Entwicklung Option und Optionsschein 2020 Welche Unterschiede gibt es zwischen Optionen und

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Contents

Entwicklung Option und Optionsschein

Bestimmt hat sich der ein oder andere schon einmal gefragt, was der Unterschied zwischen „Optionen“ und „Optionsscheinen“ ist, da die beiden Begriffe sehr ähnlich sind. Daher werden wir uns in diesem Artikel genauer mit diesen beiden Finanzinstrumenten befassen. Vor allem werden wir dabei auf deren Entwicklung und jeweiligen Einsatzmöglichkeiten eingehen. Schon an dieser Stelle sei gesagt, dass es sich bei Optionsscheinen um eine Unterart von Optionen handelt. Wie sich im folgenden Artikel zeigen wird, sind sie für den Privatanleger leichter zugänglich. Unter anderem werden wir uns mit den folgenden Punkten auseinandersetzen:

  • Entwicklung von Optionen
  • Entwicklung von Optionsscheinen
  • Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen
  • Alternativen zu Optionen und Optionsscheinen

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Entwicklung von Optionen

Zunächst werden wir auf Optionen eingehen und vor allem auch die Frage beantworten, wie sich diese entwickelt haben. Danach werden wir die Funktionswiese von Optionen anhand von Beispielen erklären.

Entstehungsgeschichte von Optionen

Optionen existieren dabei schon länger, als man vielleicht im ersten Moment annehmen würde: Sie entstanden in den Niederladen zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Ausgangspunkt dafür war der Handel mit Tulpen. So wurden Tulpen seit dem Ende des 16. Jahrhunderts aus der Türkei in die Niederlande eingeführt. Zunächst waren sie einfach nur ein weiterer Luxusartikel für die reiche Bevölkerung. Allerdings änderte sich dies, als Tulpenzüchter in den Niederlanden damit begangen, unterschiedliche Tulpen miteinander zu kreuzen: Auf diese Weise entstanden Tulpen mit unterschiedlichen Farben. Man kann sich dies zwar heutzutage nur schwer vorstellen, aber dies führte damals dazu, dass auf einmal jeder solche Tulpen haben wollte. Die Nachfrage überstieg dabei schon nach Kurzem das Angebot ganz erheblich, so dass Tulpen immer teurer wurden. Dies führte dazu, dass nicht nur mit Tulpen selbst gehandelt wurde, sondern auch schon mit Tulpenzwiebeln. Es wurde daher im Endeffekt mit erst zukünftig vorhandenen Tulpen gehandelt. Um einen solchen Handel zu ermöglichen, wurden Optionen entwickelt: Der Käufer erwarb durch die Option das Recht, in Zukunft bestimmte Tulpen zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Allgemeiner formuliert ergibt sich die folgende Definition von Optionen: Durch eine Option erwirbt der Käufer das Recht, einen bestimmten Basiswert (zum Beispiel Aktien, Aktienindices oder auch Rohstoffe wie Öl) in Zukunft zu einem bestimmten Preis (Ausübungspreis) zu kaufen (bei Call Optionen) oder zu Verkaufen (bei Put Optionen). Derjenige, von dem man die Option erwirbt, „schreibt“ dabei die Option und wir als „Stillhalter“ bezeichnet. Für das Schreiben der Option erhält der Stillhalter eine Prämie.

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Arten von Optionen

Die Besonderheit von Optionen liegt darin, dass der Käufer zwar das Recht erwirbt, einen bestimmten Basiswert zu kaufen oder zu verkaufen, aber nicht die Pflicht dazu hat. Die Option muss dabei bis zu einem bestimmten Stichtag (sogenannter Verfallstag), ausgeübt werden, ansonsten erlischt sie. Man kann Optionen auch danach unterscheiden, wann sie ausgeübt werden können: Bei sogenannten „Amerikanischen Optionen“ kann die Option in der Zeit bis zum Verfallstag jederzeit ausgeübt werden. Hingegen ist dies bei den „Europäischen Optionen“ nur am Verfallstag selbst möglich. Eine Kombination aus diesen beiden Modellen bilden sogenannte „Bermuda Optionen“: Bei diesen kann die Option zu vorher festgelegten Zeitpunkten bis zum Verfallstag ausgeübt werden. Allerdings haben diese Ortsbezeichnungen nichts damit zu tun, wo die jeweiligen Optionen gehandelt werden. So gibt es zum Beispiel auch in Europa „Amerikanische Optionen“. Allerdings ist es zum Beispiel so, dass Optionen auf Aktienindices wie dem Dax dem Europäischen Modell folgen, sprich sie können nur am Verfallstag ausgeübt werden. Dies ist unserer Erfahrung nach auch der Grund dafür, warum sich die Börse an den Verfallstagen oft sehr chaotisch verhält: Große Investieren versuchen an diesen Tagen, die Kurse in bestimmte Richtungen zu bewegen. Für Privatanleger ist es daher oftmals besser, diese Tage zu meiden und lieber an „normalen“ Tagen zu handeln.

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Beispiel für den Handel mit Optionen

Vor allem Unternehmen verwenden Optionen dazu, um sich gegen zukünftige Kursrisiken abzusichern. Denn Unternehmen, die für ihre Produkte bestimmte Rohstoffe benötigen, stehen vor dem Problem, dass sich die Preise für die entsprechenden Rohstoffe stark verändern können. Als Rohstoffe kommen dabei zum Beispiel Öl, Weizen oder Zucker in Betracht. Auf der anderen Seite möchten die Unternehmen aber Planungssicherheit in Bezug auf ihre künftigen Ausgaben haben. Daher verwenden sie häufig Optionen: Dadurch kann zum Beispiel der Betreiber von Schiffen mit Hilfe von Optionen auf Öl sicherstellen, dass er in den nächsten sechs Monaten einen bestimmten Preis für Öl zahlen wird.

