Rückblick Mai 2020 Aktuelle Trading News

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Rückblick: Trading News vom 11. bis 25. Mai 2020

In den USA bestimmte in den letzten Wochen erneut Donald Trump die Schlagzeilen. Fast täglich kommen neue Informationen an die Öffentlichkeit. Unter anderem geht es um mögliche Kontakte seines Teams zu Russland während des Wahlkampfs. Zudem soll Trump bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Geheimdienstinformationen weitergegeben haben. Im Zusammenhang mit der Russland-Affäre steht wohl auch die Entlassung von CIA-Chef James Comey. Derzeit ist Trump auf seiner ersten Auslandsreise unterwegs, die ihn zunächst nach Saudi-Arabien führte. Die Turbulenzen rund um Donald Trump bewegen auch die Anleger an der Wall Street. Der Dollar fiel zwischenzeitlich auf ein Sechs-Monats-Tief und auch zahlreiche Aktien mussten Verluste hinnehmen.

In Europa sorgt der frischgebackene französische Präsident Emmanuel Macron für Aufsehen. Seine erste Auslandsreise führte ihn zu Angela Merkel nach Berlin. Zudem stellte er sein Kabinett vor. Viele der neuen Minister sind in Europa bestens vernetzt und sprechen sehr gut Deutsch, was den pro-europäischen Kurs Macrons unterstreicht. Möglicherweise könnte Macron tiefgreifende Reformen der EU anstoßen.

Wirtschaft

EU

Gute Stimmung in der Weltwirtschaft

Laut dem Ifo-Institut ist die Stimmung in der Weltwirtschaft so gut wie seit Mitte 2020 nicht mehr. Das Barometer für das Weltwirtschaftsklima stieg im zweiten Quartal von 2,6 auf 13 Punkte. Ein derart deutlicher Zuwachs wurde zuletzt im Januar 2020 gemessen. Das Ifo-Institut befragte 1100 Experten aus 120 Ländern, die die aktuelle Wirtschaftslage und die Aussichten für die Zukunft deutlich positiver bewerteten. In fast allen Regionen der Welt habe sich die Stimmung verbessert, vor allem aber in der EU. Auch in Lateinamerika, wo die Lage mehrheitlich schlecht beurteilt wurde, hellen sich die Aussichten jedoch auf. In Schwellen- und Entwicklungsländern war ebenfalls eine positive Entwicklung feststellbar. Lediglich in Afrika und dem Nahen Osten sowie in der Türkei verschlechterte sich das Wirtschaftsklima.

Britische Wirtschaft schwächelt deutlich

Die britische Wirtschaft zeigt mittlerweile deutliche Schwächen. Das Wirtschaftswachstum hat sich seit Anfang des Jahres mehr als halbiert. Zudem senkte die Industrie den dritten Monat in Folge ihre Produktion. Auch das britische Pfund präsentiert sich weiterhin schwach und sorgte damit für einen Anstieg der Inflation. Aus einer Prognose der britischen Notenbank geht hervor, dass sich die britischen Verbraucher in diesem Jahr auf einen stärkeren Anstieg der Preis einstellen müssen als noch zu Jahresbeginn gedacht. Ende 2020 soll die Inflation dann laut der Prognose der Bank of England ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen. Die Teuerungsrate soll dann mehr als 2,8 Prozent betragen. Zudem wird erwartet, dass sich die britischen Verbraucher auch in den kommenden Jahren auf höhere Inflationsraten einstellen müssen. In drei Jahren soll die Inflationsrate noch immer bei 2,26 Prozent und damit über den BoE-Ziel von zwei Prozent, liegen. Premierministerin Theresa May kündigte im Wahlkampf für die vorgezogenen Neuwahlen im Juni an, die stark gestiegenen Energiepreise zu begrenzen und damit Familien zu entlasten.

Wachstumsprognose für Euroraum leicht angehoben

Die EU-Kommission sieht eine positive Entwicklung der Eurozone. Es gebe mehr Wachstum, weniger Arbeitslose und geringere Schulden. Daher erhöhte die EU-Kommission ihre Vorhersage für das Bruttoinlandsprodukt für das laufende Jahr leicht von 1,6 auf 1,7 Prozent. Für 2020 wird ein BIP von 1,8 Prozent erwartet. Der für den Euro zuständige EU-Kommisar Valdis Dombrovskis sagte, dass das Wachstum im Euroraum an Fahrt gewinne. Auch Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici unterstrich diese Einschätzung. Weiterhin sieht die EU-Kommission aber Risiken wie die US-Handelspolitik und die Brexit-Verhandlungen.

