CFD und Steuer sind Gewinne zu versteuern

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Contents

CFD Steuer 2020: Müssen Sie Gewinne aus dem CFD-Handel versteuern?

Differenzkontrakte werden steuerrechtlich als Termingeschäfte bewertet und fallen deshalb wie die meisten Kapitalerträge unter die Abgeltungssteuer – eine eigenständige CFD Steuer sieht das deutsche Steuerrecht nicht vor. Die Abgeltungssteuer beträgt pauschal 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

  • Der Handel mit CFDs gehört steuerrechtlich zu den Termingeschäften und wird so mit der sog. Abgeltungssteuer belegt, sollten Gewinne erzielt werden.
  • Die Abgeltungssteuer beträgt 25 Prozent und wird direkt vom Broker einbehalten, sofern er seinen Sitz in Deutschland hat.
  • Broker im europäischen Ausland bieten einen Liquiditätsvorteil, da ein automatischer Abzug der Abgeltungssteuer nicht durchgeführt wird.
  • Gewinne bei ausländischen Brokern müssen durch den Anleger selbst versteuert werden.
  • Unterlässt der Trader diese Selbstversteuerung, so macht er sich strafbar.
  • Verluste aus CFDs können mit Positiverträgen anderer Kapitalanlagen verrechnet werden.
  • Erfolgreiches Handeln mit CFDs setzt einen kühlen Kopf, Wissen und Übung voraus.

Die Steuer wird grundsätzlich – nach jedem profitabel abgeschlossenen Trade – direkt durch den Broker einbehalten. Das gilt allerdings nicht, wenn der Broker keine auszahlende Stelle laut Definition der Finanzbehörden ist. Das ist bei Brokern der Fall, deren Sitz sich außerhalb Deutschlands befindet – eine mögliche Zweigniederlassung in Deutschland ändert daran nichts. Die Steuerpflicht existiert auch für Gewinne bei Brokern im Ausland. Die Erträge müssen vom Steuerpflichtigen dem Finanzamt angezeigt und versteuert werden. CFD Broker mit Sitz im Ausland bieten dadurch einen Liquiditätsvorteil, da die gesamten Gewinne ohne Abzug an den Trader ausgezahlt werden. Wie die Abgeltungssteuer berechnet wird und wie mit etwaigen Verlusten umzugehen ist, kann in diesem Ratgeber nachgelesen werden. Außerdem wollen wir mit unseren Tipps erfolgreiches Trading unterstützen. Ferner haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie man einen seriösen CFD-Anbieter findet.

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CFD Abgeltungssteuer – so wird sie gezahlt

Auch wenn es sich bei dem Handel von CFDs um riskante Finanzgeschäfte handelt, fallen sie dennoch nicht unter die Steuerfreiheit, wie zum Beispiel das Glücksspiel. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine unternehmerische Handlung, die darauf ausgerichtet ist, kontinuierlich Erträge zu erwirtschaften. Aus diesem Grunde sind sie auch nach dem Einkommensteuergesetz zu versteuern.
Grundsätzlich ist es so, dass von den erzielten Kapitalerträgen 25 Prozent an Abgeltungsteuer durch den Broker einbehalten und unmittelbar dem Fiskus zur Verfügung gestellt werden. Wie bereits erwähnt, gilt dies nur für inländische Broker. Broker, die im europäischen Ausland ihren Sitz haben, führen diese Abgeltungssteuer nicht ab. Der Reingewinn steht dem Trader zunächst zu 100 Prozent zur Verfügung. Allerdings ist er verpflichtet und dafür verantwortlich, seine Erträge aus dem CFD-Handel selbst zu versteuern. Dies kann in der Regel über die jährliche Steuererklärung geschehen, was bis dahin einen Liquiditätsvorteil darstellt. Sollte der Trader seine Gewinne nicht selbstständig gegenüber dem Finanzamt anzeigen, fällt diese Unterlassung unter den Straftatbestand der Steuerhinterziehung. In unserem Ratgeber BDSwiss Abgeltungssteuer ist noch einmal ausführlich dargelegt, wie die Abgeltungssteuer bei einem nicht in Deutschland ansässigen Broker zu begleichen ist.