Aber nicht nur Unternehmen können sich mit Hilfe von Optionen gegen zukünftige Kursschwankungen absichern. Vielmehr können auch Privatanleger von dieser Vorgehensweise profitieren. Dazu ein Beispiel: Angenommen, man hat Aktien eines Unternehmens zum Preis von 50 Euro gekauft. Aufgrund guter Unternehmenszahlen hat sich die Aktie des Unternehmens auf 100 Euro verdoppelt. Nunmehr steht man vor der Wahl, ob man die Aktien zu diesem Preis verkaufen möchte oder lieber noch auf weitere Kurssteigerungen spekulieren möchte. In jedem Fall möchte man aber die bereits angelaufenen Gewinne nicht mehr verlieren. Um dieses Ziel zu erreichen, kann man Optionen kaufen, die einen dazu berechtigen, die Aktien in Zukunft zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.

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Wichtige Begriffe im Zusammenhang mit Optionen

Optionen werden in der folgenden Form angegeben: ABC CALL 1. August 2020 50 Euro. ABC steht dabei zum Beispiel für die Aktie eines Unternehmens. Eine Call Option erkennt man dabei einfach daran, dass sie mit „CALL“ bezeichnet wird, wohingegen bei Put Optionen „PUT“ stehen würde. Danach wird das Datum des Verfalls der Option genannt. Zudem ist der Ausübungspreis ersichtlich. Da Optionen standardisierte Finanzprodukte sind, welche an Terminbörsen gehandelt werden, werden sie immer in der gleichen Form angegeben. Dies führt dazu, dass der Handel mit Optionen im Vergleich zu vielen anderen Finanzinstrumenten überaus transparent ist.

Wichtige Begriffe mit Optionen sind dabei auch „am Geld“, „im Geld“ und „aus dem Geld“. Der einfachste Fall ist „am Geld“: Eine Option liegt am Geld, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts mit dem Ausübungspreis übereinstimmt. Hingegen liegt eine Option „im Geld“, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts über dem Ausübungspreis ist (im Falle von Call Optionen). Von „aus dem Geld“ spricht man dagegen, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts über dem Ausübungspreis liegt. Dazu ein Beispiel: Angenommen, der aktuelle Kurs einer Aktie (= Basiswert) notiert bei 100 Euro. Wenn der Ausübungspreis bei 80 Euro liegt, so befindet sich die Option auf diese Aktie aktuell „im Geld“.

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Entwicklung von Optionsscheinen

Auch Optionsscheine existieren schon seit Längerem: So wurde zum Beispiel der erste Optionsschein in Deutschland 1925 von Karstadt auf den Markt gebracht (allerdings wurde der Optionsschein an der amerikanischen Börse gehandelt). 1929 wurden Termingeschäfte sodann in Deutschland komplett verboten. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren auch in Deutschland wieder Optionsscheine zugelassen. Heutzutage sind Optionsscheine weit verbreitet und aus dem Markt nicht mehr wegzudenken.

Wie sich im weiteren Verlauf des Artikels zeigen wird, bestehen zwischen Optionen und Optionsscheinen sowohl Gemeinsamkeiten, als auch Unterschiede. So erwirbt man sowohl bei Optionen, als auch bei Optionsscheinen das Recht, einen bestimmten Basiswert in Zukunft zu einem bestimmten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Optionen werden dabei nur an sogenannten Terminbörsen wie zum Beispiel der Eurex gehandelt. Da nur relativ wenige Broker einen Zugang zu Terminbörsen anbieten, ist es für Privatanleger häufig einfacher, anstelle von Optionen Optionsscheine zu erwerben. Denn diese können sowohl an der Börse als auch außerbörslich gehandelt werden und sind dabei eher mit Wertpapieren wie Aktien vergleichbar. Sie haben daher auch eine Wertpapierkennziffer. Insgesamt handelt es sich bei Optionsscheinen um eine Unterart von Optionen.

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Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen

Nachfolgend werden wir vertiefend auf die Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen eingehen.

Nur Optionen sind standardisierte Finanzprodukte

Optionsscheine sind nicht nur deshalb für Privatanleger einfacher beziehbar, da man herfür keinen Zugang zu einer Terminbörse benötigt. Vielmehr spielt auch noch ein weiterer Aspekt eine Rolle: die Kontraktzahl. Damit ist die Tatsache gemeint, dass man Optionen in der Regel für eine bestimmte Stückzahl eines Basiswerts (zum Beispiel 100 Aktien) erwirbt. Wenn eine Aktie daher teuer ist, so werden die wenigsten Anleger gleich 100 Stück dieses Basiswerts benötigen. Bei Optionsscheinen ist dagegen eine beliebige Anzahl von Kontrakten möglich. Das Optionsscheine flexibler sind, liegt daran, dass es sich bei ihnen nicht um standardisierte Finanzprodukte handelt: An der Terminbörse gehandelte Optionen unterliegen alle den gleichen Bedingungen. Anders sieht dies bei Optionsscheinen aus: Hier werden die jeweiligen Bedingungen von den Banken oder anderen Finanzinstituten festgelegt, welche die Optionsscheine ausgeben. Dies hat zur Konsequenz, dass verschiedenen Banken verschiedene Optionsscheine anbieten. Diese können sich zum Beispiel in den jeweiligen Preisen und Laufzeiten unterscheiden. Denkbar ist beispielsweise, dass bei einer Bank der Optionsschein nach 30 Tagen ausläuft, wohingegen bei einem andere Anbieter der Verfall nach 33 Tagen eintritt. Insgesamt sind Optionsscheine im Vergleich zu Optionen für den Anleger daher deutlich intransparenter. Es ist daher empfehlenswert, sich vor dem Erwerb eines Optionsscheins sehr genau die jeweiligen Konditionen anzusehen.

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Weitere Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen

Ein weiterer Unterschied zwischen Optionsscheinen und Optionen liegt darin, dass man bei Optionsscheinen nicht die Rolle des Stillhalters einnehmen kann. Das heißt, dass es immer die Bank oder das andere Finanzinstitut ist, welches einen Optionsschein verkauft bzw. schreibt. Die meisten Privatanleger werden aber unserer Erfahrung nach sowieso nicht als Stillhalter auftreten wollen. Daher ist dieser Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen eher vernachlässigbar.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in Bezug auf Optionen und Optionsscheine stellt das sogenannte Emittentenrisiko dar. Damit ist das Risiko gemeint, welches dem Anleger dadurch entsteht, dass sein Handelspartner zahlungsunfähig wird. Bei Optionsscheinen kann es zum Beispiel passieren, dass die Bank, von der man den Optionsschein erworben hat, zahlungsunfähig wird. Dies ist zwar relativ unwahrscheinlich, allerdings hat die Finanzkrise gezeigt, dass dies keinesfalls ausgeschlossen ist. Hingegen sind Optionen bei der Börse durch entsprechende Sicherheitseinlagen abgesichert, so dass man hier nicht das Emittentenrisiko trägt.