Wachstum der Billigflug-Branche

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Einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zufolge wächst die Billigflug-Branche dank Anbietern wie Ryanair und Easyjet. Beide Anbieter haben die Anzahl ihrer Flugverbindungen im Winter erhöht. Das Streckennetz der Billiganbieter umfasst nun 518 unterschiedliche Strecken mit Start in Deutschland und erreichte im Winterhalbjahr einen neuen Höchstwert. Die Hälfte des Marktes kontrollieren die Lufthansa-Töchter Eurowings und Germanwings. Dazu kommen einige schnell wachsende Anbieter wie das ungarische Unternehmen Wizz Air. Laut dem DLR sind rund 23 Prozent aller Flüge, die in Deutschland abheben, Low-Cost-Verbindungen.

Allerdings hinkt damit der deutsche Markt noch deutlich hinterher. Europaweit sind 29 Prozent aller Flüge Low-Cost-Verbindungen. Da vor allem Ryanair und Wizz Air mittlerweile auch verstärkt an großen Flughäfen auftreten, die Konkurrenz wächst und die Ölpreise niedrig sind, wurden auch die Flugtickets im Vergleich zum Vorjahr deutlich günstiger. Zahlte man vor einem Jahr noch zwischen 64 und 107 Euro für Verbindungen innerhalb Europas, sind es heute nur noch 44 bis 105 Euro.

Passagier-Rekord an deutschen Flughäfen

Auch an den deutschen Flughäfen freut man sich über positive Zahlen. Zu Jahresbeginn sind so viele Fluggäste von deutschen Flughäfen gestartet wie noch nie in einem ersten Jahresquartal. Laut dem Statistischen Bundesamt flogen zwischen Januar und März vier Prozent mehr Passagiere von deutschen Flughäfen ab. Insgesamt konnte das Statistikamt in den ersten drei Monaten des Jahres 23,5 Millionen Fluggäste registrierten. In der Regel fliegen zu Jahresbeginn nur vergleichsweise wenig Menschen und Fluggesellschaften machen in dieser Jahreszeit oftmals Verluste. Innerhalb Deutschlands lag der Zuwachs mit 2,9 Prozent unter dem Durchschnitt; Flüge ins Ausland mit 4,3 Prozent jedoch leicht darüber. Den größten Zuwachs erreichten Flüge in Richtung Afrika. Dort lag das Plus bei fast 14 Prozent. Die Flüge in die Türkei gingen dagegen um fast 18 Prozent zurück.

Merkel hält Ziel von einer Million Elektro-Autos bis 2020 für unrealistisch

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, dass man das Ziel, dass im Jahr 2020 eine Million Elektro-Autos auf deutschen Straßen fahren sollen, nach derzeitigem Stand nicht erreichen werde. Allerdings könnte der Durchbruch für Elektroantriebe auch sehr plötzlich kommen. Merkel verwies dabei auf den plötzlichen Durchbruch bei Smartphones. Daher müsse man sich in Deutschland weiterhin auf die E-Mobilität vorbereiten. Allerdings läuft der Verkauf von Elektro-Autos nur sehr schleppend. Bundesweit sind bislang weniger als 100.000 Autos mit Elektroantrieb unterwegs.

Zahl der Fusionen und Übernahmen gestiegen

Zur Zeit sind deutsche Unternehmen im Ausland sehr gefragt. Die Zahl der Fusionen, Übernahmen und Beteiligungen hat sich 2020 mehr als vervierfacht. Die Gesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI), die für das Standortmarketing der Bundesrepublik zuständig ist, erfasste im vergangenen Jahr 1.707 Transaktionen. Im Jahr zuvor waren es nur 413. Dies zeigt, dass Deutschland sehr attraktiv für ausländische Investoren ist. Fast zwei Drittel der Transaktionen wurden durch Unternehmen aus den USA und Großbritannien getätigt. Zudem investieren chinesische Unternehmen in deutsche Unternehmen. Darüber hinaus gründeten 1.944 Investoren in Deutschland neue Vertriebsbüros oder Produktionsstätten. Diese Zahl ist ein neuer Rekord. Bereits in den acht Jahren zuvor wurde Jahr für Jahr eine neue Bestmarke aufgestellt. 281 dieser Projekte wurden von chinesischen Unternehmen aufgebaut, 242 von US-amerikanischen und 194 von Schweizer Unternehmen.

