Indizes – die wichtigsten Indizes erklärt

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Aktien: Alle wichtigen Indizes erklärt

Wenn man sich die Börse so anschaut, dann ist es oft nicht einfach zu verstehen was sich dort eigentlich abspielt. Das Ganze fängt schon mit den Begriffen an. Oft kann man unter dem ganzen „Fachjargon“ nichts verstehen. Wir bemühen uns die Verbraucher und Anfänger so gut wie möglich aufzuklären. Wir sind uns bewusst, dass die Börse und das ganze Geschehen dort für jeden Anfänger sehr überwältigend sein kann. Es ist schon sehr wichtig sich intensiv mit dem Geschehen auseinanderzusetzen. Ein ordentlicher Input bildet eine hervorragende Informationsgrundlage, um sich ein besseres Bild über die Börse zu verschaffen. Es sollten aber nicht nur Bücher gelesen werden, die über Strategien oder Herangehensweisen berichten. Vielmehr ist es auch wichtig, dass man die einzelnen Begriffe studiert. Denn nur so kann man die Börse auch verstehen. In gewisser Hinsicht wird an der Börse eine eigene Sprache gesprochen. Sicherlicht kann es nicht verkehrt sein so viele Begriffe wie möglich zu verstehen. Als Interessent oder Anleger sollte man zumindest wissen welche verschiedenen Aktien es gibt, wo man sie kaufen kann und wie Broker hier weiterhelfen.

Die wichtigsten Aktienindizes auf einem Blick

In diesem Beitrag möchten wir ein Nachschlagewerk darstellen, welches die einzelnen Aktien-Indizes näher erklärt. Das Verstehen der Aktien-Indizes kann dem Anfänger helfen die Börse viel besser zu verstehen und die verschiedenen Kurse zu analysieren. Anfänger machen am Anfang häufig den Fehler, dass sie versuchen die Kurse von einzelnen Aktien zu analysieren. Dies ist aber mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Besser ist es, wenn man sich an den größten und bekanntesten Aktienindizes orientiert, und somit die genauen Kurswerte ermitteln kann.
Jetzt zu den Aktien-Indizes

Was ist überhaupt ein Aktienindex?

An den Börsen werden tausenden von Aktien gehandelt. Nicht jeder Anleger hat die Zeit oder die Lust sich mit der Börse intensiv zu beschäftigen. Viel wichtiger ist es nämlich hohe Renditen einzufahren. Die Beschäftigung mit den Einzelkursen kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Daher hat sich auch der Index herausgebildet. Dieser Index wird wie viele andere Indizes auch als Kursbarometer bezeichnet.

Grundsätzlich ist ein Indiz eine Ansammlung von einer festgelegten Anzahl von Aktien. Die Entwicklung aller gebündelten Aktien spiegelt sich in dem Aktienindex wider. Dadurch können Experten und Beobachter sofort erkenne wie sich der Kurs der ganzen Aktien im Index verhalten. Einen derartigen Index gibt es in den verschiedensten Ländern in den unterschiedlichsten Ausprägungen.

Weiterhin gibt es in jedem Land einen Leitindex. Dieser gilt als der wichtigste Index im ausgewählten Land. Der bekannteste Leitindex ist der Dow-Jones-Index, der aus den USA kommt. Natürlich gibt es auch in Deutschland einen Leitindex. Dieser wird als der DAX bezeichnet, Deutscher Aktienindex.

Dax30

Wichtigster Aktienindex in Deutschland

Der Dax setzt sich aus den Kursen der 30 größten Aktiengesellschaften zusammen, die börsennotiert sind. Diese aus Deutschland stammenden Unternehmen gehörten zu den bekanntesten in Deutschland und geben als Index einen aussagekräftigen Wert für den Anleger dar.

Der Deutsche Aktienindex ist im Jahr 1988 entstanden. Er wird zu diesem Zeitpunkt auf 1000 Punkte festgelegt.

Interessant ist sicherlich auch die der Dax30 überhaupt entstanden ist. Nur ein Jahr später nach der Entstehung kam es zu einem Absturz an der Börse. Der Dax30 brach um 13 Prozent ein.