Alternativen zu Optionen und Optionsscheinen

Interessant ist auch die Frage, welche Alternativen es zur Verwendung von Optionen bzw. Optionsscheinen gibt. So kann gerade das Absichern des eigenen Depots auch auf andere Art und Weise dargestellt werden: Angenommen, man hat Aktien zu einem Preis von 500 Euro erworben. Der Kurs hat sich seit dem Kauf um 20 % auf 600 Euro erhöht. Nachvollziehbarer Weise möchte man den angelaufenen, aber noch nicht realisierten Gewinn gerne behalten. Eine Möglichkeit dazu besteht in der Verwendung von Optionen oder Optionsscheinen. Diese berechtigen einen zum Beispiel dazu, die Aktien in Zukunft zu einem Preis von 600 Euro zu verkaufen, selbst wenn der Kurs zu diesem Zeitpunkt niedriger stehen sollte. Eine andere Möglichkeit, seinen bereits angelaufenen Gewinn abzusichern, besteht in der Verwendung eines Stopp Kurses: Man legt einen Kurs fest, bei dessen Unterschreitung die Aktien verkauft werden sollen. Allerdings hat ein Stopp Kurs im Vergleich zu Optionen der Nachteil, dass der Preis, welchen man beim Verkauf erhält, nicht vorab feststeht. Dafür hat ein Stopp Kurs den Vorteil, dass er in der Regel nichts kostet und auch zeitlich nicht limitiert ist.

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Fazit: Optionen sind transparentere Finanzprodukte als Optionsscheine

Es wurde gezeigt, dass es zwischen Optionen und Optionscheinen sowohl Gemeinsamkeiten, als auch Unterschiede gibt. Beide Finanzprodukte verschaffen dem Anleger das Recht, einen bestimmten Basiswert (zum Beispiel Aktien) in Zukunft zu einem bestimmten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Eine Pflicht, dieses Recht auszuüben, existiert dabei nicht. Bei Optionen handelt es sich dabei um standardisierte Finanzinstrumente, welche ausschließlich an Terminbörsen wie zum Beispiel der Eurex gehandelt werden. Dies hat zur Folge, dass der Preis sich hier aus Angebot und Nachfrage ergibt. Anders sieht dies bei Optionsscheinen aus: Diese werden von Banken oder anderen Finanzinstituten ausgegeben und können sich dabei sehr stark voneinander unterscheiden. Denn der jeweilige Anbieter kann sowohl den Preis, als auch die weiteren Konditionen (wie zum Beispiel die Laufzeit) beliebig festlegen. Daher sind sie weit weniger transparent als Optionen. Bevor man daher Optionsscheine erwirbt, empfehlen wir, sich vorab gründlich mit den jeweiligen Bedingungen auseinanderzusetzen und auch verschiedene Optionsscheine miteinander zu vergleichen. Ein Vorteil von Optionsscheinen liegt darin, dass sie für den Privatanleger leichter zugänglich sind. Denn man benötigt keinen Zugang zu einer Terminbörse, um sie zu erwerben. Vielmehr kann man sie ähnlich wie Aktien über deren Wertpapierkennziffer erwerben. Insgesamt empfehlen wir, zunächst sehr vorsichtig und mit wenig Kapital zu handeln. Denn sowohl mit Optionen, als auch mit Optionsscheinen kann man Verluste erleiden. Insgesamt bilden die beiden Finanzprodukte jedoch gute Möglichkeiten, um sein Depot abzusichern bzw. um auf steigende oder fallende Kurse zu spekulieren. Wie gezeigt, sollte man dabei aber nicht vergessen, dass es dabei auch Alternativen zu Optionen und Optionsscheinen gibt.

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Der Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen

Optionen vs Optionsscheine

Zwei völlig unterschiedliche Produkte mit ähnlichem Namen

Autor: Tobias Schmid | Profi-Trader und Website-Betreiber
aktualisiert am: 01.01.2020

Optionen und Optionsscheine werden oft in einem Atemzug genannt. Oft herrscht Unwissenheit darüber, dass es sich dabei um völlig unterschiedliche Produkte handelt.

Sogar unter Privatanlegern, Tradern, Bankberatern, oder sonstigen Börsen-affinen Menschen schaut man oft in zwei fragende Augen, wenn man erklärt: „Nein, nicht Optionsscheine, sondern Optionen! Ich handle mit Optionen!“

Dabei gibt es zwischen Optionen und Optionsscheine neben einigen Gemeinsamkeiten, erhebliche Unterschiede. Letztere sind in meinen Augen sogar gänzlich ungeeignet, um als privater Anleger oder Trader damit Geld verdienen zu können. Mit dem Optionshandel hingegen sind die Chancen auf Erfolg deutlich höher.

Warum das so ist, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen liegen, und weshalb die Unwissenheit bzgl. Optionen und der Abgrenzung von Optionsscheinen hierzulande so groß ist, erfährst Du in diesem Artikel.