Steuern aus CFD-Gewinnen abführen

Bei der Bemessung des steuerpflichtigen Gewinns einer CFD-Position sind alle Aufwendungen abzugsfähig, die in direkten Zusammenhang mit der Transaktion stehen. Darunter fallen zum Beispiel Finanzierungskosten und Kommissionen. Anleger, deren persönlicher Steuersatz bei der Einkommensteuer 25 Prozent unterschreitet, können Kapitalerträge im Rahmen der Einkommensteuer veranlagen lassen. Die Höhe der CFD Steuer wird dann individuell gemäß des Einkommensteuertarifs ermittelt.

Zu versteuern sind CFD-Gewinne allerdings nur, wenn sie einen Freibetrag – den sogenannten Sparerpauschbetrag – nicht übersteigen. Der Freibetrag für Singles beträgt 801 Euro und für verheiratete Paare 1.602 Euro. Einen entsprechenden Freistellungsauftrag können Trader einem inländischen Broker erteilen. Da bei einem im Ausland ansässigen Broker keine Abgeltungssteuer an das Finanzamt abgeführt werden muss, ist ein solcher Antrag hier auch nicht zu stellen. Der Sparerpauschbetrag kann dann entsprechend in der jährlichen Einkommensteuererklärung nachträglich geltend gemacht werden. Zu beachten gilt es hier, dass sich der Freibetrag auf jegliche Gewinne aus Kapitalanlagen, also auch aus Tagesgeld- oder Festgeldanlagen, bezieht. In unserem CFD Broker Vergleich finden Sie einfach den für Sie passenden Anbieter.

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Verlustrechnung mit CFDs – funktioniert das?

Im Vergleich mit Aktien und anderen Assetklassen bieten CFDs steuerliche Vorteile bei der Verlustverrechnung. Während Gewinne aus Aktiengeschäften (Kursgewinne) ausschließlich mit Verlusten aus Aktiengeschäften verrechnet werden können, ist eine Verrechnung von Verlusten aus CFD-Geschäften gegen alle andere positiven Kapitalerträge, darunter Dividenden und Zinsen, möglich. Die Behandlung der CFD Abgeltungssteuer ist unabhängig von dem Basiswerte, der einem Kontrakt zugrunde liegt. Werden bei mehreren Brokern Handelskonten geführt, können Verluste auf einem Konto mit Gewinnen auf einem anderen Konto verrechnet werden, indem eine Verlustbescheinigung angefordert wird.

Die steuerliche Situation nach dem ersten und nach dem zweiten Wertpapiergeschäft.

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Erträge aus Kapitalanlagen sind grundsätzlich alle mit 25 Prozent zu versteuern. Broker, die im Inland ihren Stammsitz haben, führen automatisch die Abgeltungssteuer an das Finanzamt ab. Mit einem Freistellungsauftrag können Händler einen Freibetrag von 801 Euro bzw. 1.602 Euro geltend machen. Ausländische Broker führen die Abgeltungssteuer nicht ab, so dass der Trader verpflichtet ist, diese selbst gegenüber dem Finanzamt anzuzeigen. Verluste aus CFDs können mit Gewinnen anderer Kapitalanlagen verrechnet werden.

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Wie hoch fällt die CFD Abgeltungssteuer aus?

Bereits kurz angesprochen worden ist, dass die Kapitalertragssteuer in Deutschland bei 25 Prozent liegt. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass auch die wirkliche Steuerlast bei eben diesen 25 Prozent liegt. Schließlich kommen mit dem Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer zwei weitere Kostenpunkte auf Trader zu, die die Steuerlast erhöhen. Hingegen sorgt der ebenfalls schon angesprochene Freibetrag für eine Minderung der Besteuerung. Ein kurzes Praxisbeispiel soll erläutern, wie sich die gesamte Steuerlast letztlich zusammensetzt:

  • Betrachtet sei das CFD-Trading eines Anlegers für das Jahr 2020.
  • Insgesamt hat dieser Trader Gewinne von 12.000 Euro erwirtschaftet.
  • Allerdings machen die Verlustpositionen 2.000 Euro aus, so dass der zu versteuernde Reingewinn bei lediglich 10.000 Euro liegt.
  • Der Trader ist alleinstehend.

Wie hoch fällt die CFD Abgelstungssteuer aus?