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Als Anleger sollte man den Dax30 immer als etwas Ganzes betrachten. Die Gewichtung der Industrien spielt hier eine große Rolle. Auf diese Weise lassen sich nämlich interessante Prognosen aufstellen, die für den Anleger entscheidend sein können. Sehr stark vertreten ist die Automobilbranche. 4 der 30 Konzerne stellen Autos und Zulieferteile her. Mit 3 Vertretern ist aber auch die Chemie-Branche sehr gut vertreten. Daneben sind es die Versicherer, Banken und Versorgen, die den Rest des Dax30 Indexes ausmachen.

Der MDax heißt soviel wie „Mid-Cap-DAX“. Er wurde im Jahr 1996 auf den Markt gebracht. In diesem Index sind insbesondere die klassischen Branchen vertreten. Sämtliche Werte im MDax sind nach der Marktkapitalisierung, dem Börsenumsatz sowie der Rangliste geordnet. Der MDax umfasst einen Index bestehend aus 50 mittelgroßen Unternehmen, welche ihren Geschäftssitz in Deutschland haben.

Damit ein Unternehmen im MDax gelistet sein kann, muss eine Überprüfung durchgeführt werden. Diese wird zweimal im Jahr gemacht. Der MDax kann aber auch in ganz besonderen Fällen aktualisiert werden, wenn Beispiele eine Neuemission bevorstehen. Beim Mid-Cap-Dax sieht das ein bisschen anders aus. Hier müssen die größten 60 Unternehmen vertreten sein, die sich hinter den DAX-Werte ansiedeln.

TecDax

Der TecDax ist ein Aktienindex, der in Deutschland geführt wird. Er wurde im Jahr 2003 eingeführt und es gibt ihn nicht nur als Index, sondern auch als Performanceindex. Der TecDax ist der Nachfolger des Nemax50, welcher durch Bilanzfälschungen in Probleme geraten ist.

Im TecDax sind die 30 stärksten Technologieaktien vertreten. Die Aktien sind nach Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz geordnet. Vier Mal im Jahr wird entschieden, welche Kurse auf- und absteigen. Typische Aktien, die in diesem Index vertreten sind, sind Wirecard, Evotec, Freenet.

Der SDax ist ein Aktienindex, der 1999 eingeführt worden ist. Der Aktienindex setzt sich aus 50 kleinen Unternehmen zusammen. Die kleinen Firmen werden auch als Small Caps definiert. Bei diesem Index gilt die 110/110 Regel. Ein Unternehmen muss demnach zu den 110 größten Unternehmen gehörten was die Marktkapitalisierung und den Umsatz angeht. Wenn dies der Fall ist, wird das kleine Unternehmen auch im SDax aufgenommen.

Die Überprüfung des SDax erfolgt quartalsweise. Wenn ein Unternehmen längerfristig die 110/100 Regeln nicht erfüllt, so wird dieses Unternehmen aus diesem Index entfernt und durch ein anderes Unternehmen ersetzt, welches die Kriterien erfüllt. Der Index kann natürlich auch geändert werden, wenn es zu einer Fusion oder Neuemission kommt.

Nasdaq

Der Nasdaq stellt die größte elektronische Börse in den USA dar. In Englisch bezeichnet man den Nasdaq als „National Association of Securities Dealers Automated Quotations“. Die Börse ist in Manhattan auf dem Times Square untergebracht. Der Handel mit den Aktien wird durch die „United States Securities and Exchange Commission“ beaufsichtigt.

Bei der Börse können mehrere Teilnehmer am Handel teilnehmen. Das Ziel war es mit dieser Börse ein System zu etablieren, wo jeder überall in den USA einen aktuellen Kurs von Wertpapieren erhalten kann. Zunächst haben sich für dieses System viele junge Unternehmen interessiert. Daher übernahm die Technologiebörse immer mehr die Rolle als Kursprovier für Wachstumswerte. Die Plattform hat sich aber mittlerweile als Marktplatz für tausende von Unternehmen entwickelt.

Zusammengefasst ist der Nasdaq der wichtigste Aktien-Index für Technologie. Der Index setzt sich aus 100 Unternehmen zusammen, die nach Marktkapitalisierung geordnet sind. Aktiensplits und Kapitalerhöhungen haben keine verzerrenden Wirkungen. Damit das Unternehmen in den Index aufgenommen wird, muss die Aktie auch liquide sein. Die größten Anteile im Nasdaq machen Apple, Microsoft, Google, Amazon und Facebook aus. Wie man also bereits sehen kann, liegt der Schwerpunkt hier auch dem Internet und IT.