Optionen und Optionsscheine – Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Überblick

Optionen sind “echte” Terminkontrakte

Schauen wir uns zunächst stichwortartig an, was Optionen und Optionescheine auszeichnet, und wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen:

Optionen
Börsengehandelt, standardisiert
Derivate
Kauf & Verkauf möglich
Kein Emittent – Käufer/Verkäufer
Kein Emittentenrisiko
Durch Börse besichert
Preisbildung am Markt
Preisbildung transparent
Meist sehr liquide
viele Underlyings
Hebelwirkung
Optionsscheine
Verbriefte Optionen, nicht standardisiert
Derivate
Werden emittiert, nur Kauf möglich
Emittent ist Stillhalter
Emittentenrisiko
Inhaberschuldverschreibung
Preisbildung durch Emittenten
Preisbildung evtl. intransparent/unfair
Keine Stillhalter-Positionen möglich
viele Underlyigs
Hebelwirkung

Gemeinsamkeiten von Optionen und Optionsscheinen

In beiden steckt “Option” drin

Sowohl Optionen als auch Optionsscheine zählen zu den derivativen Finanzprodukten, d.h. sie beziehen sich auf einen anderen Basiswert (Underlying). Das Underlying kann bspw. eine Aktie, ein Aktienindex, ein Rohstoff oder eine Währung sein.

Optionen und Optionsscheine sind als Calls (Kaufoptionen) und Puts (Verkaufsoptionen) handelbar. Der Kauf eines Optionsscheins (Call oder Put) funktioniert grundsätzlich zunächst ähnlich wie der Kauf einer Option. (Call oder Put)

Mit beiden Produkten lässt sich auf steigende oder fallende Kurse spekulieren, und für beide Produkte stehen in der Regel für jedes Underlying zahlreiche verschiedene Optionen mit unterschiedlichen Laufzeiten und Basispreisen (Strikes) zur Verfügung.

Der Preis

Je nach Laufzeit und Strike sind Optionen und Optionsscheine teurer oder billiger. Für eine weit aus dem Geld liegenden Option mit kurzer Laufzeit ist der Preis sehr viel geringer, als bspw. für eine am Geld liegende Option mit längerer Laufzeit. Je nachdem ist als auch die Hebelwirkung unterschiedlich gross.

Neben Laufzeit und Strike hat aber auch die Volatilität, bzw. die erwartete Schwankungsbreite (implizite Volatilität) des Underlyings einen Einfluss auf den Preis der Option bzw. des Optionsscheines. Bei einer hohen impliziten Volatilität steigen die Optionspreise, bei geringer erwarteter Schwankung sind die Preise billiger.

Unterschiede zw. Optionen und Optionsscheinen

Mit Optionen sind Stillhalter-Strategien möglich

Neben den oben genannten Gemeinsamkeiten, gibt es einige Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen, die eine sehr wichtige Rolle spielen.

Börsengehandelter Terminkontrakt vs “Banken-Produkt”

Der Handel von Optionen findet an regulierten Terminbörsen statt, wie bspw. der Eurex oder der CME. Optionen (bspw. auf Aktien, auf Futures, auf ETFs, auf Indizes) sind standardisierte Terminkontrakte. D.h. es ist festgelegt, für welche Underlyings Optionen verfügbar sind, und welche Strikes, Laufzeiten, Bezugsverhältnisse, etc. handelbar sind.

Außerdem wird von der Börse sichergestellt, dass jeder Käufer und Verkäufer seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Optionen können gekauft und verkauft werden. Durch das Verkaufen von Optionen (auch Optionen schreiben genannt) kann man somit Optionsprämien einnehmen und vom Zeitwertverlust der Optionen profitieren.

Optionsscheine hingegen sind keine standardisierten Kontrakte, sondern verbriefte Derivate. Diese werden von verschiedenen Banken emittiert. Somit ist der Kontrahent des Optionsschein-Käufers der Emittent, also die Bank. Optionsscheine können also nicht verkauft (wie Optionen), sondern nur gekauft werden. Somit sind die Möglichkeiten bzgl. verschiedener Strategien hier begrenzt. Da man immer als Käufer auftritt, hat man außerdem immer den Nachteil des Zeitwertverlustes.

Da es sich nicht um standardisierte Kontrakte handelt, sind außerdem extrem viele verschiedene Optionsscheine verfügbar. Was zunächst vorteilhaft klingt, ist allerdings eher als Nachteil zu sehen: Jeder Emittent bietet unterschiedliche Scheine mit verschiedenen Parametern an und stellt dementsprechend auch die Preise unterschiedlich. Als Kunde verliert man hier schnell den Überblick und kann die verschiedenen Optionsscheine nur schwer miteinander vergleichen.

Preisbildung

Ähnlich wie bei Aktien, bilden sich die Preise von Optionen durch reales Angebot und Nachfrage am Markt. Somit ist Fairness und Transparenz gewährleistet.

Bei Optionsscheinen findet keine Preisbildung durch Angebot und Nachfrage statt. Es ist immer die Bank, die die Kurse stellt. Die Kursstellung ist natürlich nicht vollkommen willkürlich, sondern ist von verschiedenen Einflussfaktoren abhängig und wird automatisch durch einen Algorithmus berechnet.
Allerdings bleibt hier immer das Problem der Intransparenz und es ist außerdem klar, dass der Emittent zunächst mal daran interessiert ist, wie er am meisten Geld verdienen kann, und nicht wie er den fairsten Preis zum Wohle des Kunden stellen kann und somit an den Stellschrauben immer so dreht, dass die Wahrscheinlichkeiten auf seiner Seite sind.

Entwicklung klassische Optionen – Die Unterschiede und Risiken der Finanzderivate!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 01.04.2020

  • Krypto handelbar: ja
  • Handelskosten: A-
  • Konto ab: $20

Wie sich die Entwicklung von Optionen & Optionsscheinen gestaltet, hängt insbesondere von der Ausgestaltung der bei spekulativen Tradern beliebten Derivate ab. Dabei unterscheiden sich die beiden Finanzinstrumente trotz aller augenscheinlichen Ähnlichkeit ganz signifikant in einigen Punkten. Während das Risiko für den Käufer bei Optionen relativ gering ist, besteht bei Optionsscheinen das Emittenten-Risiko, falls der Emittent Bankrott geht.

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Wo liegen die sonstigen Unterschiede zwischen diesen Finanz-Derivaten? Und wo die Risiken? Dies und mehr lesen Sie in unserem nachfolgenden Beitrag zur Entwicklung von Optionen und Optionsscheinen.