Zunächst muss der Anleger die Bemessungsgrundlage für die Steuer an sich berechnen. Zu Buche steht ein Reingewinn von 10.000 Euro, von dem wiederum noch der Freibetrag von 801 Euro abzuziehen ist. Ergibt eine Bemessungsgrundlage von 9.199 Euro, auf die sich jetzt zunächst die Kapitalertragssteuer von 25 Prozent bezieht:

9.199 Euro * 0,25 = 2.299,75 Euro.

Damit ist allerdings noch nicht die komplette Steuerlast errechnet, weil zusätzlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer bezahlt werden müssen. Diese beziehen sich allerdings nicht auf die Bemessungsgrundlage, sondern die schon bezahlte Kapitalertragssteuer:

  • Solidaritätszuschlag: 299,75 * 0,55 = 126,49 Euro
  • Kirchensteuer:299,75 * 0,08 = 183,98 Euro

Die gesamte Steuerlast ergibt sich durch eine Addition der drei Werte und beträgt damit 2.610,22 Euro. Bezogen auf den Reingewinn von 10.000 Euro ist eine prozentuale Steuerlast von 26,10 Prozent entstanden.

Tipp: Als Faustregel für die Besteuerung von Kapitalerträgen kann ein Wert von rund 30 Prozent genutzt werden. Je höher der erzielte Gewinn, desto stärker strebt die Steuerlast gegen diesen Prozentwert, weil der Freibetrag von 801 Euro immer weniger ins Gewicht fällt.

CFD Abgeltungssteuer umgehen – ist das möglich?

Die Abgeltungs- bzw. Kapitalertragssteuer senkt den eigenen Trading-Gewinn also um rund 30 Prozent – ein stolzer Wert. Folglich stellen sich Trader immer wieder die Frage, ob sich die Abgeltungssteuer in irgendeiner Form umgehen lässt. Die kurze Antwort: Nein. In Deutschland müssen alle Kapitalerträge versteuert werden, andernfalls läge ein Straftatbestand vor, der entsprechend geahndet wird.

Aber: In gewisser Weise können CFD-Trader die zu zahlende Steuer möglichst lange hinauszögern, wenn sie bei ausländischen Brokern Handel betreiben. Denn diese Unternehmen führen die Steuer nicht direkt an das Finanzamt ab, sondern zahlen 100 Prozent der Gewinne aus. Ein Beispiel:

  • Der Trader erzielt in 2020 einen Gewinn aus dem CFD-Handel von 10.000 Euro.
  • Wie bereits aufgezeigt worden ist, müssen hiervon allerdings 2.610 Euro an den Fiskus abgeführt werden.
  • Allerdings reicht der Trader seine Steuerklärung für 2020 erst Mitte 2020 ein.
  • Bis der Bescheid beim Anleger eintrifft, dauert es meist bis September oder Oktober.

Zwischen Januar 2020 und September 2020 kann der Anleger die Steuern also noch aktiv für den Handel einsetzen, weil der Bescheid des Finanzamtes noch nicht verschickt worden ist. Allerdings sollte dieses freie Kapital nicht zu spekulativ verwendet werden, denn die Steuern müssen zwangsweise bezahlt werden. Steht das Geld zu diesem Zeitpunkt dann nicht zur Verfügung – etwa, weil es beim CFD-Trading verloren worden ist – drohen hohe Mahngebühren bzw. letztlich sogar die Zwangsvollstreckung durch das Finanzamt.

Wo müssen erzielte Gewinne angegeben werden?

Trader, die bei ausländischen Broker Gewinne mit Wertpapieren erwirtschaften, müssen diese im Rahmen der eigenen Einkommensteuererklärung angeben. Hierfür stellt das Finanzamt jedes Jahr die Anlage „Kap“ zur Verfügung, die für Anleger zwei wichtige Felder beinhaltet:

  • Kapitalerträge, die nicht dem inländischen Steuerabzu unterliegen: Hier müssen Trader eben jene Gewinne eintragen, die bisher noch nicht vom Finanzamt versteuert worden sind. Eine entsprechende Übersicht kann bei fast allen großen Brokern angefordert werden, so dass nur ein einziger Wert angegeben werden muss.
  • Sparer-Pauschbetrag: Hierbei handelt es sich um den vorgestellten Freibetrag, wobei zwei Werte anzugeben sind. Im ersten Feld ist einzutragen, welcher Teil der 801 Euro bereits genutzt worden sind – etwa für Aktiengeschäfte bei einem deutschen Broker. Im zweiten Feld können Trader dann angeben, wie viel der 801 Euro noch nicht genutzt worden sind und entsprechend auf den Gewinn aus dem CFD-Trading angerechnet werden sollen.