Dow Jones

Aktienindex aus den USA

Der Dow Jones mag wohl eine der bedeutendsten Begriffe sein, die das Phänomen Börse recht gut verkörpern. Der Dow Jones ist der bekannteste Börsenindex weltweit. Er wird auch oftmals in den Nachrichten der Börse genannt. Der Index wurde im Jahr 1895 eingeführt und gilt mit seinem hohen Alter als sehr etabliert und bekannt. Der Dow Jones umfasst die Kursentwicklung der 30 bekanntesten Aktien in den USA. Im Vergleich mit bekannten Indexes ist der Dow Jones nicht nach der Marktkapitalisierung gewichtet. Bei dem Dow Jones handelt es sich um einen reinen Kursindex, der keine Dividendeneinzahlungen mit in die Indexentwicklung mit einfließen lässt. Und schließlich gibt es auch keine festen Aufnahmekriterien. Die Auswahl der aufzunehmenden Unternehmen erfolgt durch ein unabhängiges Gremium, welches das Wall Street Journal bestimmt.
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Nikkei

Der Nikkei gilt als der japanische Leitindex. Er ist der bekannteste Index in Asien. Gleichzeitig gehört er auch zu den bedeutendsten Indizes in der Welt. Der Nikkei wird an der Tokio-Börse gehandelt. Er setzt sich aus den 225 größten japanischen Unternehmen zusammen. Dazu gehören nicht nur Firmen aus der IT oder Telekommunikation, sondern auch Unternehmen im Bereich Transport und Automobilindustrie. Im Nikkei sind aber auch Konzerne enthalten der Eisen- und Stahlindustrie.

Der Nikkei ist fest an die japanische Währung Yen gekoppelt. Der Index wird gebildet in dem als 225 Kurswerte aufaddiert werden. Dieses Prinzip funktioniert ähnlich wie beim Dow Jones, wo es keine Dividenden oder Bezugsrechte gibt. Die Überprüfung der Unternehmen erfolgt einmal im Jahr.

Der Nikkei wurde im September 1950 in Tokio ermittelt. Die Wertermittlung erfolgt durch den japanischen Zeitungsverlag Nihon Keizai Shimbun. Der Index wird alle 15 Sekunden aktualisiert. Im Jahr 1989 am 29. Dezember erreichte der Index seinen Höchststand mit 38.957,44 Punkten.

Als die New Economy gescheitert ist und die Spekulationsbörse geplatzt ist, ist der Aktienindex dramatisch eingebrochen. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts kam es zu erheblichen Kursschwankungen, was insbesondere auf die internationale Banken- und Finanzkrise und dem Erdbeben 2020 zurückzuführen ist.

Eurostoxx 50

Der Eurostoxx 50 ist ein Aktienindex, der die 50 größten Unternehmen des Euro-Gebietes enthält. Dieser Index gehört zu den führenden Indizes in ganz Europa. Der Eurostoxx 50 ist nicht nur ein Kursindex, sondern auch ein Performanceindex. Er berücksichtigt keine Dividenden. Die Aufnahmen in diesen Index werden jährlich überprüft. Damit ein Unternehmen im September aufgenommen werden kann, muss es eine gute Marktkapitalisierung aufweisen. Bei dem deutschen DAX ist das anders. Denn hier spricht man oftmals auch von einem Performanceindex.

Der Index wurde im Jahr 1998 auf den Markt gebracht. Der Index wird von der STOXX Ltd. In Zürich betrieben. Ein historischer Meilenstein war, als der Eurostoxx 50 am 1. August 1989 seine Höchstmarke erreichte. Ganze 1.000 Punkte erreichte der Index. Am 23. Januar 1997 erreichte er sogar 2000 Punkte. Die folgenden Jahre waren durch weitere Rekorde geprägt. Am 3. Februar 2000 erreichte der Index ganze 5000 Punkte. Und am 6. März 2000 wurde der Höchststand mit 5.464,43 Punkten erreicht. Die folgenden Jahre wurden durch Tiefstände geprägt. Als die Spekulationsblase (Dotcom-Blase) geplatzt ist, kam es zu einem enormen Rückschlag. Am 12. März 2003 ging der Kurswert wieder nach oben. Der Tiefpunkt wurde aber am 12. März 2003 erreicht. Der Index hatte zu diesem Zeitpunkt einen Tiefstand von 1.849,64 Punkten. Seit dem Jahr 2000 war dies ein Rückfall von 66,2 Prozent. Schließlich erreichte der Eurostoxx 50 am 16. Juli 2007 einen Schlussstand von 4.557,57 Punkten.