  • Unterschiede Optionen & Optionsscheine
  • Optionen& Optionsscheine im Detail
  • Gegenüberstellung der beiden Finanz-Instrumente
  • Entwicklung von Optionen& Optionsscheinen

Unterschiede Optionen & Optionsscheine

Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Optionen & Optionsscheinen

Sowohl Optionen als auch Optionsscheine sind – wie im übrigen auch Futures – Spekulations-Instrumente, die als Termingeschäfte gehandelt werden. Trader spekulieren bei den bedingten Termingeschäften auf eine bestimmte Entwicklung von Optionen und auch Optionsscheinen innerhalb eines begrenzten Zeitraums. Sie zählen beide zur Gruppe der Finanz-Derivate.

Sowohl Optionen als auch Optionsscheine beruhen auf demselben Grundprinzip. Der Käufer der sogenannten Call-Option (Kauf-Option) spekuliert auf einen steigenden Kurs des in der Option festgelegten Basiswertes in der Zukunft. So kann er den Basiswert zu einem niedrigeren, vereinbarten Preis erwerben. Verkauft er den Basiswert direkt zu dem höheren, aktuellen Kurs weiter, macht er Gewinn.

Der Verkäufer der Call-Option spekuliert im Gegenzug auf einen fallenden Kurs und gleichzeitig darauf, dass der Käufer das Recht, den Basiswert zu erwerben, nicht wahrnimmt. Dann erzielt der Verkäufer mit der Optionsprämie einen Gewinn und behält den Basiswert.

Anders verhält sich dies beim Optionsschein. Während es sich bei Optionen um standardisierte Produkte handelt, die als Kontrakte an einer Terminbörse gehandelt werden, zählen Optionsscheine zu den Wertpapieren und werden von Banken – dem Emittenten – herausgegeben. Der Emittent spekuliert allerdings nicht auf einen fallenden Kurs, sondern emittiert noch einen weiteren Optionsschein, der sich entgegengesetzt auswirkt. Damit besteht für die Bank kein Risiko, denn der Kurs kann nur steigen oder fallen. Die Bank generiert ihren Gewinn dabei aus den Provisionen für die ausgegebenen Optionsscheine.

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Optionen & Optionsscheine im Detail

Optionen – Standardisierte Finanzprodukte im Derivate-Handel

Optionen sind ein Finanzinstrument, das den Kauf oder Verkauf eines Basiswertes zu einem zuvor festgelegten Fälligkeitsdatum und einem bestimmten Preis (Basispreis) in der Zukunft beinhaltet. Der Käufer erwirbt damit das Recht, den Basiswert am Fälligkeitsdatum zum vereinbarten Basispreis zu kaufen. Für ihn besteht aber auch die Möglichkeit, die Option verfallen zu lassen. Für die Option zahlt er an den Verkäufer eine Prämie, welche der Verkäufer in jedem Fall behalten kann.

Der Verkäufer ist wiederum verpflichtet, den Basiswert (z.B. die Mindest-Einheit von 100 Aktien eines Basiswertes) zu liefern, er kann von der vereinbarten Option also nicht zurücktreten. Ein Käufer wird beispielsweise die Option verfallen lassen, wenn der aktuelle Kurs des Basiswertes unter dem vereinbarten Optionspreis liegt, da er den Basiswert am Markt günstiger kaufen kann. Für den Käufer ist der mögliche Verlust damit bis auf die an den Verkäufer gezahlte Prämie beschränkt.

Bei Optionen handelt es sich um standardisierte Produkte. Sie enthalten immer die folgenden Merkmale:

  • Call- oder Put-Option (Kauf- oder Verkaufs-Option)
  • Basiswert
  • Laufzeit
  • Basispreis zum Ausübungsdatum (Fälligkeitsdatum)
  • Barausgleich oder Lieferung des Basiswertes bei Fälligkeit

Optionen werden immer in Kontrakten mit den o.g. Ausstattungsmerkmalen gehandelt. Diese Kontrakte beinhalten beispielsweise nicht nur eine einzelne Aktie, sondern es bestehen Mindest-Einheiten, beispielsweise beträgt die Mindest-Einheit 100 Aktien eines Basiswertes. Durch die Standardisierung lassen sich Optionen einfach untereinander vergleichen und es besteht ein liquider Markt.

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Optionsscheine – Wertpapiere von Emittenten

Der gravierende Unterschied zu Optionen besteht bei den Optionsscheinen wie schon erwähnt darin, dass sie von Banken ausgegeben werden und ein Wertpapier darstellen. Sie werden auch nicht an Terminbörsen, sondern an sogenannten Kassabörsen gehandelt. Auch hier erwirbt der Käufer das Recht, den Basiswert zum vereinbarten Basispreis zu kaufen. Dies kann innerhalb oder spätestens am Ende der Laufzeit sein. Basiswerte von Optionsscheinen können zwar auch Aktien sein, es gibt aber auch Optionsscheine auf Indizes, Aktienkörbe, Anleihen, Währungen oder Edelmetalle. Auch hier werden die Scheine, die zum Kauf des Basiswertes berechtigen Calls und Verkaufs-Scheine Puts genannt.

Gestaltet wird der Optionsschein vom Emittenten mit den folgenden Ausstattungsmerkmalen bzw. der Berücksichtigung der zuletzt genannten Volatilität bei der Preisgestaltung:

  • Kauf- oder Verkaufs-Schein (Call oder Put)
  • Bezugsverhältnis
  • Laufzeit
  • Ausübungsmöglichkeit (jederzeit während der Laufzeit oder nur am Laufzeitende)
  • Basispreis des Basiswertes
  • Volatilität (Schwankungsbreite des Basiswertes)

Ausgeübt wird der Optionsschein jedoch nur selten. Käufer spekulieren eher auf den Weiterverkauf während der Laufzeit (sofern diese Möglichkeit vereinbart ist), um damit Gewinne zu machen. Durch Verwendung eines Hebels steigert sich der Wert des Optionsscheines, z.B. wirkt sich ein Hebel von 2:1 dahingehend aus, dass der Wert des Scheins zweimal so stark steigt wie der Wert des Basiswertes, z.B. der Aktie.

