Warum ist bei Erhalt des Signales der aktuelle Kurs manchmal so weit vom Signalkurs entfernt –

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Warum ist bei Erhalt des Signales der aktuelle Kurs manchmal so weit vom Signalkurs entfernt? 2

Dafür gibt es 3 Hauptgründe:

  1. In volatilen Zeiten kann der Kurs innerhalb von wenigen Minuten 10, 20 oder noch mehr Pips in Trendrichtung laufen. Und zwischen Absenden und Erhalt der Mail können schon mal einige Minuten liegen…
  2. In BOSsignal werden verschiedene Handelssysteme verwendet. Unter anderem auch Trades an Unterstützungs-/Widerstandszonen. Signale werden erst dann generiert, wenn die Kursbewegung diese Zonen bestätigt. Dann ist der Kurs allerdings schon einige Pips in Trendrichtung gelaufen – der Signalkurs liegt aber im Bereich der Zone…
  3. Andere in BOStrend verwendete Handelssysteme generieren Signale mit einem “Sicherheitspuffer”, da davon ausgegangen wird, dass die aktuellen Kurse noch nicht die besten Einstiegskurse sind.

Diese Möglichkeiten hast du in solch einer Situation:

  1. Warte auf das Erreichen des Signalkurses. Du kannst dies in einem Chart automatisieren, in dem du z.B. Trendlinien mit Alarmfunktion verwendest.
  2. Trade mit Binären Optionen, bei denen du den Einstiegskurs flexibel festlegen kannst.
  3. Wenn der Kurs noch nicht allzuweit gelaufen ist, kannst du auch mit einem geringeren Teil deiner sonst üblichen Handelssumme einsteigen. Falls der Kurs dann doch noch den Signalkurs erreicht, investierst du den Rest deiner Handelssumme. Beachte aber unbedingt, dass du auch hier insgesamt max. 5% deines Kapitals riskierst!

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2 Gedanken zu “ Warum ist bei Erhalt des Signales der aktuelle Kurs manchmal so weit vom Signalkurs entfernt? ”

Hallo, ich habe Meta Trader 4 und Admirals Markets für meine Signale
Zum Traden habe ich IQ Option.
Nun kann ich erhebliche Unterschiede bei der Preis Auszeichnung feststellen.
Admirals Markets in EURO/USD, 1.01188
in IQ Option 1.01196
Das sind für einen 5 Minuten Trade ein großer Unterschied.
Eine Antwort auf meine Frage wurde wie folgt beantwortet.
Wir benutzen bei IQ Option die Formel (Bid+Ask)/2 angewendet, da wir kein Spread benutzen.

Kann ich das in meinem Signalgeber ändern.
Vielleicht können Sie mir einen Rat geben.
Vielen Dank
Bernd
.

Was meinst du mit Signalgeber? Oder besser: Welcher Signalgeber?

Aktienanleihen – mit diesen Tipps finden Sie die besten

Aktienanleihen sind Zertifikate mit einem festen Zinskupon und versprechen Anlegern attraktive Renditen. Doch welche Aktienanleihe passt zu Ihrem Anlagehorizont? In diesem Ratgeber erfahren Sie nicht nur, welche Chancen und Risiken eine Investition in Aktienanleihen hat, sondern auch wie Sie die beste Aktienanleihe identifizieren.

Aktienanleihen – das Wichtigste in Kürze

Aktienanleihen – Empfehlungen & Tipps

Was ist eine Aktienanleihe?

Aktienanleihen garantieren dem Anleihenehmer, ähnlich wie klassische Anleihen, regelmäßige Zinszahlungen und gelten daher als beliebte Einstiegsprodukte für Privatanleger. Hinter dem Wertpapier versteckt sich eigentlich ein Zertifikat, denn Aktienanleihen sind Zertifikate mit festem Zinskupon.

Die Funktionsweise ist leicht: Wenn Sie eine Aktienanleihe erwerben, geben Sie dem Herausgeber der Anleihe (dem Emittent) einen Kredit. Dafür erhalten Sie attraktive Zinsen und, wenn alles gut läuft, am Laufzeitende Ihr investiertes Kapital zurück (Tilgung).

Vor allem aufgrund der hohen Zinsen während der Laufzeit sind Aktienanleihen für Anleger interessant. Diese können deutlich höher ausfallen, als bei klassischen Anleihen. Darüber hinaus haben Aktienanleihen eine begrenzte und relativ kurze Laufzeit – sie laufen meistens zwischen wenigen Monaten und zwei Jahren.

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Die Wertentwicklung von Aktienanleihen ist an einen Basiswert gekoppelt, zum Beispiel an eine einzelne Aktie, an einen Aktienkorb oder an einen Index. So finden Sie als Anleger bei Emittenten wie Vontobel, BNP Paribas, HSBC und Co. zum Beispiel Aktienanleihen auf Einzelaktien wie Bayer, BMW oder ThyssenKrupp. Sind Anleihen an einen Index gekoppelt, werden sie auch als Indexanleihen bezeichnet. Einziger Unterschied zu klassischen Aktienanleihen: Die Rückzahlung hängt nicht von einem bestimmten Aktienkurs, sondern von der Entwicklung eines Index, zum Beispiel des DAX, ab.

Im Hinblick auf die Chance-Risiko-Struktur ähneln Aktienanleihen den Discount-Zertifikaten und werden auch als „Reverse Convertible Bond“, „Yield Enhanced Securities“ oder „Equity Linked Bond“ bezeichnet.

Wann lohnt sich ein Investment in eine Aktienanleihe?

Vor allem in Zeiten, in denen die Aktienmärkte seitwärts tendieren und wenig Bewegung an den Börsen herrscht, sind Aktienanleihen für Anleger eine starke Alternative. Sie halten das Kursniveau einer Aktie für tendenziell stabil? Dann lohnt sich in der Regel der Kauf einer Aktienanleihe. Wenn Sie hingegen davon ausgehen, dass die der Kurs der Aktie stark steigt, sollten Sie lieber direkt eine Aktie kaufen. Im Ratgeber Aktien kaufen geben wir Ihnen weitere hilfreiche Tipps zu diesem Thema.

Der Basispreis der Aktienanleihe definiert, welche Kursmarke nicht unterschritten werden sollte. Solange die Aktie am Bewertungstag darauf oder darüber notiert, realisieren Anleger immer die Maximalrendite – sie erhalten also einen Rückzahlungsbetrag, der neben dem festen Zinskupon auch den vollständigen Nennwert umfasst.

Extra-Tipp: Vor allem Aktien von konjunkturunabhängigen Werten dienen sehr gut als Basiswert, zum Beispiel Papiere von Konsumgüterherstellern, Energieversorgern oder Telekommunikationsunternehmen. Vontobel und andere Emittenten bieten zum Beispiel eine Aktienanleihe auf die Deutsche Telekom an.

Wer in Aktienanleihen investiert, sollte aber das damit einhergehende Risiko kennen: Je höher der Zinskupon der Wertpapiere ist, desto höher ist in der Regel auch die Volatilität der Aktie und damit auch das Risiko.

Die wichtigsten Begriffe rund um Aktienanleihen

Welche Risiken bergen Aktienanleihen?

Anleger, die in Aktienanleihen investiert sind, fahren vor allem in stark fallenden Kursen des zugrunde liegenden Basiswerts ein Risiko: Notiert die Aktie zum Laufzeitende unterhalb des Basispreises, hat dies die Lieferung der durch das Bezugsverhältnis definierten Anzahl an Aktien zur Folge. Sofern Anleger diese Aktien nun sofort verkaufen, entstehen Verluste – diese werden zwar gegenüber einem Direktinvestment durch die erhaltenen Zinszahlungen abgefedert – können diese Zinserträge aber auch übersteigen. Im schlimmsten Fall – nämlich bei wertlos gewordenen Aktien – realisieren Anleger lediglich die Zinszahlung und erleiden somit nahezu einen Totalverlust.

Außerdem müssen Anleger bei Aktienanleihen beachten, dass ihnen Kursgewinne entgehen, die sie bei einem Direktinvestment in den Basiswert hätten erzielen können. Da der maximale Rückzahlungsbetrag einer Aktienanleihe immer auf den Nennwert zuzüglich des Zinskupons beschränkt ist, können Anleger von Kurssteigerungen der Aktie über den Basispreis hinaus nicht profitieren.

Vorsicht: Auch etwaige Dividenden, die während der Laufzeit anfallen, stehen dem Anleger in der Aktienanleihe nicht zu.

Ein weiterer großer Nachteil für Anleger: Wie auch immer der Emittent am Ende der Laufzeit entscheidet, der Anleihenehmer muss mit dieser Entscheidung leben. Verbraucherschützer sehen Aktienanleihen deshalb sehr skeptisch: „Wir empfehlen Aktienanleihen in unserer Beratung generell nicht, weil sie nur zu einer sehr untypischen Risikoeinstellung passt“, sagt Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Denn der Anleger trägt ein Totalverlustrisiko und begrenzt seine Chancen zugleich auf einen fixen Zinssatz.“ Bei der Emission einer Aktienanleihe müssen Anleger unter anderem den Basiswert, die Laufzeit, die Höhe des Zinskupons und den Nennwert genauestens unter die Lupe nehmen.