S&P 500

Auch diesen Index sollte man sich merken

Dieser Aktienindex gilt neben dem Dow Jones als einer der wichtigsten Aktienindizes der Welt. Der Index setzt sich aus 500 Unternehmen zusammen, die an ihrer Marktkapitalisierung gemessen werden. Den Index gibt es nicht nur als Kurs-Index, sondern auch als Performance-Index. Der Performance-Index berücksichtigt Dividenden und Sonderzahlungen.

Der S&P 500 berücksichtigt also die 500 größten Unternehmen, die an der New Yorker Börse gehandelt werden. Der Index ist somit der umfassendste Index in den USA. Schaut man auf die Anzahl der Unternehmen, so ist das auch kein Wunder. Es gibt wohl kaum einen Index, der eine derart hohe Anzahl von Unternehmen umfasst. Und beeindruckend ist auch die Tatsache, dass drei Viertel der Börsenkapitalisierung der USA in diesem Aktienindex dargestellt werden. Möchte man als Unternehmen in diesen Aktienindex aufgenommen werden, so muss man sich einer Überprüfung durch die Ratingagentur Standard & Poor’s unterziehen lassen.

Der S&P 500 wurde im Jahr 1923 etabliert. Zu diesem Zeitpunkt hat die Ratingagentur Standard & Poor’s einen Index herausgegeben, der 233 Aktientitel enthielt. Dieser Index wurde wöchentlich veröffentlicht. Im Jahr 1957 hat die Ratingagentur den Aktienindex in seiner heutigen Ausprägung etabliert.

Für Anleger stellt dieser Aktienindex den interessantesten dar. Möchte man sich für eine Investition in den USA entscheiden, so wird man beim S&P 500 sicherlich nichts verkehrt machen. Er ist sehr gut diversifiziert und besitzt eine hohe Marktkapitalisierung.

Fazit

Das waren sie also, die größten und bekanntesten Aktienindizes der Welt. Möchte man an der Börse erfolgreich handeln, so wird kein Weg an diesen Aktienindizes vorbeikommen. Auf der Börse gibt es vieles zu entdecken. Und kennt man auch die Aktienindizes aus anderen Ländern, so werden dem Anleger oder Interessenten ganz neue Möglichkeiten offenbart seine Investitionen zu streuen oder sein Portfolio attraktiv zu gestalten. Die Aktienindizes kommen auf sämtlichen Börsen vor, und ein Verständnis dieser oft genutzten Begriffe hilft dem Anleger die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen. Man muss nicht alle Indizes auswendig kennen, aber zumindest sollte man gehört haben welche Aktienindizes es in Deutschland und in den USA gibt.
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Indizes – die wichtigsten Indizes erklärt

Während sich ein Teil der Trader auf Binäre Optionen mit Indizes spezialisiert hat, gibt es viele, die nur ab und zu auf einen Index spekulieren. Während es sehr viele verschiedene Indizes gibt, sind wird dieses Segment jedoch von weniger grossen dominiert.

Generell ist es so, dass es bisher nur Binäre Optionen auf Aktien-Indizes gibt. Es gibt zwar auch z.B. einen Index für Rohstoffpreise oder für Obligationen, aber wenn wir in diesem Zusammenhang von Index sprechen, dann meinen wir einen der die Wertentwicklung einer Gruppe von Aktien abbildet.

Auf einen Index zu spekulieren anstelle auf einzelne Aktien bietet mehrere Vorteile. Ein solcher Vorteil ist dass die Volatilität eines Index viel geringer ist als die von einer einzelnen Aktie. Während es an einzelnen Tagen Aktien geben kann die weniger als ein Index schwanken, so wird ein Index im Durchschnitt weniger stark Schwanken als einzelne Titel, weil dieser ja diversifiziert ist. Deswegen trägt man auch ein geringeres „unsystematisches Risiko“ bei einer Investition in einen Aktien-Index.

Vorteile des Handels von Indizes

Kleinanlegern wird empfohlen, in Indizes anstelle von Einzeltiteln zu investieren. Dies einerseits, weil die Kosten viel geringer sind als wenn man Einzeltitel kaufen muss.