Optionsscheine bieten im Gegensatz zu den standardisierten Optionen vergleichsweise viele Variationen. Die Optionsprämie ist abhängig von den jeweiligen Konditionen, die der Emittent vorgibt. Durch die vielfältigen Ausgestaltungsmöglichkeiten finden Anleger ein breites Angebot an Optionsscheinen vor. Deshalb ist der Markt auch weniger liquide als der für Optionen.

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Gegenüberstellung Optionen & Optionsscheine

Optionsschein

Option Herausgeber Emittent (Bank) Jeder Marktteilnehmer Emittentenrisiko Volles Risiko bei Insolvenz des Emittenten Keines, abgesicherte Geschäfte Kursstellung Durch den Emittenten Optionsbörse(z.B. EUREX) Standardisierung – Festgelegte Bedingungen, standardisierte Ausgestaltung als Kontrakt Strategie Nur Long Call oder Long Put Long Call / Short Call und Long Put / Short Put und Kombinationen

In der Gegenüberstellung wird besonders das Emittenten-Risiko deutlich, der nicht nur Herausgeber ist, sondern darüber hinaus auch den Kurs des Optionsscheins stellt. Die Bepreisung durch den Emittenten kann dabei in beliebigen Abständen erfolgen. Gerät der Emittent (Bank oder Wertpapierhaus) in die Insolvenz, liegt das volle Verlustrisiko beim Käufer. Optionsscheine sollten deshalb nur bei seriösen Herausgebern gehandelt werden.

Optionen hingegen kann jeder Marktteilnehmer herausgeben und die Kursstellung erfolgt an der jeweiligen Optionsbörse, z.B. der deutschen Terminbörse EUREX. Hier handelt es sich um abgesicherte Geschäfte durch eine hinterlegte Margin als Sicherheitsleistung. Das Käufer-Risiko beschränkt sich auf den Verlust der Optionsprämie, die er an den Verkäufer zahlt. Durch die festgelegten Bedingungen und die standardisierte Ausgestaltung als Kontrakt lassen sich Optionen am Markt besser vergleichen. Optionsscheine bieten ein breites Angebot durch die vielen Variationsmöglichkeiten in der Ausgestaltung, was Vergleiche schwierig macht.

Bei Termingeschäften wie Optionen und Optionsscheinen handelt es sich um eine hohe Risikoklasse von Anlageprodukten. Der Handel ist nur für erfahrene Anleger geeignet. Broker oder Depotverwalter wie Banken stufen ihre Kunden in entsprechende Risikoklassen ein und erheben üblicherweise einen Fragenkatalog über die bisherige Handelserfahrung. Nur bei ausreichender Erfahrung und Kenntnissen wird der Anleger in die hohen Risikoklassen eingestuft.

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Entwicklung von Optionen & Optionsscheinen

Für die Entwicklung von Optionen und Optionsscheinen hinsichtlich des Preises und ihrer Wertentwicklung sind verschiedene Einflussfaktoren maßgeblich. Berechnet werden diese anhand des finanzmathematischen Black-Scholes-Modells, welches sich mathematischer Gleichungen bedient. Die teilweisen Ableitungen nach den Parametern aus dem Black-Scholes-Modell werden als die sogenannten Griechen bezeichnet. Sie bestehen aus Buchstaben des griechischen Alphabets.

Zunächst ist die erste Größe, die diesen Preis beeinflusst der Kurs des Basiswertes. Darüber hinaus ist die implizite Volatilität des Kurses (Schwankungsbreite) ein entscheidender Preisfaktor. Je höher die Schwankungsbreite, desto höher der Optionspreis. Auch der festgelegte Ausübungspreis (Strike) zum Fälligkeitsdatum (oder bei amerikanischen Optionen auch während der Laufzeit) spielt bei der Preisgestaltung eine große Rolle, ebenso wie die Restlaufzeit (Zeitwert). Mit sinkender verbleibender Restlaufzeit sinkt auch der Wert der Option bzw. des Optionsscheines. Je näher die Fälligkeit rückt, desto mehr geht der Zeitwert gegen 0. Weiteren Einfluss, wenn auch geringeren, haben der risikofreie, kurzfristige Marktzins und Dividendenzahlungen bei Optionen auf Aktien.

Bei Call-Optionsscheinen hat z.B. ein Zinsanstieg zur Folge, dass auch die Finanzierungskosten des Emittenten für den Kauf eines Basiswertes, den er zur eigenen Absicherung des herausgegebenen Optionsscheins benötigt, steigen. Die Finanzierungskosten des Emittenten werden auf die Optionsschein-Prämie aufgeschlagen, er gibt sie somit also weiter.

Bei Put-Optionsscheinen wiederum muss der Herausgeber Kapital bereithalten, um den Basiswert vom Anleger zum festgelegten Basispreis kaufen zu können. Steigen die Zinsen, erhält der Herausgeber einen höheren Kapitalertrag aus dem bereitgehaltenen Kapital. Dies wirkt sich auf die Höhe der Prämie aus, sie dürfte dann für einen Put-Optionsschein niedriger ausfallen.

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Vor- und Nachteile beider Finanzinstrumente

Optionen verfügen gegenüber den Optionsscheinen über einige Vorteile, vor allem das Risiko betreffend. Beide Finanzinstrumente können Trader mit vergleichsweise geringem Kapitalbedarf über ein Margin-Konto handeln.

Der Käufer ist nicht zur Durchführung verpflichtet; er hat auch die Möglichkeit, die Option verfallen zu lassen oder sie vor dem Ablaufdatum bzw. Fälligkeitsdatum weiter zu verkaufen. Aus diesem Grund braucht er nicht gezwungenermaßen die finanziellen Mittel, um dann bei Ausführung tatsächlich in einen bestimmten Basiswert investieren zu können. Das bedeutet, dass man auch Optionen und Optionsscheine handeln kann, ohne den Basiswert zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen. Optionsscheine werden vergleichsweise selten ausgeübt, sie dienen vor allem der Spekulation auf Gewinne durch Weiterverkauf.

Ein Hebel kann den Gewinn, aber auch den Verlust vervielfachen, wenn sich der Kurs des jeweiligen Basiswerts der entgegengesetzten Richtung des Käufer- oder Verkäufer-Interesses bewegt. Entwickelt sich der Kurs negativ, ist es möglich, dass der Käufer ein hohes Verlustrisiko hat und unter Umständen sein gesamtes Kapital verliert, denn die Prämie darf der Verkäufer auf jeden Fall behalten.