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Geldanlage in Aktienanleihen – ein Beispiel

Aktienanleihen werden – wie klassische Staats- und Unternehmensanleihen auch – im Gegensatz zu Aktien nicht als einzelne Stücke, sondern in Nennwerten begeben. Die kleinste handelbare Stückelung liegt zumeist bei 1.000 Euro Nennwert. Kauf- und Verkaufsaufträge müssen demnach über 1.000 Euro oder ein Vielfaches von 1.000 Euro lauten; der Kauf von Bruchteilen ist nicht möglich. Entsprechend erfolgt nun auch die Preisstellung nicht wie bei Aktien in Euro pro Stück, sondern als Prozentnotiz bezogen auf den Nennwert.

Wer einen Nennwert von 10.000 Euro zum Kurs von 100 Prozent kauft, findet also auf seiner Wertpapierabrechnung einen Kaufpreis von 10.000 Euro. Kurse unterhalb 100 Prozent – auch „unter pari“ genannt – sorgen für eine Extra-Rendite, sofern die Rückzahlung zu 100 Prozent erfolgt. Umgekehrt werden Anleger bei einem Kaufkurs von 101,50 Prozent (= 10.150 Euro) in jedem Fall 1,5 Prozentpunkte (=150 Euro) verlieren, wenn sie das Papier bis zum Laufzeitende halten und es dann zu pari (= 100 Prozent, entsprechend 10.000 Euro) zurückgezahlt wird.

In unserem Beispiel bezieht sich die Aktienanleihe auf Aktien der „XYZ AG“ – wie wir das Unternehmen in unserem Beispiel nennen. Aktuell werden die Aktien mit 50 Euro gehandelt werden. Der Zinskupon beträgt sieben Prozent p. a., der Basispreis wurde mit 40 Euro definiert. Das Bezugsverhältnis ergibt sich aus dem Quotienten von Nennwert und Basispreis; bei einem Nennwert von 1.000 Euro entspricht dies also 25 Aktien.

Bei der Aktienanleihe wird zur Fälligkeit der feste Zinskupon in Höhe von sieben Prozent p.a. ausgezahlt. Bei der angenommenen Laufzeit von genau einem Jahr entspricht dies einem Betrag von 70 Euro pro 1.000 Euro Nennwert. Diese Kuponzahlung erfolgt unabhängig von der Kursentwicklung der Aktie. Über die Art und die Höhe der Kapitalrückzahlung am Laufzeitende entscheidet dagegen der Aktienkurs am finalen Bewertungstag. Solange er auf oder oberhalb des Basispreises liegt, wird der Nennwert vollständig zurückgezahlt und Anleger realisieren die maximal mögliche Rendite. Bei Aktienkursen unterhalb des Basispreises erhält der Anleger keine Kapitalrückzahlung, sondern die Lieferung von Aktien nach Bezugsverhältnis, nämlich 25 XYZ-Aktien.

Stückzinsen – schon gewusst?

Die Wertpapierabrechnung über den Kauf oder Verkauf einer Aktienanleihe weist neben dem Kurswert und den jeweiligen Gebühren die Position Stückzinsen aus. Da Anleger den kompletten Zinskupon nur dann vereinnahmen, wenn sie die Aktienanleihe über die gesamte Zinsperiode halten, müssen die bereits aufgelaufenen Zinsen bei einem Kauf zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Laufzeit durch den Käufer erstattet werden (die Stückzinsen werden also aufgeschlagen). Die Berechnung der Stückzinsen erfolgt nach der von der Emittentin angegebenen Zinsberechnungsmethode.

Wichtig: Bei einem unterjährigen Verkauf erhält der Verkäufer dafür die bis dahin aufgelaufenen Stückzinsen wieder gutgeschrieben.

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Mögliche Szenarien

Im Idealfall schließt die zugrunde liegende XYZ-Aktie am Bewertungstag auf oder oberhalb des Basispreises, etwa bei 44 Euro. Neben der Zinszahlung in Höhe von 70 Euro erfolgt nun die Rückzahlung zum Nennwert. Diese Maximalrendite vereinnahmen Anleger natürlich auch dann, wenn der Aktienkurs wesentlich stärker ansteigt. Im Vergleich wäre dann aber die Direktanlage in der Aktie profitabler gewesen. Der Aktienkurs, oberhalb dessen sich eine Direktanlage in der Aktie als lohnenswerter erweist, ist leicht zu bestimmen. Dazu wird der Aktienkurs zum Emissions- oder Investitionszeitpunkt mit der Rendite der Aktienanleihe multipliziert.

Eine Direktanlage würde also immer dann eine höhere Rendite als die Aktienanleihe erbringen, wenn die Aktie am Bewertungstag oberhalb von 53,50 Euro notiert. Gegebenenfalls ausgeschüttete Dividenden, die dem Anleger bei der Aktienanleihe nicht zustehen, sind dabei nicht berücksichtigt.

Wesentliches Merkmal von Aktienanleihen ist, dass ihre Zinszahlungen leichte Kursverluste der Aktie zum Laufzeitende abfedern können: Selbst wenn die Aktie am Bewertungstag unterhalb des Basispreises von 40 Euro notiert und damit die physische Lieferung von 25 XYZ-Aktien in das Depot des Anlegers nach sich zieht, müssen noch keine Kapitalverluste entstehen. Anleger erzielen nämlich noch einen Gewinn, solange der Kursverlust aus einem angenommenen Aktienverkauf die Zinserträge nicht übersteigt. Um den gewinnneutralen Aktienkurs (Break-even-Kurs) zu berechnen, bei dem Anleger weder Gewinne noch Verluste verbuchen, werden zuerst die vereinnahmten Zinserträge vom Kaufbetrag abgezogen (1000 – 70 = 930 Euro); anschließend wird diese Differenz durch die Anzahl der gelieferten Aktien dividiert (930 Euro/25 Aktien = 37,20 Euro).

Werden die gelieferten Aktien zu 37,20 Euro verkauft, entstehen keine Kapitalverluste, da die Summe aus Aktienverkaufserlös (930 Euro) und Zinsertrag (70 Euro) dem Nennwert (hier identisch mit dem Kaufpreis) von 1.000 Euro entspricht. Ein alternatives Direktinvestment in 20 Aktien zum Kurs von 50 Euro hätte beim Kurs von 37,20 Euro bereits einen Verlust von 12,80 Euro pro Titel, also insgesamt 256 Euro oder 25,6 Prozent erwirtschaftet.

Im negativen Szenario schließt die XYZ-Aktie am Bewertungstag unterhalb des Break-even-Kurses von 37,20 Euro. Werden die Aktien jetzt verkauft, fallen unweigerlich Kapitalverluste an. Bei einem angenommenen Verkaufskurs von 30 Euro beläuft sich der Gesamterlös aus der Anlage nur noch auf 750 Euro (= 30 Euro × 25 Aktien) zuzüglich der Zinszahlung von 70 Euro = 820 Euro, ein Minus von 18 Prozent. Ein alternatives Direktinvestment zu 50 Euro in die Aktie weist in diesem Szenario einen Verlust von 400 Euro aus (20 Euro Verlust × 20 Aktien), also minus 40 Prozent. Im ungünstigsten Fall – bei wertlosen Aktien – verbleibt nur der Zinskupon und Anleger realisieren nahezu einen Totalverlust. Wie die Gewinne und Verluste der Aktienanleihe

Aktienanleihen – Gewinn- und Verlustchancen

Aktienkurs am Bewertungstag Kurs­entwicklung der Aktie in Prozent Rückzahlungsbetrag Aktienanleihe/
Verkaufserlös Aktien
Gewinn/Verlust der Aktien­anleihe in Euro/in Prozent (ohne Kosten)
55 Euro +10% 1.000 Euro Nennwert
+70 Euro Zinszahlung
+70 Euro/+7 %
50 Euro 0 % 1.000 Euro Nennwert
+70 Euro Zinszahlung
+70 Euro/+7 %
45 Euro -10% 1.000 Euro Nennwert
+70 Euro Zinszahlung
+70 Euro/+7 %
40 Euro -20 % 1.000 Euro Nennwert
+70 Euro Zinszahlung
+70 Euro/+7 %
37,20 Euro -26 % 930 Euro Aktienkurswert
+70 Euro Zinszahlung
0 Euro/0 %
35 Euro -30 % 875 Euro Aktienkurswert
+70 Euro Zinszahlung
-55 Euro/-6 %
30 Euro -40 % 750 Euro Aktienkurswert +70 Euro Zinszahlung 180 Euro/-18 %
25 Euro -50 % 625 Euro Aktienkurswert
+70 Euro Zinszahlung
-305 Euro/-31 %

Wie genau funktionieren Aktienanleihen?