Der zweite wichtige Vorteil sind wie erwähnt die geringeren Kursschwankungen und das entsprechend geringere Risiko für den Anleger. Statt dass die Rendite abhängig ist von den Nachrichten zu einem bestimmten Unternehmen, bildet ein Index einen Teil des Marktes ab, wodurch das Risiko auf viele verschiedene Firmen verteilt wird.

Beim Handel von Binären Optionen muss man so nicht ein einzelnes Unternehmen im Fokus behalten, sondern kann sich auf die allgemeine Stimmung an den Aktienmärkten fokussieren.

Die wichtigsten Indizes für den Handel mit Binären Optionen

Abhängig vom gewählten Broker gibt es Binäre Optionen auf verschiedene Indizes, mit denen man handeln kann. Die meisten Anbieter haben jedoch Optionen auf die folgenden grossen Indizes im Angebot:

  • Dow Jones Industrial Average – Der DJIA ist ein besonderer Index, weil er im Gegensatz zu anderen Indies wie dem DAX nicht nach Marktkapitalisierung, sondern nach dem Durchschnitt der Aktienkurse gebildet wird. Darin sind 30 Aktien aus dem New York Stock Exchange (NYSE) und dem NASDAQ enthalten.
  • S&P 500 – Der S&P 500 ist ein breit gefächerter Index auf US-Aktien. Er enthält die Werte von 500 US-amerikanischen Firmen.
  • DAX – Der DAX ist der bekannteste Aktienindex für Deutschland. Er enthält die grössten 30 an der Frankfurter Börse gehandelten Titel.
  • CAC 40 – Der CAC 40 ist das französische Pendant zum DAX. Er enthält die 40 grössten börsenkotierten Firmen Frankreichs und ist nach deren Marktkapitalisierung gewichtet.
  • CAC Future – Der CAC Future ist ein Kontrakt basierend auf dem CAC Aktienindex.
  • FTSE 100 – Der FTSE 100 ist ein Aktienindex welcher die 100 grössten Firmen aus Grossbritannien, welche am London Stock Exchange gehandelt werden, abbildet.
  • Hang Seng – Der Hang Seng ist ein Index aus Asien. Er bildet die 41 grössten Firmen (gemessen an der Marktkapitalisierung) ab, welche an der Börse von Hong Kong gehandelt werden.
  • DFM General – Dieser bildet die grössten Titel der Börse von Dubai ab.
  • Tel Aviv 25 – Im Tel Aviv 25 (auch abgekürzt mit TA-25) sind die 25 Titel des Tel Aviv Stock Exchange mit der höchsten Marktkapitalisierung abgebildet.

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Indizes

Die wichtigsten Aktien-Indizes in der Übersicht

Hier sehen Sie die wichtigsten Aktien-Indizes der Welt in der Übersicht. Der Zeitraum beträgt jeweils sechs Monate und die Charts sind in Euro dargestellt. Durch Klick auf die Grafik gelangen Sie zum ETF, der den jeweiligen Index abbildet. Sämtliche Chart mit freundlicher Unterstützung der Comdirect. Eine kompakte Anleitung über die wichtigsten Themen zu Aktieninvestments erhalten Sie auf der Seite „Mit Aktien zum finanziellen Wohlstand„.

MSCI ACWI (EUR) – 6 Monate

Der MSCI ACWI (All Country World Index) ist der Welt-Aktien-Index und beinhaltet den Aktienmarkt der Industrienationen und den Schwellenländern.

S&P 500 (USD) – 6 Monate

Der S&P 500 ist der breite Aktien-Index auf den US-Aktienmarkt.

StoxxEurope 600 (EUR) – 6 Monate

Der Stoxx Europe 600 ist der gesamteuropäische Aktien-Index inklusive Schweiz, Norwegen und Großbritannien, jedoch ohne Osteuropa, die zu den Schwellenländern gezählt werden.

MSCI Pazifik (EUR) – 6 Monate

Der MSCI Pazifik deckt den Aktienmarkt der entwickelten Länder aus der Region Asien-Pazifik ab.

MSCI Emerging Markets (EUR) – 6 Monate

Der MSCI Emerging Markets beinhaltet Aktien der Schwellenländer rund um den Globus.