Bei Optionen ist ein minimales Volumen pro Basiswert vorgegeben. Die Produkte sind standardisiert und werden als Kontrakte gehandelt. Optionsscheine hingegen können auch nur einen Bruchteil des Wertes einer Aktie beinhalten und es bestehen weit mehr Kombinationen und Variationen. Es kann z.B. sein, dass man zehn Optionsscheine benötigt, um eine einzige Aktie kaufen zu können.

Es besteht kein Emittentenrisiko bei Optionen. Bei Optionsscheinen besteht jedoch die Gefahr, dass der Herausgeber insolvent gehen kann. Damit stünde der Käufer vor einem Totalverlust und trägt das Risiko.

Beide Finanz-Derivate werden sowohl als Spekulations-Instrument, aber auch zur Absicherung anderer Positionen im Portfolio genutzt.

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Fazit zur Entwicklung von Optionen & Optionenscheinen

Optionen beinhalten für den Käufer ein geringeres Handelsrisiko als Optionsscheine. Bei Optionsscheinen steht insbesondere das Emittentenrisiko im Vordergrund, welches bei Insolvenz des Emittenten für den Käufer einen Totalverlust bedeutet.

Die Entwicklung von Optionen & Optionsscheinen bezüglich des Preises und damit des Wertes unterliegt den gleichen Einflussfaktoren, jedoch erfolgt die Kursstellung des Optionsscheins durch den Emittenten, denn es findet kein Börsenhandel wie bei Optionen statt, bei denen es sich um abgesicherte Geschäfte handelt, die überwiegend an Terminbörsen wie z.B. der deutschen EUREX gehandelt werden. Herausgeber von Optionsscheinen sind Banken und Emissionshäuser. Optionen können hingegen von jedem Marktteilnehmer herausgegeben werden. Hierbei handelt es sich um standardisierte Produkte, die als Kontrakt gehandelt werden.

Der Handel mit beiden Finanz-Derivaten sollte allerdings nur von erfahrenen Tradern mit genügend Handelserfahrung und Kenntnissen über das Produkt selbst und auch den Basiswert durchgeführt werden. Die Spekulation auf fallende oder steigende Kurse stellt ein hohes Risiko dar, insbesondere bei Verwendung eines Hebels, der das tatsächliche Handelsvolumen, aber auch das Verlustrisiko vervielfacht, wenn sich der Kurs des Basiswertes in die entgegengesetzte Richtung und damit entgegen der Erwartung des Käufers oder Verkäufers bewegt.

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Spekulative Anleger können zu Differenzkontrakten, Optionsscheinen, Hebelzertifikaten und Futures greifen. Die Unterschiede sind mit einer Ausnahme gering: Ob mit einem CFD oder Optionsschein gehandelt wird, ist für strategische Aspekte genauso relevant wie für das Risikomanagement. Ein Hebelzertifikat funktioniert in der Praxis fast wie ein CFD.

Rechtlich betrachtet handelt es sich allerdings um eine Schuldverschreibung der Bank. Das Knock Out Level des Zertifikats ist vergleichbar mit dem Close Out Level des CFD Brokers. Futures kommen Differenzkontrakten nicht nur sehr nahe, sondern bilden oft genug die Grundlage für diese. Vor allem Differenzkontrakte auf Indizes und Rohstoffe werden sehr häufig aus Terminkontrakten abgeleitet.

Fakten im Überblick zu CFDs und Optionsscheinen:

  • CFD oder Optionsschein: relevant für strategische Aspekte und das Risikomangement
  • Hebelzertifikate funktioniert hast wie ein CFD
  • Optionsscheine haben eine kompliziertere Preisbildung als Hebelzertifikate.
  • Volatilität, Restlaufzeit, Basispreis: Wert einer Option
  • Anders bei CFDs: schwierig zu verstehende Preisbildung

Themenübersicht:

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1.) CFD oder Optionsschein: Was ist der Unterschied?

Zunächst zur Erklärung: Was ist ein CFD? Einen Differenzkontrakt (englisch: Contract for Difference) schließen zwei Parteien, um den Austausch von Wertentwicklung und Erträgen eines Basiswerts gegen Zinszahlungen während einer bestimmten Laufzeit zu ermöglichen. CFDs sind Hebelprodukte – sie beziehen sich also auf die gehebelte Kursentwicklung des zu Grunde liegenden Basiswertes. CFDs gehören zur Gruppe der derivativen Finanzinstrumente und sind hochspekulative Instrumente: CFDs bergen einige Risiken, über die sich ein Trader klar sein sollte: Es besteht das Risiko des Totalverlusts des ursprünglich eingesetzten Kapitals und von Nachschusspflichten.

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Was ist ein Optionsschein?

Optionsscheine sind als Wertpapier gestaltete Optionen. Man erwirbt mit einem Optionsschein das Recht, einen bestimmten Basiswert zu einem Preis, dem Bezugspreis, zu kaufen bzw. zu verkaufen. Die Pflicht zum Kauf oder Verkauf besteht umgekehrt nicht. Es gibt verschiedene Arten von Optionsscheinen: Sie können Teil von Optionsanleihen sein. Hierbei handelt es sich um einen klassischen Optionsschein und stehen in Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung. Rechtlich gesehen sind Optionsscheine Inhaberschuldverschreibungen der Bank. Sie haben wenig mit Hebelzertifikaten gemein. Das gilt im Übrigen auch für Optionen, die am Terminmarkt gehandelt werden. Die Preisbildung bei Optionen ist sehr viel komplizierter als bei Hebelzertifikaten.

Wie wird der Wert einer Option gebildet?

Zu den preisbildenden Faktoren einer Option zählen die implizite Volatilität, die Restlaufzeit und der Basispreis. Je höher die Volatilität ist, desto höher ist auch der Preis der Option. Je kürzer die Restlaufzeit, desto niedriger ist ceteris paribus der Preis der Option. Der Basispreis entscheidet darüber, ob die Option einen Inneren Wert besitzt oder nicht.