Ein Anleger leiht einem Emittenten wie Vontobel oder BNP für einen festgelegten Zeitraum einen gewissen Geldbetrag, auch als Nennwert oder Nominalwert bezeichnet. Als Gegenleistung erhält der Anleger eine Aktienanleihe in Höhe dieses Nennwerts. Während der (begrenzten) Laufzeit der Aktienanleihe zahlt der Emittent dem Geldgeber Jahreszinsen. Diese liegen meist deutlich über dem Zinsniveau, das mit anderen Anlageprodukten erzielt werden kann.

Warum ist das so? Der hohe Zins ist als Risikoprämie zu verstehen, da Anleger bei Aktienanleihen ein deutlich höheres Risiko eingehen als bei klassischen Anleihen. Hier werden für die Möglichkeit starker Kursausschläge – gleichbedeutend mit großen Chancen und Risiken – höhere Prämien gezahlt, als für niedrige Schwankungsbreiten. Am Ende der Laufzeit ist längst nicht sicher, ob der Anleger sein eingesetztes Kapital zurückerhält oder nicht.

Unsere Empfehlung: Investieren Sie daher nur in Aktienanleihen, wenn Sie sich des Risikos dieses Investments bewusst sind.

Über die absolute Höhe des Zinssatzes entscheidet die Lage des Basispreises im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs. Liegen Basispreis und Aktienkurs in etwa gleich auf (am Geld), fallen die Optionsprämien für Puts – und damit die Zinskupons der Aktienanleihen – höher aus als bei einem Basispreis, der unterhalb des aktuellen Kursniveaus liegt. Eine defensive Aktienanleihe mit einem Basispreis von 40 Euro ist beim Aktienkurs von 50 Euro aus dem Geld und zahlt daher bei geringerem Risiko auch einen geringeren Zinskupon als eine Aktienanleihe mit Basispreis am Geld. Die zu verkaufende Anzahl von Puts entspricht immer exakt dem Bezugsverhältnis der Aktienanleihe (hier 25 Aktien bzw. Verkaufsoptionen).

Die Rückzahlung der Aktienanleihe orientiert sich an der Entwicklung des Basiswerts, der dem Papier zugrunde liegt, also an den Kursgewinnen oder -verlusten einer Aktie oder des Aktienkorbs. Ob es am Ende das eingesetzte Geld zurückgibt oder ob Aktien im Depot landen, entscheidet der Emittent. Dieser hat das Recht, entweder den Nominalbetrag zu 100 Prozent an den Aktienanleihenehmer zurückzuzahlen oder eine bestimmte Anzahl an Aktien zu liefern. Zum Beispiel entspricht der Wert der Aktienanleihe 78 Aktien des Basiswerts zu Beginn der Laufzeit. Dieser Gegenwert wird auch als Ratio bezeichnet.

Wichtig: Die Zinszahlung erfolgt je nach Ausgestaltung des Produkts in einer Summe am Laufzeitende oder zu vorgezogenen Zinsterminen (dann üblicherweise einmal jährlich).

Preisfaktoren bei Aktienanleihen

Der Preis einer Aktienanleihe unterliegt während der Produktlaufzeit Schwankungen, für die mehrere Einflussfaktoren verantwortlich sind. Der Einfluss von Veränderungen dieser Preisfaktoren kann durch Kennzahlen quantifiziert werden, die aus der Optionspreisformel nach Black/Scholes abgeleitet und mit griechischen Buchstaben bezeichnet werden.

Der entscheidende Einflussfaktor auf den Preis einer Aktienanleihe ist die Kursentwicklung der zugrunde liegenden Aktie oder des Index oder des Rohstoffs (Kennzahl Delta). Steigende Kurse wirken sich prinzipiell positiv, fallende Kurse dagegen grundsätzlich negativ aus. Dabei darf nicht von einer linearen Beziehung zwischen den Preisen von Basiswert und Aktienanleihe ausgegangen werden: Liegt der Aktienkurs in der Nähe des Basispreises, also am Geld, reagiert der Preis der Aktienanleihe am stärksten auf die Kursbewegungen der Aktie. Je weiter der Aktienkurs sich vom Basispreis entfernt – und entweder aus dem Geld steigt oder „ins Geld“ fällt – desto geringer die Reagibilität der Aktienanleihe.

Ein weiterer wichtiger Preisfaktor ist die Schwankungsbreite oder Volatilität (Kennzahl Vega). Steigt die erwartete Schwankungsbreite für einen Basiswert an, so steigen grundsätzlich die Preise von Optionen (Calls wie Puts). Da Anleger in Aktienanleihen indirekt Verkäufer von Put-Optionen sind, wirkt sich eine höhere Volatilität negativ auf den Preis der Aktienanleihe aus. Andererseits haben fallende Volatilitäten grundsätzlich einen positiven Einfluss auf die Aktienanleihe. Die Sensitivität einer Aktienanleihe auf Änderungen der Volatilität ist besonders hoch, wenn der Aktienkurs in etwa auf Höhe des Basiswerts (am Geld) liegt. In dieser Konstellation schlägt sich auch die abnehmende Restlaufzeit (Kennzahl: Theta) deutlich positiv im Preis nieder; dies gilt gegen Laufzeitende, etwa für die letzten drei Laufzeitmonate der Aktienanleihe.

Bei Basiswerten, die während der Laufzeit der Aktienanleihe Erträge (etwa Dividenden) ausschütten, kann eine Änderung der Markterwartungen zu deren Höhe bis auf die Preise der Aktienanleihe durchschlagen.

Vorsicht: Überraschende Dividendenerhöhungen führen zu einer Wertminderung bei Aktienanleihen; umgekehrt sorgen überraschende Dividendenkürzungen oder deren kompletter Ausfall für steigende Preise der Aktienanleihe.

So finden Sie die passende Aktienanleihe

Anleger sollten vor dem Kauf eine differenzierte Markteinschätzung entwickeln, denn als Anlageinstrument eignet sich die Aktienanleihe weder für stark steigende noch für stark fallende Märkte – im ersten Fall ist der Gewinn auf den Zinskupon begrenzt, im zweiten Fall wird die Rückzahlung des Kapitals unsicher. Anleger können sich hinsichtlich ihrer individuellen Risikobereitschaft und Renditeerwartung an zwei Parametern orientieren: an der Lage des Basispreises im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs und an der (Rest-)Laufzeit.

Je tiefer der Basispreis gewählt wird, desto kleiner fallen Zinskupon und mögliche Maximalrendite aus; desto größer ist jedoch gleichzeitig die Toleranz gegenüber eigenen Prognosefehlern. Auch eine negative Aktienkursentwicklung kann bei einer Aktienanleihe mit einem niedrigen Basispreis noch verkraftet werden, ohne dass Kapitalverluste entstehen. Auch ein sehr niedriger Basispreis ersetzt aber keinen Kapitalschutz.

Wer dagegen der Aktie ein gutes Kurspotenzial zugesteht und nicht mit einem Abschwung zum Laufzeitende rechnet, kann seine Erträge optimieren, indem er einen Basispreis wählt, der auf Höhe der aktuellen Notierung oder sogar darüber liegt. Die erhöhte Risikobereitschaft zieht eine höhere Maximalrendite nach sich.

Extra-Tipp: Mit der Laufzeit einer Aktienanleihe steigt grundsätzlich deren Ertragspotenzial. Dennoch sollten Anleger bedenken, dass eine Aktienanleihe eine Short-Put-Position verbrieft, die auf die Vereinnahmung einer Optionsprämie basiert – und somit vom Zeitwertverlust von Optionen profitiert. Dieser fällt gemäß Optionspreisformel nicht linear über die Optionslaufzeit an, sondern ist in den letzten drei Monaten am höchsten.

Empirisch betrachtet vollziehen sich Kurssteigerungen an Aktienmärkten zumeist langsam und kontinuierlich, während Verluste oft heftig und schnell anfallen: Je besser sich der Geschäftsverlauf eines Unternehmens vorhersagen lässt, desto geringer ist die Unsicherheit über seine Zukunft und desto niedriger wird der Markt die Volatilität einschätzen. Steigende Kurse werden also oft von rückläufiger Volatilität, fallende Kurse von steigender Volatilität begleitet. Für die synthetische, gedeckte Short-Put-Position in einer Aktienanleihe kann dies bedeuten, dass positive Effekte aus steigenden Kursen durch fallende Volatilitäten noch verstärkt werden. Umgekehrt können sich sinkende Aktienkurse auch zweifach negativ niederschlagen.

Bevor Sie sich für eine bestimmte Aktienanleihe entscheiden, sollten Sie sich immer folgende Fragen stellen:

Discount-Zertifikate – so investieren Sie mit Rabatt, die besten Tipps

Mit Discount-Zertifikaten können Anleger mit einem Preisabschlag von Basiswerten in einer Seitwärtsphase profitieren und so attraktive Gewinne erzielen. Worauf es bei der Investition in Discountzertifikate ankommt und wie Sie passende Produkte finden, zeigen wir Ihnen in diesem Ratgeber.