Bauboom in Deutschland schwächt sich ab

Erstmals seit fünf Jahren nahm die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen ab. Von Januar bis März wurden 5.600 Baugenehmigungen weniger ausgestellt als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt lag die Zahl bei 79.000 Genehmigungen. Dennoch sieht der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) weiterhin gute Rahmenbedingungen. Die Baubranche profitiert derzeit stark von niedrigen Zinsen. In den vergangenen Jahren investierten auch viele Privatpersonen in ihre Häuser und Wohnungen. Außerdem legen Investoren mangels Anlagealternativen verstärkt ihr Kapital in Immobilien an. Daher rechnet die Baubranche in diesem Jahr weiterhin mit einem deutlichen Wachstum.

Förderkosten bei Windparks sinken

Windenergie wird in Zukunft vermutlich billiger für die Stromkunden. In Zukunft bekommen neue Windparks nur noch durchschnittlich 5,71 Cent pro Kilowattstunde garantiert. Dies gab das Wirtschaftsministerium nach der ersten Ausschreibungsrunde für Windparks bekannt. Damit erhalten die Betreiber nun etwa 20 Prozent weniger als bisher. In der ersten Ausschreibungsrunde erhielten Betreiber den Zuschlag, die Windräder mit gut 800 Megawatt-Leistung betreiben. Vor kurzem gab es schon Veränderungen bei Off-Shore-Windparks im Meer. Die Betreiber dieser Windräder verzichten auf eine weitere staatliche Förderung. Dies wurde unter anderem von Vertretern der Grünen als Beweis für die Wettbewerbsfähigkeit der Windenergie gewertet. Nun könnten auch die Kosten für Verbraucher sinken.

Ölförderung weiterhin reduziert

Im Vorfeld des halbjährlichen Treffens der Opec in Wien war zu hören, dass die Opec und andere wichtige Ölförderstaaten wohl auch in Zukunft die Ölfördermenge reduzieren wollen, um damit den Ölpreis zu erhöhen. Mehrere Ölförder-Staaten haben sich dafür ausgesprochen, die seit Anfang 2020 geltenden Regelungen zur Kürzung der Fördermenge beizubehalten und um neun Monate bis zum Frühjahr 2020 zu verlängern. Ein endgültiger Beschluss wird wohl am Ende des Treffens mitgeteilt.

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USA

Warnung vor aggressiven Zinsschritten in den USA

James Bullard, der Chef des Fed-Ablegers in St. Louis, warnt vor einer zu aggressiven Vorgehensweise bei weiteren Zinserhöhungen. Die letzten Zahlen aus der US-Wirtschaft fielen eher durchwachsen aus. Daher sind seiner Ansicht nach zwei weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr womöglich zu aggressiv. Derzeit rechnen Experten jedoch mit einer weiteren Zinserhöhung im Juni. Bullard sprach auch die jüngsten Entwicklungen rund um Präsident Donald Trump an, der in den vergangenen Wochen unter anderem mit Kontakten seines Wahlkampfteams zu Russland und der Entlassung von CIA-Chef James Comey Schlagzeilen machte. Einige Enthüllungen der letzten Wochen haben Anleger an der Wall Street verunsichert. Zudem wachsen die Zweifel, ob Trump seine Steuersenkungs- und Investitionspläne durchsetzen kann.

Geld- und Währungspolitik

Geldpolitischer Kurs der EZB

Bald könnte sich der geldpolitische Kurs der EZB verändern. Vizechef Vitor Constancio kündigte an, dass die EZB in einigen Monaten ihren geldpolitischen Kurs neu ausrichten könnte. Bis Dezember sei der Kurs der EZB festgelegt. Dies bedeute aber automatisch, dass man im Herbst über das weitere Vorgehen entscheiden müsse. Dies ließ der Portugiese am Rande einer Finanzkonferenz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt verlauten.