Die wichtigsten Anleihen-Indizes in der Übersicht

Hier sehen Sie die wichtigsten Anleihen-Indizes der Welt in der Übersicht. Der Zeitraum beträgt jeweils sechs Monate und die Charts sind in Euro dargestellt. Durch Klick auf die Grafik gelangen Sie zum ETF, der den jeweiligen Index abbildet. Sämtliche Chart mit freundlicher Unterstützung der Comdirect

Euro Government Bond ETF – 6 Monate

Dieser Anleihen-ETF hat Staatsanleihen der Eurozone im Portfolio mit einem Rating des Investmentgrades

Global Government Bond ETF (EUR) – 6 Monate

Dieser Anleihen-ETF hat Staatsanleihen aus aller Welt von Ländern im Portfolio mit einem Rating des Investmentgrades

Emerging Markets Bond ETF (EUR) – 6 Monate

Dieser Anleihen-ETF hat Staatsanleihen der Schwellenländer im Portfolio mit einem Rating meist unterhalb des Investmentgrades

Weitere wichtige Indizes in der Übersicht

Euro/US-Dollar – 6 Monate

Das weltweit derzeit wichtigste Devisenpaar ist das des Euro gegenüber dem US-Dollar.

Die 10 wichtigsten Aktienindizes im Überblick

Aktienindizes gibt es wie Sand am Meer. Es gibt Indizes für Länder, Indizes für Branchen, Indizes für Regionen, für große, für kleine oder für mittlere Unternehmen.

Aktienindizes bilden im Normalfall immer die durchschnittliche Entwicklung von Unternehmen aus einem bestimmten Bereich ab und lassen somit Rückschlüsse auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu.

Die Anzahl der Unternehmen und ihre jeweilige Gewichtung ist von Index zu Index verschieden. Deshalb ist es sinnvoll, die wichtigsten Indizes zu kennen, bevor man an der Börse aktiv wird.

Die Bedeutung von Aktienindizes

Wenn du in ETFs investieren möchtest, spielen Aktienindizes eine ganz besondere Rolle. Denn ein ETF, ein Exchange Traded Fund, versucht die Entwicklung eines Index nachzuahmen. Daher ist es ein erheblicher Unterschied, ob der Index die größten amerikanischen Technologie-Unternehmen oder deutsche Kleinunternehmen abbildet.

Aber auch, wenn du direkt in Aktien investierst, ist die Kenntnis der Indizes sinnvoll. Sie dienen als Benchmark, also als Vergleich für die Bewertung deiner Performance. 10% Rendite pro Jahr sind ja toll. So toll nun auch wieder nicht, wenn die Weltwirtschaft aber in einem Jahr um 20% gewachsen ist.

Die nachfolgenden zehn Aktienindizes bilden die Wirtschaft in verschiedenen Ländern und Regionen der Welt ab und zeichnen insgesamt ein gutes Bild über die globale Entwicklung der Wirtschaft.

Platz 1: MSCI World

Der MSCI World Index ist vermutlich der König unter den Aktienindizes. Niemand, der sich schon mal ernsthaft mit dem Thema ETFs beschäftigt hat, ist an diesem Index vorbei gekommen.

Aus gutem Grund! Denn dieser Index bildet die wirtschaftliche Entwicklung von 1652 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab (Stand Oktober 2020).

Zu den Top-Branchen im Index zählen die Finanzbranche sowie die IT-Branche.

Damit ist dieser Index vermutlich einer der größten und regional breit gestreutesten, die es gibt. Deshalb eignet er sich auch perfekt für ETF-Investments, da man hier automatisch eine breite Diversifikation erhält.

Platz 2: MSCI Emerging Markets

Nicht ganz so groß wie der MSCI World Index, aber nicht weniger wichtig ist der MSCI Emerging Markets Index. Für ETF-Liebhaber ist dieser Index die zweite Komponente für eine tolle Diversifikation.

Wie es der Name erahnen lässt, bildet dieser Index die Entwicklung von Schwellenländer ab. 24 Länder sind insgesamt vertreten. Auf diese Länder verteilen sich insgesamt 839 Unternehmen (Stand Oktober 2020).

Dazu zählen unter anderem

Auch hier zählen Finanzen und IT zu den wichtigsten Branchen.