Discount-Zertifikate – das Wichtigste in Kürze

Discount-Zertifikate – Empfehlungen & Tipps

Mit der finanzen.net Zertifikate-Suche verschaffen Sie sich einen Überblick.

Was ist ein Discount-Zertifikat?

Discount-Zertifikate sind bei deutschen Anlegern besonders beliebt: Sie machen hierzulande eine der größten Gruppen unter den Anlagezertifikaten aus. Besonders attraktiv sind sie durch den Rabatt, den sie im Vergleich zu einem Direktkauf des Basiswerts aufweisen. Doch der hat seinen Preis.

Mit Discount-Zertifikaten investieren Anleger mit einem Preisabschlag oder Discount gegenüber dem aktuellen Börsenkurs in einen Basiswert. Für diesen Rabatt ist die maximale Gewinnchance des Discount-Zertifikats durch einen Höchstbetrag begrenzt. Dieser Höchstbetrag entspricht einem bestimmten Kurs des Basiswerts, dem Cap. Einerseits gilt: Je niedriger der Cap (und somit der Höchstbetrag), desto höher der Discount. Dieser Discount schützt Anleger begrenzt gegen Kursverluste des Basiswerts und ermöglicht positive Renditen bereits bei seitwärtstendierenden und sogar leicht fallenden Kursen. Andererseits gilt: Je höher das Cap (und somit der Höchstbetrag), desto höher der maximal mögliche Ertrag.

Discount-Zertifikate können Sie über Ihr Depot kaufen, zuerst müssen Sie sich aber für einen Basiswert entscheiden und einen Emittenten wählen. Vontobel, Société Générale, DZ Bank und DekaBank sind nur vier Emittenten, die Discount-Zertifikate im Angebot haben.

Tipp: Discount-Zertifikate eignen sich besonders bei seitwärts tendierenden Märkten, denn Anleger profitieren am meisten, wenn der Kurs des Basiswertes auf der Stelle tritt oder nur leicht steigt. Kursrückgänge des Basiswertes schlagen beim Discount-Zertifikat weniger stark durch als bei einem Direktinvestment, können jedoch auch zu teils erheblichen Verlusten führen.

Wann lohnt sich die Geldanlage in Discount-Zertifikaten?

Wenn sie davon ausgehen, dass sich der Kurs des zugrundeliegenden Basiswerts während der Laufzeit nicht wesentlich verändert – also weder stark steigt noch stark fällt – lohnt sich ein Investment in Discount-Zertifikate. Discount-Zertifikate ermöglichen es, mit Aktien, Rohstoffen, Indizes oder anderen Basiswerten in einer Seitwärtsphase attraktive Gewinne zu erzielen. Mit einem Direktinvestment wäre in solchen Marktphasen hingegen nichts zu holen.

Wer damit rechnet, dass der Kurs eines Basiswerts nicht über ein bestimmtes Niveau hinaus steigt, findet in einem Discount-Zertifikat mit einem Cap auf eben diesem Kursniveau eine Alternative zum Direktinvestment mit deutlich defensiverem Risikoprofil, denn der rabattierte Einstiegspreis bietet einen begrenzten Schutz vor Kursverlusten.

Wichtig ist, dass Sie von dem zugrundeliegenden Basiswert Ihres Zertifikats überzeugt sind. Finden Sie bei einem Emittenten kein passendes Zertifikat, lohnt sich die Suche bei einem anderen. Vontobel, DZ Bank, DekaBank und Société Généralesind nur ausgewählte Emittenten, die eine Vielzahl an Discount-Zertifikaten im Angebot haben.

Welche Risiken bergen Discount-Zertifikate?

Ein Risiko bei Discount-Zertifikaten besteht in stark fallenden Kursen des Basiswerts. Liegt der Kurs des Basiswerts am Bewertungstag unterhalb des Caps, erfolgt eine Rückzahlung in Höhe des Schlusskurses des Basiswerts (Cash Settlement) oder eine Lieferung der zugrundeliegenden Aktie (Physical Settlement). Dies bedeutet aber noch nicht zwangsläufig einen Verlust, da der Preisabschlag des Zertifikats in begrenztem Umfang Schutz vor Kursverlusten bietet. Nur wenn der Kurs des Basiswerts am Bewertungstag unterhalb des Einstiegspreises schließt, ergeben sich Kapitalverluste. Zwar fallen diese niedriger aus als bei einem Direktinvestment, im schlimmsten Fall – bei einem wertlos gewordenen Basiswert – erleiden Anleger dennoch einen Totalverlust. Aus der Produktstruktur heraus erklärt sich, dass Anleger in Discount-Zertifikaten nur bis zu einer gewissen Kursobergrenze, dem Cap, an einer positiven Entwicklung des Basiswerts partizipieren. Sollte der Kurs des Basiswerts also weit über das Cap ansteigen, ist der Rückzahlungsbetrag eines Discount-Zertifikats auf den korrespondierenden Höchstbetrag beschränkt.

Was sind die Nachteile von Discount-Zertifikaten? Discount-Zertifikate weisen ein paar Nachteile auf, die sie mit allen anderen Zertifikaten gemeinsam haben: Auch, wenn der Basiswert eine Aktie ist und diese dem Zertifikate-Besitzer zum Laufzeitende ins Depot gebucht wird, hat er während der Laufzeit des Discount-Zertifikats kein Stimmrecht und keinen Anspruch auf etwaige Dividendenzahlungen. Denn bei Discount-Zertifikaten handelt es sich lediglich um Inhaberschuldverschreibungen gegenüber einem Emittenten. Daher besteht auch ein Emittentenrisiko: Wird der Herausgeber des Discount-Zertifikats zahlungsunfähig und kann somit seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Zertifikate-Halter nicht mehr nachkommen, erleidet dieser einen Totalverlust seines eingesetzten Kapitals.

In unserem Ratgeber Geldanlage geben wir Ihnen übrigens weitere Tipps für Ihre Investition.

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Anlage in Discount-Zertifikate – ein Beispiel

Anleger, die davon ausgehen, dass die Aktie der XYZ AG in den nächsten zwölf Monaten seitwärtstendiert und der Kurs bei 50 Euro verharrt, können beim Eintritt dieses Szenarios mit einem Discount-Zertifikat profitieren. Dazu wählen sie ein Discount-Zertifikat, dessen Cap auf dem aktuellen Kursniveau, also bei 50 Euro liegt. Dieses Zertifikat wird vom Emittenten zu 45 Euro angeboten.

Zur Beurteilung einer Anlage in ein Discount-Zertifikat können Anleger die Höhe des Abschlags gegenüber einem Direktinvestment in die Aktie berechnen. Der Discount ergibt sich, wenn man die Differenz zwischen Aktienkurs und Preis des Discount-Zertifikats ins Verhältnis zum Aktienkurs setzt.

Anleger erwerben dieses Discount-Zertifikat zum Preis von 45 Euro und damit 5 Euro oder 10 Prozent günstiger als die Aktie. Bei jedem Abrechnungskurs, der oberhalb von 45 Euro liegt, erwirtschaften Anleger einen Gewinn, jeder Abrechnungskurs unterhalb von 45 Euro zieht einen Verlust nach sich – dieser fällt aber immer um den Discount von 5 Euro geringer aus als bei einem Aktienkauf.

Auch der maximal erzielbare Ertrag der Anlage steht von vorneherein fest. Er ergibt sich aus der Differenz aus dem Höchstbetrag (Cap) und dem Kaufpreis. Bei einer Produktlaufzeit von genau einem Jahr entspricht der Maximalertrag auch der maximalen Rendite pro Jahr. Bei abweichender Laufzeit kann die Rendite p. a. höher oder niedriger ausfallen als der Maximalertrag.

Die beiden Kennzahlen Discount und Maximalrendite eignen sich sehr gut, um die Risiken und Chancen eines Produkts einzuschätzen, da sie sich gegenläufig verhalten: Je höher der Discount, desto niedriger fällt die Maximalrendite aus – und umgekehrt. Außerdem dienen beide Kennzahlen Anlegern beim Vergleich von ähnlichen Produkten.

Mögliche Szenarien per Fälligkeit

Im Idealfall schließt die zugrundeliegende XYZ-Aktie am Bewertungstag auf oder leicht oberhalb des Caps. Im Beispiel reicht also ein unveränderter Aktienkurs, um die maximale Rendite zu erzielen. Anleger erhalten in diesem Szenario den Höchstbetrag von 50 Euro. Bei einem Kaufpreis von 45 Euro realisieren sie in diesem Szenario einen Gewinn von 5 Euro oder 11,1 Prozent und erwirtschaften die Maximalrendite des Produkts. Der Höchstbetrag von 50 Euro wird auch gezahlt, wenn die XYZ-Aktie wesentlich stärker gestiegen ist. Im direkten Vergleich wäre nun aber die Anlage in einem Discount-Zertifikat mit einem höheren Cap oder in der Aktie selbst profitabler gewesen. Anleger können den Aktienkurs, oberhalb dessen sich eine Direktanlage in der Aktie als lohnenswerter erweist, leicht bestimmen. Zur Ermittlung dieses Outperformance-Punkts wird der maximal mögliche Ertrag des Discount-Zertifikats auf den Aktienkurs zum Kaufzeitpunkt bezogen.