Bis Mitte Dezember will die EZB weiterhin jeden Monat Wertpapiere im Wert von 60 Milliarden Euro ankaufen und so die Wirtschaft ankurbeln. An den Märkten spekuliert man derzeit, dass die EZB im Januar 2020 diesen Umfang reduzieren werde und im kommenden Jahr auch von der Nullzinspolitik abkehren wird. Allerdings betonte auch Constancio, dass die EZB nicht überstürzen werde. Erst wenn sich die Notenbank sicher sei, dass die Inflation nachhaltig sei, wird wohl die EZB ihren Kurs verändern.

Draghi sieht keinen Grund für Veränderungen

EZB-Präsident Mario Draghi sieht derzeit allerdings keinen Grund, Veränderungen am geldpolitischen Ausblick der Notenbank vorzunehmen. Zuletzt betonte Draghi immer wieder, dass die Schlüsselzinsen auch weit über das Ende der Anleihenkäufe hinaus niedrig bleiben werden oder sogar noch weiter fallen könnten. Bislang ist vorgesehen, dass zuerst die Anleihenkäufe beendet werden müssen, bevor man über Zinserhöhungen entscheiden kann. Kürzlich hatte der EZB-Direktor Benoit Coeure diese Reihenfolge infrage gestellt.

Britische Notenbank plant Leitzinserhöhung erst für 2020

Die britische Notenbank wird vor den für den 8. Juni geplanten Neuwahlen die Zinsen konstant halten. Eine Erhöhung des Leitzinses könnte erst im Jahr 2020, in dem der Austritt aus der EU endgültig vollzogen werden soll, anstehen. Der Chef der Bank of England, Mark Carney, geht von einem problemlosen Austrittsprozess aus. Eine Zinserhöhung Ende 2020 wäre dann die erste seit dem Jahr 2007. Allerdings könnte man sich auch etwas früher für eine geldpolitische Straffung entscheiden. Auf der Mai-Sitzung der BoE beließ die Notenbank auch den Umfang ihres Anleihen-Kaufprogramms bei 435 Milliarden Pfund. Der Leitzins bleibt weiterhin auf dem historisch niedrigen Stand von 0,25 Prozent. Auf dieses Niveau reduzierte die britische Notenbank den Leitzins nach dem Brexit-Votum.

Negativzinsen laut Schweizerischer Notenbank weiterhin notwendig

Die Schweizerische Notenbank (SNB) ist der Ansicht, dass die derzeitigen Negativzinsen von minus 0,75 Prozent weiterhin notwendig sind. Der Präsident der Notenbank Thomas Jordan hält diese ebenso wie die Interventionen am Devisenmarkt weiterhin für notwendig, da der Franken noch immer deutlich überbewertet sei. Wenn sich allerdings die europäische Geldpolitik normalisiere, würde sich auch der Druck auf den Franken reduzieren. Aber auch eine Normalisierung der europäischen Geldpolitik könnte dazu führen, dass die Zinsen weiterhin verhältnismäßig niedrigen bleiben werden. Laut Jordan würde eine Zinserhöhung dazu führen, dass der Franken weiter aufgewertet würde.

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Rückblick: Trading News vom 25. Mai bis 8. Juni 2020

Ende Mai war US-Präsident Donald Trump zum ersten Mal in Europa unterwegs. Unter anderem nahm er am NATO-Gipfel in Brüssel sowie am G7-Gipfel im italienischen Taormina teil. Wie erwartet sorgte die Reise des US-Präsidenten für allerhand Gesprächsstoff. In Taormina ging es vor allem um die Themen Entwicklungshilfe und Klimaschutz. Dort wurden erneut Differenzen zwischen Donald Trump und den übrigen Gipfelteilnehmern deutlich. Wenige Tage nach dem Treffen auf Sizilien verkündete Trump dann den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen.

