anstieg unwahrscheinlich. An der Analyse hat sich daher seit letzter Woche nicht viel verändert. Ein Unterschreiten des Tiefs könnte einen Abverkauf bis in den Bereich 1.000 US Dollar je Feinunze bewirken.

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Wichtige Meldungen der 27KW im Rück- und Ausblick für den Handel

Das Drama um Griechenland scheint noch lange nicht vorbei: Nachdem in der letzten Woche keine Einigung zwischen den Geldgebern und der griechischen Regierung gefunden werden konnte, lehnten die Gläubiger das Angebot neuer Hilfen ab. Somit wird es in der nächsten Zeit kein Geld mehr für Griechenland geben. Da die Zahlung an den IWF am 30. Juni fällig wurde, hat Griechenland nicht bezahlt und ist aktuell wieder näher an der Staatspleite als je zuvor.

Banken werden diese Woche nicht öffnen. Nur die Bankautomaten geben noch einen begrenzten Betrag pro Tag aus. Besonders auffällig ist dabei die Tatsache, dass die Finanzmärkte recht stabil geblieben sind. Zwar gab es sowohl im DAX als auch im EUR/USD einen starken Gap zur Eröffnung nach unten, die Märkte stabilisierten sich jedoch recht schnell.

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Aus der EU wurden folgende Daten veröffentlicht

Die Verbraucherpreisindizes für den Monat Juni aus den Ländern Deutschland, Spanien, Italien sowie Großbritannien und der EU. Die deutsche Arbeitslosenquote, die EU AQ sowie die AQ aus Spanien. Die ISM-Einkaufsmanagerindizes für Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien sowie die EU. Die Erzeugerpreisindizes für Mai und die EU.

Der Verbraucherpreisindex ist in Spanien im Vergleich zum Vormonat weniger angestiegen als erwartet, während er im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr anstieg als erwartet. Er befindet sich das erste Mal im positiven Bereich.

Der deutsche Verbraucherpreisindex verzeichnete leichte Rückgänge, der italienische VPI hat sich nicht verändert, während der VPI für die EU ebenfalls leicht rückläufig gewesen ist. Der VPI für Großbritannien war sowohl auf Monate- als auch Jahresbasis rückläufig.

Die Arbeitslosenquote ist in Deutschland im Juni unverändert bei 6,4 % geblieben. Auch die AQ für die EU blieb unverändert bei 11,1 %.

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Herstellungsgewerbe ist in den Ländern Italien, Spanien und Großbritannien negativ ausgefallen. In Deutschland und der EU blieb der Index unverändert. Frankreich verzeichnete einen steigenden ISM-Index.

USA: Aus den USA wurden folgende Daten veröffentlicht:

Schwebende Eigenheimverkäufe, Chicago-Einkaufsmanagerindex, CB Verbrauchervertrauen, ADP non-farm Arbeitsplätze, ISM-Einkaufsmanagerindex sowie die non-farm Gehaltsabrechnungen und die Arbeitslosenquote.

Die schwebenden Eigenheimverkäufe sind im Monat Mai gesunken. Dagegen stieg sowohl der Chicago-EMI als auch das CB Verbrauchervertrauen im Juni an. Auch die ADP non-farm Arbeitsplätze nahmen zu. Der ISM-Einkaufsmanagerindex stieg ebenfalls leicht an. Die non-farm Gehaltsabrechnungen zeigen weniger neu geschaffene Stellen als erwartet. Dennoch ist die Arbeitslosenquote mehr gesunken als erwartet, und zwar von 5,5 % auf 5,3 %.

Am Freitag ist in den USA Feiertag, somit keine Veröffentlichungen an diesem Tag.

Geldpolitik

Hinsichtlich der wichtigsten Märkte EU und USA gab es keine neuen Entwicklungen innerhalb geldpolitischer Institutionen.

Technische Bewertung der Märkte:

Screen 1: Tageschart des DAX

DAX: Der deutsche Leitindex zeigt trotz der politischen Unsicherheiten eine gewisse Stabilität. Nachdem am Montag zu Eröffnung ein Gap nach unten entstand, konnte der Kurs an der 200er Moving Average auf Tagesbasis ziemlich schnell Unterstützung finden. Seitdem hat der Index das Gap zu annähernd 60 % schließen können und befindet sich aktuell in einem eher schwachen Umfeld auf kurzfristiger Basis. Das 4-Stunden-Chart darunter zeigt, dass ein Doppeltop gebildet wurde. Die kurzfristige Aufwärtstrendlinie könnte Unterstützung bieten.

Screen 2: 4-Stundenchart des DAX

Screen 3: Tageschart des S&P500

S&P 500: Der US-amerikanische Leitindex musste in dieser Woche gehörig Federn lassen. Auch dieser Index eröffnete mit einem starken Gap nach unten. Das Besondere an der technischen Lage ist der Umstand, dass die untere Rangebegrenzung auf Tagesbasis erstmals so weit unterschritten wurde. Auch der US-Index fand Unterstützung an der 200er Moving Average. Zwar wurde das Ausbruchsniveau wieder getriggert, aktuell gibt der Index jedoch wieder nach. Da Freitag Feiertag in den USA ist, wird es in dieser Woche wohl keine nennenswerten Zukäufe mehr geben.

Screen 4: Tageschart des USD/CAD

USD/CAD: Der kanadische Dollar gegen den US-Dollar sieht aus technischer Perspektive interessant aus. Der mittelfristige Abwärtstrend wurde gebrochen, nachdem schlechte Konjunkturdaten aus Kanada veröffentlicht wurden. Damit ergibt sich eine Chance auf steigende Kurse. Auch der RSI Indikator zeigt aktuell keine Schwäche.

Screem 5: Tageschart von Gold

Gold: Gold hat im Zuge des Griechenlandrisikos keine Zugewinne verzeichnen können. Dennoch fand der Preis seine Unterstützung an der unteren Begrenzung des leicht steigenden Trends. Darunter besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Preis dynamisch fällt. Andererseits besteht auch die Chance, dass der Kurs innerhalb des zulaufenden Dreiecks wieder an die obere Begrenzung steigt.

Ebenfalls interessieren könnten dich die wichtigen Meldungen der Nachbarwochen:

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