Eine Direktanlage bringt also immer dann einen höheren Gewinn als das Discount-Zertifikat, wenn die Aktie am Bewertungstag oberhalb von 55,55 Euro notiert.

Ein wesentliches Merkmal von Discount-Zertifikaten ist, dass der Rabatt leichte Kursverluste der Aktie abfedert. Wenn die Aktie zum Bewertungstag etwa 5 Euro oder 10 Prozent unter ihrem Kurs zum Zeitpunkt des Kaufs des Discount-Zertifikats und damit auch unter dessen Cap liegt, erhalten Anleger je nach Produktausgestaltung eine Rückzahlung von 45 Euro oder die physische Lieferung von XYZ-Aktien. Sie realisieren bei einem Verkauf dieser Aktien zum Kurs von 45 Euro allerdings noch keinen Verlust; denn dieser Kurs entspricht ihrem rabattierten Einstandspreis.

Um den gewinnneutralen Aktienkurs (Break-even-Kurs) zu berechnen, bei dem Anleger weder Gewinne noch Verluste verbuchen, genügt ein Blick auf den Einstandskurs des Discount-Zertifikats. Im Beispiel betrug der Kurs des Zertifikats 45 Euro bei einem Aktienkurs von 50 Euro. Steht die XYZ-Aktie am Bewertungstag bei 45 Euro, so beträgt der Ertrag des Anlegers null Prozent. Zertifikate sind gerade bei leicht sinkenden Kursen also – abgesehen von eventuellen Dividendenausschüttungen – besser gestellt als Aktionäre, die bereits einen Verlust von 10 Prozent verbuchen.

In einem negativen Szenario schließt die XYZ-Aktie am Bewertungstag unterhalb des Kaufpreises des Discount-Zertifikats, etwa bei 39 Euro. Dies entspricht auch dem Rückzahlungsbetrag des Zertifikats oder dem Gegenwert der gelieferten Aktie, sodass Anleger einen Verlust von 6 Euro oder 13,3 Prozent erleiden. Bei der Aktie ist dagegen ein Verlust von 11 Euro oder 22 Prozent angefallen.

Discount-Zertifikate – Gewinn- und Verlustchancen

Aktienkurs am Bewertungstag Kursentwicklung der Aktie in Prozent Rückzahlungs­betrag des Discount-Zertifikats Gewinn/Verlust des Discount-Zertifikats in Euro/in Prozent (ohne Kosten)
65 Euro +30 % 50 Euro +5 Euro/+11 %
60 Euro +20 % 50 Euro +5 Euro/+11 %
55 Euro +10 % 50 Euro +5 Euro/+11 %
50 Euro 0 % 50 Euro +5 Euro/+11 %
45 Euro -10 % 45 Euro 0 Euro/0 %
40 Euro -20 % 40 Euro -5 Euro/-11 %
35 Euro -30 % 35 Euro -10 Euro/-22 %
30 Euro -40 % 30 Euro -15 Euro/-33 %

Wie funktionieren Discount-Zertifikate?

Zur Konstruktion eines Discount-Zertifikats kombiniert ein Emittent wie Vontobel oder DZ Bank eine Long- mit einer Short-Position in zwei Call-Optionen miteinander: Dies sind zum einen ein Call (long) mit dem Basispreis von null Euro (oder auch ein Aktien-Future – beide repräsentieren eine Aktie abzüglich ihrer diskontierten Dividende) und zum anderen ein Call (short) mit einem Basispreis in Höhe des Caps. Der Preis für den Call Strike 0 steigt mit steigenden Aktienkursen kontinuierlich an; in der Gesamtposition wird der Wertzuwachs allerdings ab dem Cap von angenommenen 50 Euro durch den gegenläufigen Call komplett kompensiert.

Die relative Höhe des Discounts hängt dabei maßgeblich von zwei Faktoren ab: der erwarteten Schwankungsbreite (Volatilität) und der Restlaufzeit. Im Optionsmarkt werden für die Möglichkeit starker Kursausschläge – gleichbedeutend mit großen Chancen und Risiken – höhere Prämien gezahlt als für niedrige Schwankungsbreiten. Bei höheren Prämien für den verkauften Call kann der Emittent einen höheren Verkaufserlös erzielen und damit beim Discount-Zertifikat einen attraktiveren Rabatt anbieten. Sind die erzielbaren Optionsprämien aufgrund geringer Volatilität dagegen niedrig, fällt auch der Rabatt des Zertifikats geringer aus.

Über die absolute Höhe des Discounts entscheidet die Lage des Caps im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs. Liegen Cap und Aktienkurs in etwa gleich (die Option liegt dann am Geld), fällt der Wert des Calls – und damit der Rabatt des Discount-Zertifikats – höher aus als bei einem Cap, das oberhalb des aktuellen Kursniveaus (Option aus dem Geld) liegt. Die Short-Call-Option eines defensiven Discount-Zertifikats mit einem Cap von 45 Euro ist beim Aktienkurs von 50 Euro dagegen im Geld. Das führt bei geringerem Risiko bzw. höherem Rabatt zu einem niedrigeren Maximalertrag als bei einem Discount-Zertifikat mit Cap am Geld oder aus dem Geld.

Preisfaktoren bei Discount-Zertifikaten

Der Preis eines Discount-Zertifikats unterliegt während der Produktlaufzeit Schwankungen, für die mehrere Einflussfaktoren verantwortlich sind. Der Einfluss von Veränderungen dieser Preisfaktoren kann durch Kennzahlen quantifiziert werden, die aus der Optionspreisformel nach Black/ Scholes abgeleitet und mit griechischen Buchstaben benannt werden.

Der entscheidende Einflussfaktor ist die Kursentwicklung des zugrundeliegenden Basiswerts (Kennzahl Delta). Steigende Kurse wirken sich grundsätzlich positiv, fallende Kurse dagegen negativ aus. Die Beziehung zwischen den Preisen von Basiswert und Discount-Zertifikat ist dabei nicht linear: Liegt der Cap weit über dem aktuellen Kurs des Basiswerts, reagiert der Preis des Discount-Zertifikats am stärksten auf die zugrundeliegenden Kursbewegungen. Je weiter sich der Basiswertkurs dem Cap nähert bzw. je weiter er sogar über dem Cap liegt, desto geringer ist die Reagibilität des Discount-Zertifikats.

Ein sehr wichtiger Einflussfaktor ist außerdem die Volatilität (Kennzahl Vega). Steigt die vom Markt erwartete Schwankungsbreite an, steigen grundsätzlich auch die Preise aller Optionen (Calls wie Puts). Da Anleger in Discount-Zertifikaten implizit als Verkäufer eines Calls mit einem Basispreis in Höhe des Caps auftreten, wirkt sich eine steigende Volatilität negativ auf den Preis des Discount-Zertifikats aus. Umgekehrt haben fallende Volatilitäten einen positiven Einfluss auf den Preis von Discount-Zertifikaten. Die Sensitivität eines Discount-Zertifikats auf Veränderungen der Volatilität ist in der Regel am stärksten, wenn der Kurs des Basiswerts auf Höhe des Caps notiert. Bei Basiswertkursen weit ober- oder unterhalb des Caps fällt der Einfluss der Volatilität gering aus.

Grundsätzlich wirkt sich die abnehmende Restlaufzeit positiv auf den Kurs des Discount-Zertifikats aus (Kennzahl Theta). Da Anleger eine implizite Short-Position im Call mit dem Basispreis in Höhe des Caps halten, profitieren sie vom Zeitwertverlust der verkauften Option. Der positive Einfluss zeigt sich insbesondere gegen Laufzeitende, etwa in den letzten drei Monaten vor Fälligkeit des Zertifikats.

Bei Basiswerten, die während der Laufzeit Erträge (etwa Dividenden) ausschütten, kann eine Änderung der Markterwartung zu deren Höhe den Preis des Discount-Zertifikats beeinflussen. Überraschende Dividendenerhöhungen führen beim Discount-Zertifikat zu einer Wertminderung; umgekehrt resultieren plötzliche Dividendenkürzungen oder deren kompletter Ausfall in steigenden Preisen eines Discount-Zertifikats.

Wie investieren Sie in Discount-Zertifikate?

Discount-Zertifikate sind vor allem dann eine lohnende Investition, wenn Anleger eine längerfristige Seitwärtsbewegung erwarten. In diesem Fall können sie über eine Zertifikate-Suche ein Discount-Zertifikat auf den gewünschten Basiswert finden, bei dem die Höhe von Cap und Discount zu ihren Erwartungen und ihrem Risikoprofil passen. Mithilfe der WKN lässt sich das Discount Zertifikat dann über jeden Broker an der Börse ordern und später wieder verkaufen. Dabei kommt jedoch nur ein Handel zustande, wenn andere Anleger das Discount Zertifikat anbieten oder nachfragen.