Wirtschaft

EU

Bankenrettung in Italien

Die italienische Regierung kündigt weitere Gespräche mit der EU zur Rettung der beiden Krisenbanken Popolare di Vicenza und Veneto Banca. Zuvor hatte die EU die Rettungsvorschläge der italienischen Regierung abgelehnt. Laut Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan sollen nun weitere Gespräche stattfinden, um eine Lösung zu finden. Laut EZB fehlen beiden Banken derzeit 6,4 Milliarden Euro. Schon im März wurden Staatshilfen beantragt. Die EU fordert jedoch, dass sich private Geldgeber mit einer Milliarde Euro an der Rettung der Banken beteiligen. Diese Summe war der italienischen Regierung jedoch zu hoch. Gelder aus dem Bankenhilfsfonds mit einem Volumen von 20 Milliarden Euro, der im Dezember von der italienischen Regierung eingeführt wurde, wurden bereits verwendet, um die Bank Monte dei Paschi di Siena zu retten.

OPEC-Treffen in Wien

Auf dem OPEC-Treffen in Wien Ende Mai beschloss die Organisation erdölexportierender Länder, die Begrenzung der Ölfördermenge bis März 2020 beizubehalten. Das Ziel ist es, den Markt zu stabilisieren. Weitere Kürzungen wurden unter anderem von Saudi-Arabiens Energieminister Khalid Al-Falih abgelehnt. Dies führte dazu, dass die Ölpreise zunächst sanken. Die Reduzierung der Ölmenge führt dazu, dass die ölfördernden Länder weniger Einnahmen erzielen. Daher gilt eine weitere Verlängerung als unwahrscheinlich. Der Ölpreis konnte sich seit der Einführung der Begrenzung bei etwa 50 Dollar pro Fass stabilisieren.

Seit Mitte 2020 fiel der Ölpreis sehr stark. Dies erfreute die Verbraucher, bedeutete aber hohe Verluste für Förderunternehmen und Ölstaaten. Eine deutliche Verteuerung des Ölpreises konnte bislang jedoch nicht erreicht werden. Daher wird sich nach Ansicht von Experten der Ölpreis bei einer Fortsetzung des Produktionslimits nicht deutlich verändern. Zudem wurde auf dem Treffen in Wien Äquatorialguinea als 14. Mitglied in die Staatenorganisation aufgenommen. Russland und einige andere Länder, die nicht Mitglied der OPEC sind, nahmen ebenfalls an den Beratungen teil.

EZB blickt mit Sorge auf einzelne Länder

Die Verschuldung einzelner Länder in der Eurozone macht der EZB Gedanken. In den vergangenen Monaten habe die Gefahr zugenommen, dass dieses Thema wieder in den Fokus rücken könnte. Dies geht aus dem Bericht zur Finanzstabilität der EZB hervor. Politische Unsicherheiten könnten das Wachstum bremsen und Risiken verursachen. Dies könnte Sorgen um die Schuldentragfähigkeit einiger Länder zur Folge haben. Welche Staaten die EZB vor allem im Auge hat, geht aus dem Bericht nicht hervor. Ökonomen haben allerdings vor allem Italien im Blick, dessen Staatsverschuldung derzeit etwa 133 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmacht.

Insbesondere die Gefahr starker Kursbewegungen am Staatsanleihen-Markt sei weiterhin groß. Nach der Präsidentenwahl in Frankreich sanken allerdings die Rendite-Unterschiede leicht. Die aktuellen Risiken seinen dennoch nicht vergleichbar mit der Situation während der Schuldenkrise 2020. Im anstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU sieht die EZB keine Gefahr für die Finanzstabilität im Euroraum.

Deutsche Wirtschaft nach G7-Gipfel weiterhin besorgt

Beim G7-Gipfel einigten sich die Teilnehmerstaaten letztendlich doch auf einen Kompromiss beim Thema Freihandel und Protektionismus. Dennoch zeigt sich die deutsche Wirtschaft weiterhin besorgt über die Zukunft der Beziehungen zu den USA. Der Industrieverband BDI sieht ebenso wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag große Unsicherheit bei Unternehmen. BDI-Präsident Dieter Kempf bewertet den Kompromiss zum Protektionismus als enttäuschend und sieht kein klares Signal für Freihandel und weltweiten Klimaschutz. Die deutsche Wirtschaft sei auf Verlässlichkeit und klare Rahmenbedingungen angewiesen. Daher müsse Europa nun mehr Verantwortung übernehmen und die internationalen Handelsregeln noch aktiver mitgestalten. Dennoch bleibe die USA ein wichtiger Partner.