Grundsätzlich ist die Anlage „Kap“ selbsterklärend und erhält keine verklausulierten Forderungen. Es empfiehlt sich aber gerade bei der ersten Steuererklärung, das Dokument von einem Fachmann überprüfen zu lassen. So sind Anleger auf der sicheren Seite und laufen nicht Gefahr, hohe Bußgelder etwa für nicht angegebene Erträge zahlen zu müssen.

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Richtig mit CFDs handeln: Das sind unsere Tipps

So handeln Sie CFDs richtig!

Bei CFDs handelt es sich um Differenzkontrakte, mit denen Anleger auf die Kursveränderung eines Basiswertes, wie Aktien, Rohstoffe, Indizes u.v.m. setzen. Dabei hat der Trader die Möglichkeit, Short oder Long zu gehen. Mit einer Short-Position geht der Trader davon aus, dass der Kurs des jeweiligen Basiswertes fällt, während bei einer Long-Position das Ansteigen eines Kurses angenommen wird. Soweit so gut! Weiterhin handelt es sich bei CFDs um Finanzprodukte, die mit einem Hebel zwar hohe Rendite, aber auch hohe Verluste erzielen können. Denn der Hebel wirkt in beide Richtungen. Wie kann man CFDs also richtig bzw. erfolgreich handeln?

  1. Immer mit Absicherungen in Form von Stop-Marken traden.
  2. Nie mit zu vielen Positionen auf einmal handeln, um Übersichtlichkeit zu gewähren.
  3. Die Hebel sollten anfänglich nicht zu hoch eingestellt werden.
  4. Mit Demokonten lassen sich Strategien und Risikomanagement-Tools testen.
  5. Trader sollten nie nach Gefühl, sondern mit einer Strategie handeln.
  6. Der Einsatz pro Trade sollte fünf Prozent des verfügbaren Kapitals nicht übersteigen.
  7. Seminare, Webinare, Videos oder Tutorials helfen beim Verstehen des CFD-Handels.
  8. Positionsgrößen sollten von Zeit zu Zeit kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden.
  9. Nur das Kapital sollte zum Handeln mit CFDs eingesetzt werden, das auch frei verfügbar ist.
  10. Margin Calls sind mit ausgewogenem Kapitaleinsatz und bedachtem Handeln zu vermeiden.
  11. Bei der Broker-Wahl ist auf eine zuverlässige Regulierung und Einlagensicherung zu achten.
  12. Money-Management, Handelsplattform und Gebühren sind ebenfalls zentrale Aspekte.

Weitere hilfreiche CFD-Tipps stehen in unserem Ratgeber zur Verfügung.

Auch wenn sich mit CFDs bzw. Hebelprodukten theoretisch hohe Renditen erzielen lassen, ist ohne Praxis, Konsequenz und Übung nicht viel erreichen. Ohne genügend CFD-Kenntnisse und Absicherungen sind in der Regel eher Verluste zu verzeichnen. Übermut, emotionale Trades und ein unausgewogenes Money-Management gehören ebenfalls zu den Risiken. CFDs mit überschaubaren Positionen und Einsätzen sowie einer mit kühlem Kopf erarbeiten Strategie zu handeln, führt in der Regel eher zum gewünschten Erfolg.

CFD und Steuern » Das sollten Trader 2020 beachten

Inhalt

CFD und Steuern

Nahezu sämtliche moderne Finanzprodukte wie CFDs, Zertifikate oder Futures stellten Finanzämter lange Zeit vor Rätsel. Mehrere Jahre herrschte Unklarheit darüber, wie Gewinne versteuert werden müssten. Inzwischen sind die Spielregeln allerdings eindeutig und alle Händler von CFDs sollten sie beachten, um Komplikationen zu vermeiden.

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Wie werden CFDs versteuert?

CFDs gehören steuerrechtlich zu den Termingeschäften und gelten als „Einkünfte aus Kapitalvermögen“. Das bedeutet, dass Gewinne, die aus CFDs resultieren, mit der Abgeltungssteuer belegt werden. Sie beträgt 25 Prozent. Zusätzlich können auch Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent und die Kirchensteuer fällig werden. Der Solidaritätszuschlag wird nur in den alten Bundesländern erhoben. Auch die Höhe der Kirchensteuer ist vom Bundesland des Steuerpflichtigen abhängigen. Baden Württemberg und Bayern erheben acht Prozent, in den übrigen Bundesländern sind es neun Prozent. Je nach Kirchenzugehörigkeit kann der Prozentsatz allerdings auch geringer sein.