Eine Alternative für den Kauf oder Verkauf eines Discount Zertifikats ist der außerbörsliche Direkthandel mit dem Emittenten. In diesem Fall sorgt der Herausgeber des Zertifikats dafür, dass es immer einen An- und Verkaufskurs für das Zertifikat gibt und ein Handel jederzeit zustande kommt. Anleger sollten hierbei jedoch beachten, dass der Kurs des Discount Zertifikats in diesem Fall nicht nur durch Angebot und Nachfrage beeinflusst wird, sondern auch andere Faktoren eine Rolle spielen können.

Discount-Zertifikate werden häufig gekauft, um sie bis zum Ende der Laufzeit zu halten. Bei dieser Strategie ist die Andienung des Basiswertes oder der Erhalt eines Barbetrags das Ziel. Discount-Zertifikate können jedoch auch jederzeit während ihrer Laufzeit gehandelt werden. Anleger können dann von den Kursgewinnen des Zertifikats profitieren – aber auch große Verluste einfahren. Denn der Kurs eines Discount Zertifikats schwankt während seiner Laufzeit meist stärker als der Kurs des Basiswertes. Grund dafür ist der beim Zertifikat gewährte Rabatt, der erst zum Laufzeitende vollständig abgebaut ist.

Wichtig: Anleger sollten vor dem Kauf eine differenzierte Markteinschätzung entwickeln, da sich ein Discount-Zertifikat als Anlageinstrument weder für stark steigende noch für stark fallende Märkte eignet – im ersten Fall ist der Gewinn auf den Höchstbetrag begrenzt, im zweiten Fall wird der Kapitalerhalt zunehmend unsicherer. Die Lage des Caps im Verhältnis zum aktuellen Kurs des Basiswerts ist das Steuerungsinstrument für die individuelle Risikobereitschaft oder Renditeerwartung.

Um Discount-Zertifikate zu handeln, müssen Sie zuerst einen Basiswert für das Zertifikat festlegen und außerdem einen Emittenten wie Vontobel, Société Générale oder DZ Bank wählen.

Grundsätzlich können drei Strategien unterschieden werden:

Anleger, die eine defensive Strategie verfolgen, wählen einen möglichst tiefen Cap. Je tiefer der Cap, desto größer der Discount, desto geringer aber die mögliche Maximalrendite. Ein hoher Discount hilft, auch bei negativer Kursentwicklung des Basiswerts noch eine positive Rendite zu erzielen. Bedacht werden muss immer, dass auch ein sehr niedriger Cap keine Kapitalschutzfunktion ersetzen kann.

Wer dagegen eine neutrale Strategie mit Discount-Zertifikaten umsetzen möchte, wird ein Cap in Höhe des aktuellen Kursniveaus des Basiswerts bevorzugen. Dabei fällt der Discount geringer aus, für die etwas höhere Risikobereitschaft steigt aber die Maximalrendite an. In diesem Fall genügt eine Seitwärtsbewegung des Basiswerts, um die Maximalrendite des Produkts zu realisieren.

Eine offensivere Strategie bietet sich an, wenn Anleger von weiteren Kurssteigerungen des Basiswerts ausgehen und deshalb einen Cap oberhalb des aktuellen Kurses wählen. Wichtig ist hierbei, dass dieser Cap nicht allzu weit über dem aktuellen Kurs liegt. Wenn der Discount nämlich auf fast null Prozent sinkt, sollten Anleger auch keine Gewinnbegrenzung akzeptieren.

Produkt- und Ausstattungsvarianten

Discount-Zertifikat Protect

Ein Discount-Zertifikat Protect ist zusätzlich mit einer Barriere ausgestattet. Anleger profitieren für den Fall, dass diese Barriere während des kompletten Beobachtungszeitraums (hier identisch mit der Produktlaufzeit) nicht berührt oder unterschritten wird, von der Zahlung des Höchstbetrags, selbst wenn der Cap am Bewertungstag unterschritten wird. Somit schützt die Protect-Variante des Discount-Zertifikats auch bei leicht negativer Wertentwicklung des Basiswerts vor Verlusten. Durch die zusätzliche Teilschutzfunktion fällt die Rendite eines Discount-Zertifikats mit Protect-Mechanismus geringer aus als bei einem klassischen Discount-Zertifikat.

Discount-Zertifikat Protect Pro

Während die Barriere bei einem Discount-Zertifikat Protect in der gesamten Laufzeit zu keinem Zeitpunkt berührt oder unterschritten werden darf, gilt diese Bedingung im Fall eines Discount-Zertifikats Protect Pro nur für eine deutlich verkürzte Periode. Sie umfasst in der Regel nur die letzten drei Monate oder den letzten Monat der Laufzeit. Somit kann auch der Anspruch auf Zahlung des Caps und folglich der Maximalrendite nur in diesem Zeitraum verfallen. Die mögliche Rendite eines Discount-Zertifikats Protect Pro fällt aufgrund des geringeren Risikos geringer aus als bei einem vergleichbaren Dis- count-Zertifikat Protect.

Rolling-Discount-Zertifikat

Rolling-Discount-Zertifikate sind eine Kombination aus einem klassischen Discount-Zertifikat und einem Zertifikat ohne Laufzeitbegrenzung (Open-end). Dabei wird der Cap in regelmäßigen Abständen an die aktuelle Marktlage angepasst. Auch bei Rolling-Discount-Zertifikaten haben Anleger – je nach ihrer eigenen Risikoneigung – die Wahl zwischen verschiedenen Varianten. Bei einem marktneutralen Rolling-Discount-Zertifikat erwirbt der Emittent für den Anleger etwa alle vier Wochen ein einmonatiges Discount-Zertifikat am Geld (d. h. zu 100 Prozent des aktuellen Basiswertkurses). Bei einer offensiveren Ausrichtung liegt das Cap etwas über 100 Prozent, bei einer defensiveren Variante entsprechend etwas darunter. Das automatisierte „Rollen“ der Discount-Position ist für den Anleger von Vorteil, da er so in kurzen Abständen sehr nah am Geld investiert ist und von einem besonders großen positiven Zeitwerteffekt profitiert. Auch die Erwerbs- und Veräußerungskosten sind geringer als beim „manuellen“ Rollen, was insbesondere bei kleineren Anlagebeträgen wichtig ist. Dafür wird in der Regel ein jährliches Verwaltungsentgelt fällig, das der Emittent auf täglicher Basis über den Preis des Zertifikats verrechnet.

Sie interessieren sich auch für weitere Zertifikate? In den Ratgebern Faktor-Zertifikate und Hebelzertifikate stellen wir Ihnen beispielsweise zwei weitere Zertifikat-Arten vor.

Steuererklärung: Jetzt Steuer selbst machen und Geld vom Finanzamt zurückholen

Machen Sie jetzt Ihre Einkommenssteuererklärung und holen Sie sich Geld vom Finanzamt zurück. Das kann sich lohnen, im Schnitt erhalten Arbeitnehmer 974 Euro. Was Sie absetzen können, wie Sie bei Ihrer Steuererklärung Fristen einhalten und was Sie bei der Steuererklärung für 2020 beachten sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Steuererklärung – das Wichtigste in Kürze

Steuererklärung – Empfehlungen & Tipps

Warum Steuererklärung?

Die Frage, warum Sie als Steuerzahler eine Steuererklärung abgeben sollten, ist leicht be­ant­wor­tet: Wer seine Steuer macht, kann mit einer ordentlichen Erstattung vom Finanz­amt und mit einem finanziellen Extraplus für sein Girokonto rechnen. Im Schnitt gibt es vom Fiskus fast 1.000 Euro für Sie als Steuer­zahler zurück, das hat das Statistische Bundesamt errechnet. Unter Umständen kann die Steuererstattung aber auch deutlich höher ausfallen.

Legen Sie also am besten gleich los und machen Sie eine Aufstellung über alle Ausgaben rund um Haushalt, Job und Familie. Reichen Sie dann Ihre Steu­er­er­klä­rung frist­gerecht beim zuständigen Finanz­amt ein. Seit der Steuer­erklä­rung für 2020 haben Sie erst­mals mehr Zeit, Ihre Unter­lagen einzu­reichen.

Steuererklärung für 2020 – das ändert sich

Wie fast in jedem Jahr gab es auch 2020 einige steuerliche Änderungen, die sich auf die Steuer­erklä­rung 2020 auswirken. Beispiels­weise wurden einige Frei­beträge erhöht und für die Besteuerung von Invest­ment­fonds gibt es neue Regeln. Die wohl wichtigste Änderung aber ist die Frist für die Abgabe der Steuer­erklärung.

Steuererklärung Frist: Zwei Monate mehr Zeit

Wenn Sie Ihre Steuererklärung selbst machen, haben Sie seit 2020 zwei Monate mehr Zeit als bisher, um Ihre Steuer­unter­lagen abzugeben. Hilft Ihnen ein Lohn­steuer­hilfe­­ver­ein oder ein Steuer­berater beim Ausfüllen der Steuererklärung, dann dürfen Sie sich sogar bis zum 2. März 2020 Zeit lassen. Wenn Sie gar keine Steuerklärung abgeben müssen, diese aber freiwillig einreichen wollen, dann dürfen Sie Ihre Steuererklärung noch bis zum 2. Januar 2023 abgeben.