Die Kreditvergabe an Unternehmen nahm zuletzt so stark zu, wie seit sechs Jahren nicht mehr. Im gesamten Euroraum wurden im April 2,4 Prozent mehr Kredite an Unternehmen vergeben als im gleichen Zeitraum 2020. Der Chefvolkswirt der deutschen Förderbank KfW, Jörg Zeuner, wertet dies als Anzeichen dafür, dass die Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft schauen. Damit jedoch der Investitionsrückstand aus den Krisenjahren aufgeholt werden kann, muss sich diese Entwicklung fortsetzten. Auch Privathaushalte bekamen im April 2,4 Prozent mehr Kredite als vor einem Jahr. Vor allem die Vergabe von Krediten für den Immobilienerwerb nahm mit drei Prozent deutlich zu. Auch bei den Verbraucherkrediten gab es mit 4,6 Prozent einen klaren Zuwachs.

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Keine neuen 1- und 2-Cent-Münzen mehr in Italien

Italien wird ab den 1. Januar 2020 die Prägung von 1- und 2-Centmünzen einstellen und damit die kleinen Münzen abschaffen. Dies entschied die Bilanzkommission der Abgeordnetenkammer in Rom. Preise werden somit in Zukunft auf den nächsthöheren 5-Cent-Betrag aufgerundet. Laut der Demokratischen Partei, die den Vorschlag eingebracht hatte, seien die kleinen Münzen sehr kostspielig für den Handel. Die Herstellungskosten seien im Vergleich zum Materialwert sehr hoch. Innerhalb eines Monats muss die Bilanzkommission ihre Entscheidung der EZB mitteilen. Die 1- und 2-Cent-Münzen, die oft als unhandlich eingeschätzt werden, sorgen auch in anderen Ländern immer wieder für Diskussionen. Auch in Deutschland hatte sich vor zwei Jahren in einer Umfrage die Mehrheit der Befragten für eine Abschaffung ausgesprochen. Allerdings lehnt es die Mehrheit der Deutschen ab, komplett auf Bargeld zu verzichten.

Umsatzeinbußen im Einzelhandel

Für die deutschen Einzelhändler begann das zweite Quartal mit leichten Umsatzeinbußen. Die Einnahmen sanken im April um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Analysten hatten dagegen mit einem leichten Umsatzplus gerechnet, da die Einnahmen im Einzelhandel in den Monaten zuvor gestiegen sind. Im ersten Quartal konnten die Einzelhändler in Deutschland ein Plus von 25,5 Prozent erzielen. Der Internet- und Versandhandel konnte seine Umsätze sogar um 7,2 Prozent erhöhen. Auch Einzelhändler, die Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte und Baubedarf führen, konnten sich um 3,2 Prozent mehr Umsatz freuen.

Hoteliers und Gastronomen erwarten den Sommer

Das deutsche Gastgewerbe erwartet die Sommermonate mit Zuversicht. Allerdings sanken zuletzt die Einnahmen der Gastronomen: Fast die Hälfte der Gastronomen und über ein Drittel der Hoteliers beklagten sinkende Gewinne. Für April bis September erwarten jedoch knapp zwei Drittel der Hoteliers sowie gut 50 Prozent der Gastronomen steigende Umsatzzahlen. Dies ergab eine Umfrage des Branchenverbands Dehoga unter 2.500 Betrieben. Dehoga-Präsidet Guido Zöllick sieht den Grund für die schwächelnden Gewinne in der Arbeitszeit. Der Verband fordert eine wöchentliche Höchstarbeitszeit statt einer täglichen. Dies sorge für mehr Flexibilität, verlängere jedoch nicht die Gesamtarbeitszeit. Auch der bürokratische Aufwand im Zusammenhang mit der Einführung des Mindestlohnes belastet die Unternehmen im Hotelgewerbe. Dennoch erwartet der Dehoga in diesem Jahr ein Umsatzplus von zwei Prozent.

Baubranche mit guten Aussichten

Der gute Jahresauftakt sowie ein großzügiges Auftragspolster lässt die deutsche Baubranche optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf blicken. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) erwartet ein Umsatzplus von sechs Prozent auf 113,5 Milliarden Euro. Bislang ging man von fünf Prozent Wachstum aus. Die Baukonjunktur läuft damit noch besser, als zu Jahresbeginn erwartet. Schon im ersten Quartal lagen die Umsätze fast zwölf Prozent höher als im Vorjahr. Das Neugeschäft konnte zehn Prozent dazugewinnen. Auch die Auftragsbücher sind gut gefüllt: Die Auftragsbestände liegen mit 35 Milliarden Euro auf einem Rekordniveau. Daher rechnet der HDB bis zum kommenden Jahr mit 25.000 neuen Arbeitsplätzen in der Branche.