Die Kombination des MSCI Emerging Markets mit dem MSCI World ist für ETF-Investments deshalb so reizvoll, weil man sowohl an der Entwicklung von Schwellenländer als auch von Industrieländer partizipiert und somit eine breite Diversifikation erhält. Die Mischung kann man dabei frei bestimmen.

Bonus-Tipp: MSCI ACWI

Der MSCI ACWI (All Country World Index) kombiniert den MSCI World und den MSCI Emergine Markets Index. Demnach sind insgesamt 47 Länder (23 Industrieländer und 24 Schwellenländer) enthalten. Insgesamt bildet der Index 2491 Unternehmen ab.

Damit eignet sich dieser Index perfekt, wenn du nur in einen einzigen ETF investieren möchtest, aber dennoch die komplette Weltwirtschaft abdecken möchtest. Einziger Nachteil: Du kannst nicht frei mischen. Aber das kann auch ein Vorteil sein, da man eh nicht wissen kann, welche Mischung optimal wäre. Geschmacksache.

Platz 3: Stoxx 600

Wenn wir uns dem europäischen Raum zuwenden, ist der Stoxx 600 eine wichtige Größe. Er bildet die Entwicklung von exakt 600 Unternehmen ab. Er enthält große, mittlere und kleine Unternehmen aus 17 Ländern in Europa.

Dazu zählen unter anderem

  • Österreich,
  • Belgien,
  • Frankreich,
  • Deutschland,
  • Italien,
  • Griechenland und
  • Schweiz.

Mit einem ETF-Investment in diesen Index ist man regional etwas eingeschränkter als mit den zuvor genannten Indizes. Die Zusammensetzung des Index ist relativ fix und wird nur selten und bewusst geändert.

Platz 4: S&P 500

Blick nach Amerika: Der S&P 500 (Standard & Poor’s 500) umfasst die 500 größten Unternehmen der USA, gewichtet nach ihrer Marktkapitalisierung.

Die Zusammensetzung des Index wird also automatisch geändert, wenn Unternehmen im Index kleiner werden (schwindende Marktkapitalisierung) oder kleinere Unternehmen wachsen und in den Index aufsteigen.

Platz 5: MSCI Japan

Der Name verrät es: Der MSCI Japan bildet die Entwicklung Japans ab. Der Index enthält 321 japanische Unternehmen (Stand Oktober 2020).

Der Branchen-Schwerpunkt liegt auf Consumer Discretionary, also nicht-essentiellen Konsumgüter wie Autos und Mode, sowie Industrie und Finanzen.

Platz 6: Nikkei 225

Ebenfalls auf Japan bezogen ist der Nikkei 225. Er enthält 225 japanische Unternehmen.

Im Nikkei 225 werden Unternehmen aber, im Gegensatz zum MSCI Japan, nicht nach Marktkapitalisierung, sondern nach Preis gewichtet. Die Zusammensetzung des Nikkei wird jährlich angepasst.

Aktuell (Stand Dezember 2020) ist die Technologie-Branche mit fast 44% am stärksten gewichtet. Gefolgt von Konsumgütern mit 22%.

Dieser Index ist einer der bedeutendsten asiatischen Aktienindizes.

Platz 7: Euro Stoxx 50

Wem der Stoxx Europ 600 zu groß ist (warum auch immer), der kann sein Glück mit dem Euro Stoxx 50 versuchen. Hier sind lediglich die 50 große europäische Unternehmen (Blue Chips) enthalten.

Der Euro Stoxx 50 Kursindex wird aktuell als der Maßstab für die europäische Wirtschaft angesehen. Vertreten sind 12 Länder aus der Eurozone.

  • Österreich,
  • Frankreich,
  • Deutschland,
  • Irland und
  • Luxemburg.

Wenn du mit einem ETF ausschließlich im Euro-Raum investieren möchtest, kannst du diesen Index wählen. Wenn es ein Bisschen mehr sein darf, investiere gleich in ganz Europa mit dem Stoxx 600 oder weltweit mit dem MSCI World.

Platz 8: Dow Jones

Der Dow Jones ist ein wahres Urgestein unter den Aktienindizes. Diesen Index gibt es bereits seit 1896. Seit jeher werden die Unternehmen bei diesem Index nicht nach Marktkapitalisierung sondern nach dem Preis gewichtet.

Wenn wir vom Dow Jones sprechen, ist eigentlich immer der Dow Jones Industrial Average, auch Dow Jones 30 Industrial gennant, gemeint.