Erstmals müssen Sie der Steuererklärung für 2020 keine Belege mehr hinzufügen, es rei­chen die vollständigen Unterlagen. Beachten Sie aber, dass das Finanzamt bei Nach­fra­gen weiterhin jederzeit Belege anfordern kann – und zwar bis zu einem Jahr nach Erhalt des Steuerbescheids. Sie sollten also Rechnungen, Quittungen und weitere Belege für den Fall der Fälle noch einige Monate aufbewahren.

Vorsicht: Mit den neuen Fristen steigen auch die Pflichten für Steuerzahler. Das Finanz­amt kann ab sofort einen Verspätungs­zuschlag verlangen, wenn die Steuererklärung nach der Frist abgegeben wird – und das kann teuer werden. Pro verspätetem Monat beträgt der Verspätungs­zuschlag 0,25 Prozent der fest­gesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro pro Monat. Der Verspätungszuschlag ist in Paragraf 152 Abgaben­ordnung gesetz­lich gere­gelt.

Lässt sich die Abgabefrist verlängern?

Ja, die Frist für die Steuer­erklärung lässt sich ver­längern, sofern ein trif­tiger Grund für die ver­spätete Ab­gabe vorliegt. Eine Frist­ver­längerung gibt es also nur in Aus­nahme­fällen.

Sobald Sie absehen können, dass Sie den Termin nicht einhalten können, sollten Sie beim zuständigen Finanzamt schriftlich eine Fristverlängerung beantragen. Begründen Sie Ih­ren Antrag und nennen Sie am besten direkt einen neuen Termin. Eine triftige Be­grün­dung kann zum Beispiel eine schwere, lang­wierige Krankheit sein. Und auch ein Umzug oder fehlende Belege akzeptiert das Finanzamt in der Regel als Grund für eine Frist­ver­länge­rung.

Neue Freibeträge

Im Jahr 2020 sind einige Freibeträge gestiegen, die sich auf die Steuerklärung auswirken können. Hier die Freibeträge, die der Gesetzgeber erhöht hat:

Für Investment­fonds gelten neue Steuer­regeln

Seit 2020 gelten für die Be­steue­rung von Invest­ment­fonds neue Regeln. Als Anleger soll­ten Sie nun weni­ger Auf­wand haben mit Ihrer Steuer­erklärung. Das gilt vor allem, wenn Sie Fonds­­anteile bei einer deut­schen Depot­bank ver­wahren. Der Grund: Die Depot­bank führt die Abgeltungssteuer auf Fondserträge nun automatisch ab – mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber Investmentsteuerreformgesetz.

Bitcoin, Ethereum & Co. – Kryptowährungen von der Steuer absetzen

Krypto­­währungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple wurden von der BaFin inzwi­schen als „Rech­nungs­­ein­heit“ einge­­stuft. Die digitalen Coins und Token unter­lie­gen damit steuer­­li­chen Auf­la­gen. Ge­winne, die durch eine Investition in Internet-Wäh­rungen er­zielt wurden, müssen aus diesem Grund in der Steuer­­erklä­­rung an­ge­­geben wer­den.

Aus­schlag­gebend dafür, ob auf eine Krypto­währung Steuern anfallen oder nicht, ist der Zeit­punkt des Kaufs und des Verkaufs, also letztlich die Halte­dauer. Wenn Sie in Bitcoin, Ethereum & Co. investiert sind, dann lesen Sie zu diesem Thema unseren Rat­geber Bit­coin-Steuer­erklärung und erfahren Sie, wie Sie eine Krypto­währung steuer­lich geltend machen.

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Steuererklärung: Was ist das?

Bevor wir Ihnen verraten, was Sie bei einer Steuererklärung alles steuerlich geltend machen können und worauf Sie beim Ausfüllen des Antrags achten sollten, beantworten wir hier nun zunächst zwei grundsätzliche Fragen: Was ist eine Steuerklärung und warum bekommen Steuerzahler bei Abgabe Geld vom Staat zurück?

Unterschied zwischen Lohnsteuer und Einkommensteuer

Für die Steuererklärung ist es wichtig zu wissen, dass Steuer nicht gleich Steuer ist. Es gibt einen kleinen und feinen Unter­schied zwischen Lohnsteuer und Einkommen­steuer.

Die Lohnsteuer ist der Einkommensteuer untergeordnet. Alle Arbeitnehmer, die ein Einkommen durch eine un­selbst­ständige Tätig­keit erzielen, zahlen Lohnsteuer – und ge­ben entspre­chend eine Lohn­steuer­erklärung ab.

Erzielt ein Arbeitnehmer zum Beispiel durch Vermietung, Verpachtung oder Kapi­tal­ge­winne ein zusätz­liches Ein­kommen, dann wird auf dieses zusätz­liche Ein­kommen Ein­kom­mens­steuer erhoben. Die Steuer­erklä­rung des Arbeit­nehmers wird dann auto­matisch von der Lohnsteuererklärung zur Ein­kommens­steuer­erklärung. Von dieser Ein­kommen­steuer­erklä­rung ist die Lohn­steuer­erklärung ein Bestandteil.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Pensio­nistinnen und Pensio­nisten Lohn­steuer zahlen, Selbständige hin­gegen zahlen Ein­kommen­steuer.

Hinweis: Für die Steuererklärung ist diese begriff­liche Unter­scheidung nicht ent­schei­dend. Wichtig für Sie als Steuer­zahler ist aller­dings, dass es für Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer zusätz­liche Absetzbeträge, beson­dere Steuer­befreiungen und Sonder­be­stim­mungen für die Besteue­rung bestimmter „Sonstiger Bezüge“ gibt. Dies kann sich auf die Höhe Ihrer Steuererstattung auswirken.

Steuererklärung: Was bekomme ich zurück und warum?

Eine Steuer­erklärung zeigt dem Finanzamt, einfach gesagt, die Ein­kommens­verhält­nisse an. Anhand der Steuer­­erklä­rung können die Behörden die Höhe der Einkommen­­steuer er­mitteln, die jeden Monat anfällt. Manchmal kann es dabei vorkommen, dass Steuer­zah­ler inner­halb eines Jahres zu viel Steuern an den Fiskus abtreten. Das passiert dann, wenn über das Jahr hinweg (im Privatleben und im Zusammenhang mit der Arbeit) Ausgaben anfallen, die steuerlich absetzbar sind. Dazu gehören beispiels­weise Kosten für den Arbeits­weg, Hand­werk­erkosten oder Kosten zur Kinder­betreuung.

Die Steuer­erklärung hilft, die eigenen (zusätzlichen) Ausgaben dem Finanzamt mit­zuteilen und dort steuer­lich geltend zu machen. Im Ideal­fall profi­tieren Sie als Steuer­zahler so von einer Steuer­rück­erstattung.

Wichtig: In einigen Fällen kann es auch vorkommen, dass Steuerzahler im Laufe eines Jahres zu wenig Steuern gezahlt haben. Das trifft meistens auf Selbstständige zu, die häufig eine Steuernachzahlung leisten müssen.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Einige Steuer­zahler geben freiwillig eine Steuer­erklä­rung ab, weil sie sich eine kräf­tige Steuer­erstat­tung er­hoffen. Es gibt aber auch viele Steuerzahler, die eine Steuer­erklä­rung abgeben müssen. Dazu zählen folgende Gruppen:

Steuererklärung: Was ist absetzbar?

Arbeitsweg, Hand­werk­erkosten, Kinder­betreuung, Spenden – wir führen Ihnen im Folgenden die wichtigsten Posten auf, die Sie in Ihrer Steuererklärung absetzen können. Darüber hinaus verraten wir Ihnen, wo Sie diese im Steuerformular eintragen müssen und worauf Sie beim Ausfüllen der Steuererklärung achten sollten.

Werbungskosten

Alle Ausgaben rund um den Beruf werden als Werbungs­kosten bezeichnet. Sie als Steuer­zahler können für Fahrt­kosten, Fort­bildung, Arbeits­mittel und viele Dinge mehr eine Steuer­erstattung erhalten. Jeder Arbeitnehmer kann seit Kurzem einen Pauschalbetrag von 1.000 Euro steuerlich geltend machen. Bei höheren Ausgaben ist es auch möglich, mehr abzusetzen, genaue Nachweise sind dann allerdings erforderlich. Zu den Wer­bungs­kosten, die in Paragraf 9 Einkommensteuergesetz gesetz­lich gere­gelt sind, zählen unter anderem fol­gende Aus­gaben:

Nicht zuletzt können Sie auch die Steuer­beratungs­kosten für die Er­stellung der Anlage N absetzen. In der Anlage N der Steuer­erklärung sind die Einnahmen aus nicht­selbst­stän­diger Arbeit auf­geführt. Im Folgenden schlüsseln wir die wichtigsten Beispiele für Werbungs­kosten ausführlich für Sie auf.