Die Signale für das laufende Quartal sind sehr positiv. Die Auftragsbestände reichen derzeit für 3,8 Monate und damit deutlich länger als gewöhnlich. Dies hat den Hintergrund, dass dringend zusätzlicher Wohnraum benötigt wird und die Investitionen der öffentlichen Hand zunehmen. Für 2020 rechnet der Branchenverband mit einem Umsatzzuwachs von 5,5 Prozent.

USA

US-Wirtschaft verliert an Schwung

Seit dem Amtsantritt von Donald Trump im Januar wächst die Konjunktur so langsam, wie seit einem Jahr nicht mehr. Von Januar bis März wuchs das BIP aufs Jahr hochgerechnet nur um 1,2 Prozent. Dies teilte das US-Handelsministerium in einer zweiten Schätzung mit. Zunächst ging man sogar nur von einem Wachstum von 0,7 Prozent aus. Ende 2020 lag das Wachstum noch bei 2,1 Prozent. Die US-Bürger gaben Anfang des Jahres nur 0,6 Prozent mehr aus. Dies war so wenig wie seit Ende 2009 nicht mehr. Darüber hinaus sanken die Ausgaben des Staates um 1,1 Prozent. Der Export sowie Investitionen konnten der Wirtschaft dagegen Impulse geben.

Dennoch erwarten Ökonomen für Juni eine weitere Zinserhöhung durch die Fed. Bevor die Fed im Juni jedoch tatsächlich die Zinsen anhebt, will die Notenbank Signale für eine Festigung des Aufschwungs abwarten. Die US-Industrie konnte sich beispielsweise im April über mehr Aufträge als erwartet freuen. Die Bestellungen für langlebige Güter sanken jedoch um 0,7 Prozent.

Im Mai wurden in den USA etwa 1,5 Millionen Neuwagen zugelassen. Dies ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Die Verkäufer versuchten, mit zum Teil hohen Rabatten – vor allem über das lange Wochenende am Memorial Day – die Verkäufe anzukurbeln. Die Hersteller waren wohl bereit für Verkaufsanreize. Das Ziel war es, die Kunden dazu zu animieren, ihren neuen Wagen direkt zu kaufen, nicht zu leasen.

Fed-Mitglied für Beginn von Bilanzabbau

Loretta Mester, die Chefin der Notenbank von Cleveland, vertritt die Ansicht, dass die Fed noch in diesem Jahr mit dem Bilanzabbau beginnen sollte. Derzeit liegt die Bilanzsumme bei 4,5 Billionen Dollar und wird am Ende laut Mester höher liegen als vor der Finanzkrise. Der Grund dafür ist, dass derzeit die Dollar-Nachfrage höher ist. Vor Ausbruch der Finanzkrise 2007 lag die Bilanzsumme der Fed noch bei nur 800 Milliarden Dollar. In den vergangenen Jahren wurde aber verstärkt Staatsanleihen und andere Wertpapiere gekauft, um die Konjunktur zu stützen. Dies hatte zur Folge, dass sich die Bilanzsumme deutlich aufblähte.

Kandidaten für Fed-Direktorium

US-Präsident Donald Trump plant angeblich, zwei konservative Kandidaten für das Direktorium der Fed zu nominieren. Laut der „New York Times“ sind der Universitätsprofessor Marvin Goodfriend sowie Randal Quarles, ein ehemaliger Mitarbeiter des US-Finanzministeriums, für zwei der drei vakanten Positionen im Gespräch. Beide gelten als Befürworter einer strafferen geldpolitischen Ausrichtung. Falls beide Kandidaten bestätigt werden, wird es durchaus wahrscheinlicher, dass die Fed schneller die Zinsen anhebt als bislang erwartet.