Eingebildet, wie die Amerikaner nun mal sind, bezieht sich dieser Index nicht etwa auf 30 Industrieländer. Nein, dieser Index bildet lediglich die Entwicklung der 30 Top-US-Unternehmen ab. Die Crème de la Crème sozusagen.

Enthalten sind Unternehmen aus verschiedenen Industriezweigen. Ausgenommen sind Transport und Versorgung. Diese Wirtschaftszweige werden durch den Dow Jones Transportation Average und den Dow Jones Utility Average abgebildet.

Platz 9: DAX

Von der Anzahl der Unternehmen dem Dow Jones ebenbürtig ist der DAX. Der Deutsche Aktienindex ist der Leitindex für die deutsche Wirtschaft und enthält ganze 30 Unternehmen. Diese Unternehmen sind die größten deutschen Aktiengesellschaften, gemessen an der Marktkapitalisierung.

Neben dem DAX gibt es auch noch den MDAX für 30 mittlere Unternehmen. Dieser schließt sich quasi unten an den DAX an. Darunter kommt dann der SDAX mit noch kleineren Unternehmen. Diese beiden Indizes spielen aber für ETF-Investments eine eher untergeordnete Rolle.

Im DAX haben übrigens die Branchen Chemie und Automobilindustrie das größte Gewicht (Stand Oktober 2020).

Wenn man vom DAX ohne weitere Angaben spricht, ist immer der Performanceindex gemeint. Bei einem Performanceindex fließen alle Dividenden und sonstige Einnahmen in den Index ein, so als ob diese thesauriert werden würden. Bei einem Kursindex hingegen werden Einnahmen nicht berücksichtigt sondern lediglich der Aktienkurs der jeweiligen Unternehmen bewertet.

Den DAX gibt es neben der Performance-Variante aber auch als Kursindex.

Platz 10: SMI

Auf Platz 10 der wichtigsten Indizes befindet sich ein Index für die Schweiz, der gerade mal 20 Unternehmen umfasst. Der Swiss Market Index ist für die Schweiz das, was der DAX für Deutschland ist. Er enthält die 20 Top-Unternehmen der Schweiz.

Im Gegensatz zum DAX ist beim SMI ohne weitere Angaben aber der Kursindex gemeint. Die Unterscheidung zwischen Performanceindex und Kursindex ist insbesondere dann wichtig, wenn du verschiedene Regionen oder Branchen vergleichen möchtest, da du da schnell Äpfel und Bananen vergleichst.

Im SMI hat die Gesundheitsbranche mit fast 40% den Löwenanteil (Stand Dezember 2020). Gefolgt von Konsumgütern und Finanzen.

Neben dem SMI gibt es auch noch den SMIM, welcher die nachfolgenden 30 Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung umfasst. Der MDAX für die Schweiz also.

Bonus: Branchenindizes

Auch wenn ich nicht im Detail auf die verschiedenen Branchenindizes eingehen möchte, denn das wäre ein Thema für sich, ist hier eine kleine Übersicht der bekanntesten Vertreter:

  • NASDAQ-100: Die 100 größten Technologieunternehmen der USA
  • TecDax: 30 der 35 größten Technologieunternehmen Deutschlands
  • Dow Jones Transportation Average: Die 20 größten Transportunternehmen der USA
  • Dow Jones Utility Average: Die 15 größten Versorgungsunternehmen der USA

Randbemerkung

Mir ist bewusst, dass es noch viele weitere Indizes gibt. Ich halte jedoch diese Indizes für sehr relevant. Sie werden dir immer wieder begegnen da es ETF-Produkte für die Investition „in“ diese Indizes gibt. Darüber hinaus ergibt sich bei Betrachtung dieser Indizes ein relativ vollständiges Bild der Entwicklung der Weltmärkte.

Sonder-Indizes wie Branchen-Indizes oder Strategie-Indizes wie den ShortDAX möchte ich hier nicht weiter ausführen, da sie für das Gros der Leser uninteressant sein dürften.

Weiterführende Informationen findest du unter den folgenden Links:

Übrigens: Wenn du weitere Informationen zu einem Aktienindex suchst, versuch mal Mr. Google nach „Indexname Factsheet“ zu befragen. Meistens findest du dann ein PDF vom Index-Herausgeber mit allen wichtigen Informationen wie Zusammensetzung und Berechnungsmethode.

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