Und zum Schluss: Wie berechnet man den Wert eines CFDs?

Die Volatilität spielt für den Wert eines CFDs gar keine Rolle. Restlaufzeiten können eine Rolle spielen, wirken sich aber anders aus. Wird ein CFD aus einem Future abgeleitet, kommt es beim Auslaufen des Futures zur Umschichtung des CFD in den nächstfälligen Terminkontrakt. Dabei können Roll-Kosten entstehen. Gäbe es einen „CFD Optionsschein“, würde dieser bei der Eröffnung der Position immer am Geld notieren. Optionsscheine dagegen können schon beim Kauf im oder aus dem Geld notieren, was die Preisbildung vor allem in Kombination mit einer kurzen Restlaufzeit sehr undurchsichtig macht.

Fazit: CFDs sind Hebelprodukte – sie beziehen sich also auf die gehebelte Kursentwicklung des zu Grunde liegenden Basiswertes. Optionsscheine sind Wertpapiere. Rechtlich gesehen sind Optionsscheine Inhaberschuldverschreibungen der Bank. Zu den preisbildenden Faktoren einer Option zählen die implizite Volatilität, die Restlaufzeit und der Basispreis. Optionsscheine können schon beim Kauf im oder aus dem Geld notieren, was die Preisbildung vor allem in Kombination mit einer kurzen Restlaufzeit sehr schwierig macht.

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2.) Die strategischen Aspekte: Wofür sollte man sich entscheiden?

Beide Produkte haben Vor- und Nachteile. Wer zwischen den beiden Möglichkeiten wählen möchte, hat es am leichtesten, wenn er zunächst den Bauch entscheiden lässt. Trauen Sie sich den Handel mit Hebelprodukten zu? Beim CFD-Handel wird mit einem Hebel investiert – eine effiziente, aber auch hochriskante Möglichkeit des Kapitaleinsatzes. Die Vorteile beim CFD-Handel sind eine hohe Flexibilität und der Zugang zu unterschiedlichsten Märkten. Die Liste lässt sich erweitern um den niedrigen Kapitaleinsatz, transparente Preise, Long-Short-Positionen, Hedging, kurze Laufzeiten, niedrige Kosten.

Der Nachteil ist: Bei Hebelgeschäften gibt es Risiken über den Totalverlust des Einsatzes hinaus! Durch eine Nachschusspflicht können Sie in einen negativen Kontosaldo rutschen. Optionsscheine bieten dem Anleger ebenfalls verschiedene Vorteile. Er bekommt verzinslichte und spekulative Renditechancen. Er muss weniger Kapital für eine Aktienspekulation als bei Direkterwerb über Börse einsetzen. Er kann einen Hebel einsetzen und von einer überproportionale Kurssteigerungen (Hebelwirkung) profitieren.

Er kennt den vorher feststehenden Bezugspreis für die Aktien. Nachteile gibt es allerdings auch hier: Man bleibt immer in der Unsicherheit über den Umfang der Kapitalerhöhung, da man keine Kenntnis hat, ob andere ihr Bezugsrecht geltend machen. Es besteht das Risiko eines entgangenen Aufgeldes bei steigenden Marktkursen, da der Bezugspreis vorher festgelegt wird.

Fazit: Eine klare Entscheidung zu treffen, wird angesichts der Vor- und Nachteile auf beiden Seiten schwierig. Betrachten Sie die Punkte genau und machen Sie sich ein eigenes Bild, was besser zu Ihnen passt: CFDs oder Optionscheine?

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3.) Das Risikomanagement: Wie sichert man sich ab?

Sie möchten Ihr CFD Risiko effektiv begrenzen? Dann legen wir Ihnen drei Ratschläge nahe:

  • Lesen Sie aufmerksam die AGB Ihres CFD Brokers und informieren Sie sich über seine Konditionen zur Nachschusspflicht!
  • Aktivieren Sie Stop Loss Order! So begrenzen Sie Ihr Risiko.
  • Planen Sie Verlustserien ein! Sie sind leider unvermeidlich. Behalten Sie einen kühlen Kopf und handeln Sie nicht über Ihre Verhältnisse.

Sie möchten das Risiko eindämmen, das Sie beim Kauf eines Optionsscheines eingehen?

  • Berücksichtigen Sie bei Ihren Gewinnerwartungen unbedingt die Kosten, die mit dem Erwerb oder dem Verkauf der Optionsrechte verbunden sind.
  • Bedenken Sie für Ihre Planung: Eine Kursänderung kann den Wert des Optionsscheines verringern oder sogar entwerten.
  • Sie sind innerhalb der Optionsfrist für die Ausübung des Optionsrechts und die Einhaltung der damit verbundenen Formalien selbst verantwortlich. Nutzen Sie diese Möglichkeit und handeln Sie, bevor es vielleicht zu spät ist und die Option als ausgeübt gilt.

Fazit: Ein gutes Risikomanagement ist für allen Handel eine wichtige Grundlage. Bei CFDs sollten Sie sich vor allem über die Nachschusspflicht informieren, bei Optionsscheinen ist zu empfehlen, die angefallenen Kosten in die Gewinnerwartung einfließen zu lassen, um realistisch zu kalkulieren.

4.) Fazit: Keine klare Entscheidung

Die Frage „CFD oder Optionsschein?“ bedarf einiger Überlegungen, da sie sowohl für strategische Aspekte als auch für das Risikomanagement relevant ist. Bei Optionsscheinen handelt es sich um eine als Wertpapier gestaltete Option; Trader erwerben somit das Recht, einen bestimmten Basiswert zu dem Bezugspreis zu kaufen oder verkaufen. Es gibt verschiedene Optionsscheinarten, doch grundsätzlich haben sie wenig mit Hebelzertifikaten gemein – allein die Preisbildung gestaltet sich bei Optionen weitaus komplizierter als bei Hebelzertifikaten.

Es lässt sich natürlich nicht eindeutig entscheiden, welches Produkt besser ist. Ob CFD oder Optionsschein: Schauen Sie sich die Vor- und Nachteile genau an, bevor Sie eine Wahl treffen.

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