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Geld- und Währungspolitik

EZB dämpft Erwartungen

Die nächste Sitzung der EZB findet am 8. Juni in Tallinn statt. EZB-Führungsmitglieder dämpfen allerdings die Erwartung, dass die Zentralbank bei dieser Sitzung einen geldpolitischen Kurswechsel ankündigt. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet sagte auf einer Veranstaltung im bulgarischen Sofia, dass sich zwar die wirtschaftliche Erholung im Euroraum festige, aber man zunächst eine ausreichend breite und solide Informationsbasis schaffen müsse. Erst müsse sichergestellt sein, dass die vorhergesagte Entwicklung der Inflation robust, dauerhaft und selbsttragend sei. Unter anderem sei das Lohnwachstum noch immer verhalten. Auch Vitor Constancio, Vizedirektor der EZB, rät zur Vorsicht. Er befürwortet, die geldpolitischen Hilfen der Zentralbank nicht vorzeitig einzustellen.

Dennoch sind einige Experten der Meinung, die EZB könnte bereits im Juni Änderungen an ihrer Geldpolitik ankündigen. Kurz vor der Sitzung gingen Insider davon aus, dass die EZB-Verantwortlichen wohl ihre Wirtschaftsprognose anpassen werden, aber keine Veränderungen hinsichtlich ihrer derzeitigen Linie verkünden wird. So wird die EZB wohl ihre Wachstumsprognose etwas erhöhen, die Inflationsvorhersage jedoch nach unten korrigieren.

Inflationsrate in der Eurozone geht zurück

Laut dem Statistikamt Eurostat stiegen die Verbraucherpreise in der Eurozone im Mai nur noch um 1,4 Prozent, denn die Preise für Energie verteuerten sich weniger stark wie in den letzten Monaten. Noch im April lag die Inflationsrate bei 1,9 Prozent und verfehlte damit nur knapp das Ziel der EZB. Dieser überraschende Einbruch der Teuerungsrate macht einen Kurswechsel der EZB eher unwahrscheinlich. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten noch etwas weiter zurückgehen wird. Auch EZB-Chef Mario Draghi sagte zuletzt, dass eine geldpolitische Unterstützung weiterhin nötig sei.

IWF-Finanzmarktchef Tobias Adrian warnt vor zu schnellen Zinserhöhungen in Europa

Der IWF warnt ebenfalls vor einer schnellen Zinswende in Europa. Der Finanzmarktchef des IWF Tobias Adrian sagte in einem Interview mit dem „Focus“, dass Europa noch etwas entfernt von einer nachhaltigen Kehrtwende im Inflationsverlauf sei. Der IWF geht davon aus, dass die Inflationsrate ab Mai wieder etwas sinken und damit deutlich unter zwei Prozent, dem Zielwert der EZB, liegen wird. Auch die Kerninflationsrate sei mit 1,2 Prozent immer noch vergleichsweise niedrig. Daher sieht Adrian keine Notwendigkeit für Zinserhöhungen.

Markttechnische Betrachtung

Tageschart des DAX

Der deutsche Leitindex erreichte vor ein paar Wochen ein ATH. An diesem Punkt korrigierte der Kurs und es kam zu einem Rücklauf an die Marke von etwa 12500 Punkten. Diese Marke dient nun als untere Grenze einer Seitwärtsbewegung, in die der Kurs aktuell gefallen ist. Ob es sich um eine notwendige Korrektur handelte oder der Kurs weiterhin in dieser Range verbleiben wird, wird sich an bestimmten Marken zeigen. So wird sich in der nächsten Woche zeigen, ob der Kurs nachhaltig nach oben ausbrechen kann oder ob sich ein Doppeltop ausbildet. In diesem Fall würden Kurse von 12.000 Punkten durchaus möglich sein. Die Frage ist also, ob die aktuellen politischen Ereignisse den Kurs nachhaltig beeinflussen können oder ob die Charttechniker wieder das Ruder übernehmen. Ich rate in dieser Situation auf jeden Fall zu einer engen Absicherung. Mutige Trader könnten am ATH mit Short Optionen auf fallende Kurse setzen.

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Wirtschaft – Aktuelle Nachrichten

Wirtschaft

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Wegen Corona in Not

Schuldner lassen ihre Zahlungen stunden

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11.04.2020 09:20 Uhr

Gutscheinregelung wegen Corona

Zwangsdarlehen oder Atempause?

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