Arbeitsmittel

Arbeitsmittel sind Gegenstände, die Sie brauchen, um Ihre beruflichen Aufgaben zu er­le­digen. Diese können Sie steuerlich geltend machen. Das können Fachbücher, eine Akten­tasche, Stifte und auch Geräte wie ein Computer oder ein Smartphone sein. Wichtig ist, dass Sie das Arbeitsmittel tatsächlich beruflich nutzen. Die kompletten Kosten dürfen Sie ansetzen, sobald Sie das Arbeitsmittel zu mehr als 90 Prozent beruflich nutzen.

Sie können ein­zelne Arbeits­mittel bis zu einem Kauf­preis von jeweils 952 Euro brutto (800 Euro netto + 19 Prozent Mehr­wert­steuer) voll absetzen. Diese Arbeits­mittel gelten als Gering­wer­tige Wirt­schafts­güter (GWG), bei denen eine Ab­schrei­bung über mehrere Jahre nicht not­wendig ist. Ha­ben Sie mehr für das ein­zelne Arbeits­mittel be­zahlt, dann müssen Sie den Kauf­preis über mehrere Jahre abrechnen. Einen Computer schreiben Sie beispielsweise über drei Jahre ab, Möbel über 13 Jahre. Die „Absetzung für Abnutzung“, wie Abschreibungen im Finanzamts-Deutsch heißt, legt das Bundesfinanzministerium fest – mehr dazu erfahren Sie hier.

Wichtig ist immer, dass Sie die Kosten nur zu dem Anteil absetzen können, zu dem Sie das Arbeits­mittel beruflich nutzen – die private Nutzung ist nicht absetzbar.

Auch immaterielle Wirtschaftsgüter, die Sie beruflich nutzen, sind absetzbar, zum Beispiel Software oder ein privater Telefon- und Internetanschluss. Einen Teil der Kosten des Te­le­fon- und Internetanschlusses können Sie steuerlich geltend machen. Das Finanzamt an­er­kennt 20 Prozent des Rechnungsbetrages, höchstens 20 Euro im Monat.

Tragen Sie die Ausgaben für die beruflich genutzten Arbeitsmittel in die Zeilen 41 und 42 der Anlage N Ihrer Steuererklärung ein.

Hinweis: Haben Sie Arbeitsmittel, die Sie für die Ausübung Ihres Berufes benötigen (zum Beispiel Berufs­bekleidung wie Arbeitsschuhe), selbst bezahlt, dann können Sie die Kosten absetzen. Die Kleidung muss aber fast ausschließ­lich zur beruflichen Nutzung bestimmt sein. Aber: Müssen Sie nach einem beruflichen Aufstieg einen bestimmten „Dresscode“ einhalten, dann haben Sie schlechte Karten. Ihre Kosten für den „Chefanzug“ wird das Finanzamt nicht anerkennen, weil eine private Nutzung möglich ist.

Arbeitszimmer

Wer einen Großteil seiner Arbeitszeit im häuslichen Arbeitszimmer verbringen muss, kann die Kosten dafür von der Steuer absetzen. Die Haupttätigkeit von Lehrern beispielsweise liegt außerhalb des Büros bzw. außerhalb der Schule, gleichzeitig bekommen sie aber kein eigenes Büro gestellt. Die Obergrenze für das Arbeitszimmer liegt bei 1.250 Euro.

Diese Obergrenze fällt weg, wenn das Arbeitszimmer nicht in der eigenen Wohnung liegt oder zumindest einen eigenen Eingang hat. Dann können sämtliche Kosten abgesetzt werden.

Bei der steuer­lichen Aner­kennung spielt neben Größe und Lage des Arbeits­zimmers in der Wohnung auch die Art der Nutzung sowie die Aus­stattung eine Rolle. In der Regel erwartet das Finanzamt eine „büromäßige Einrichtung“, die ins­beson­dere aus Schreib­tisch, Stüh­len, Rega­len und Akten­schrän­ken bestehen sollte. Betten, Fern­seher, Wasch­ma­schinen und andere (Freizeit-)Gegen­stände erwecken hin­gegen den An­schein einer pri­vaten Nutzung und sind in der Regel nicht absetz­bar. Es kommt dabei aber auf den Einzelfall an, denn das häus­liche Arbeits­zimmer eines Musikers oder Malers muss nicht zwingend „büromäßig“ eingerichtet sein.

Wichtig: Der Bundes­finanz­hof stellte in einer Grund­satz­entschei­dung fest, dass nur zeit­weise für die Arbeit genutzter Raum nicht steuerlich aner­kannt wird.

Fahrtkosten

Einen Teil der Ausgaben Ihres Arbeits­weges können Sie sich vom Finanzamt zurück­holen. Pro Kilo­meter gibt es eine Entfernungspauschale von 30 Cent. Das Verkehrsmittel spielt keine Rolle, es zählt allerdings nur die kürzeste Verbindung zur Arbeit und nur einfach, also nicht Hin- und Rückweg in Summe. Nicht absetzen lassen sich die Fahrtkosten zur Schule der Kinder.

In den Zeilen 31 bis 38 der Anlage N geben Sie die Adresse Ihrer Arbeits­stätte, die Ent­fer­nungs­kilometer sowie Ihre Arbeits-, Urlaubs- und Krank­heits­tage an. Wenn Sie für den Arbeitsweg öffent­liche Verkehrs­mittel wie Bus und Bahn nutzen, können Sie alter­nativ Ihre Aus­gaben für die Fahr­karten angeben. Das macht natürlich nur Sinn, wenn die Ticket­kosten höher sind als die pauschale Abrechnung nach Entfernungs­kilometer.

Tipp: Auch Ihre Fahrt­kosten zum Kauf von Arbeits­mitteln können Sie als Wer­bungs­kosten absetzen. Sind Sie bei­spiels­weise zum Möbel­haus gefahren, um einen neuen Schreib­tisch zu kaufen, können Sie dies ebenfalls steuer­lich gel­tend machen.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Haus­halts­hilfen, Pflege­dienste, Garten­arbeiten – für diese soge­nannten haus­halts­nahen Dienst­leistungen dürfen Sie in der Steuererklärung höchstens 20.000 Euro Kosten geltend machen, von denen bis zu 20 Pro­zent direkt von der Steuer abge­zogen werden. Der Höchst­betrag liegt pro Jahr entsprechend bei 4.000 Euro.

Haushaltsnahe Dienstleistungen können Sie auch in der Zweit- oder Ferienwohnung steuerlich geltend machen. Der Maximalbetrag gilt allerdings für alle Wohnsitze zusammen.

Sie benötigen eine Rechnung über die Kosten und Sie müssen die fälligen Beträge an Ihre Hilfe überweisen. Die Ausgaben tragen Sie in Zeile 71 und 72 des Haupt­vordrucks ein. Die Kosten für Haus­halts­hilfen, die nur als Minijobber beschäftigt sind, lassen sich bis zu 2.550 Euro im Jahr geltend machen. Auch hiervon werden 20 Prozent von der Steuer gemindert.

Hand­werk­erleistungen

Für Handwerkerleistungen können Sie 6.000 Euro pro Jahr in Ihrer Steuer­erklärung gel­tend machen. Wie bei haushaltsnahen Dienst­leistungen lassen sich 20 Prozent di­rekt von den Steuern ab­ziehen, also 1.200 Euro. Material­kosten zählen dabei nicht.

Zu Handwerkerleistungen gehören unter anderem Maler­arbeiten, der Schorn­steinfeger oder der Aufbau von Möbeln. Auch die Kosten für die Reparatur oder die Wartung von Elektrogeräten wie Kühl­schrank, Herd oder Wasch­maschine werden vom Finanz­amt an­er­kannt.

Die Ausgaben für die Handwerkerdienste geben Sie in Zeile 73 des Haupt­vordrucks an. Mieter können entsprechende Posten der Neben­kosten­abrechnung als Hand­werk­er­leistungen absetzen.

Vorsicht: Bezah­len Sie auf keinen Fall in bar und lassen Sie sich eine Rech­nung vom Hand­werker ausstellen.

Versicherungen

Sie können einige Kosten rund um Versicherungen steuerlich geltend machen, aber nicht alle. Es gilt die Faustregel: Kosten Ihrer Lebens­führung, die unver­meidbar Ihre wirt­schaft­liche Leistungs­fähig­keit mindern, können Sie von der Steuer absetzen. Der Gesetzgeber definiert diese Kosten als Sonderausgaben.

Sie können entsprechend Versicherungsbeträge für sogenannte Alters­vor­sorge­auf­wen­dungen, also für die gesetzliche Rentenversicherung, für das Versorgungswerk und die private Rentenversicherung (Rürup-Verträge und Riester-Rente) absetzen. Außerdem können Sie sonstige Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend machen. Dazu gehören unter anderem die Ausgaben für folgende Versicherungen:

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