Die Abgeltungssteuer fällt allerdings nicht auf den gesamten Gewinn an. Von ihm kann der Sparer-Pauschbetrag in Höhe von maximal 801 Euro bei Alleinstehenden und 1.602 Euro bei Verheirateten abgezogen werden. Er wird anstelle der Werbungskosten genutzt. Nur wenn der gesonderte Steuertarif von 25 Prozent gilt, können die tatsächlichen Werbungskosten wie beispielsweise Gegenfinanzierungskosten geltend gemacht werden. Vorteilhaft ist dies natürlich nur, wenn die Werbungskosten den Pauschbetrag übertreffen.

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Verluste aus CFDs steuerlich nutzen

Verluste aus CFDs – wie die meisten anderen Verluste mit Anlageprodukten – können nicht mit anderen Einkünften ausgeglichen werden. Es ist allerdings möglich, sei bei positiven Einkünften aus Kapitalvermögen in den folgenden Veranlagungszeiträumen abzuziehen.

Wie werden CFD bei ausländischen Brokern besteuert?

Wie CFDs im Ausland besteuert werden, hängt jeweils vom Herkunftsland des Brokers ab. Es kann teilweise vorkommen, dass auch im Ausland Steuern auf Gewinne aus CFDs fällig werden. Allerdings haben viele Staaten mit Deutschland das Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung abgeschlossen. Es soll vermeiden, dass Anleger doppelt besteuert werden. Erzielt ein Anleger also in zwei Staaten Einkünfte, erheben in der Regel zwei Finanzämter Anspruch auf Steuern. Durch das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) wird jedoch vermieden, dass der Anleger die Steuern doppelt entrichten muss.

In Einzelfällen kann die Durchsetzung des DBA jedoch mit einem hohen Aufwand verbunden sein. In diesen Fällen lohnt es sich nur, Steuern im Ausland zurückzufordern, wenn es sich um einen höheren Betrag handelt.

Welche Vorteile hat der Handel mit CFDs im Ausland?

Deutsche Banken und Broker führen die Abgeltungssteuer direkt an das Finanzamt ab. Bei jedem abgeschlossenen Trade wird also mindestens ein Viertel des Gewinnes vom Kapital des Traders abgezogen. Bei ausländischen Brokern geschieht dies nicht, weil der Anleger die Abgeltungssteuer selbstständig an das Finanzamt abführen muss. Das bedeutet, dass er das Geld bis zum Steuerbescheid nutzen kann, um es weiter zu investieren. Der Handel mit CFDs geht bei ausländischen Brokern also mit einer erhöhten Liquidität einher und ermöglicht es, vom Zinseszins-Effekt zu profitieren. Dieser Vorteil rechnet sich natürlich vor allem für sehr aktive Trader. Allerdings kommt schon bei wenigen Trades pro Quartal bei ausreichender Rendite ein vierstelliger Betrag zusammen, der beim direkten Abführen der Abgeltungssteuer verloren geht. Der höhere Aufwand durch die selbstständige Angabe der Gewinne beim deutschen Finanzamt ist die Mühe also für die meisten Privatanleger wert. Die meisten ausländischen Broker stellen allerdings auf Anfrage jährlich eine Bescheinigung über erzielte Gewinne aus. Diese kann dann bei der jährlichen Steuererklärung genutzt werden, sodass sich der Mehraufwand in Grenzen hält.

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Auch bei ausländischen Brokern sollten Gewinne aus dem Handel mit CFDs jedoch am Jahresende versteuert werden. Die OECD arbeitet immer besser zusammen und will ihre Kooperation zudem weiter vertiefen. Das bedeutet, dass Steuerhinterziehung immer riskanter wird. Die Strafen hierfür sind empfindlich und in der Regel lohnt sich die Hinterziehung nicht.

Geeignete Broker im Ausland finden

Da gerade für aktive Trader die Reinvestition der Abgeltungssteuer vier- bis fünfstellige Beträge im Jahr ausmachen kann, handeln viele Anleger CFDs bei ausländischen Brokern. Der Steuervorteil sollte hierbei jedoch nicht entscheidend sein. Händler sollten genauso wie in Deutschland darauf achten, dass sie einen seriösen ausländischen Broker wählen. In der Regel empfehlen sich Broker aus Großbritannien. Diese werden durch die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA kontrolliert. Die FCA ist hinsichtlich der Strenge und der Gründlichkeit mit der deutschen BaFin vergleichbar, sodass britische Broker als seriös gelten können. Anleger sollten dann allerdings auch darauf achten, dass sie ihr Trading-Konto in Euro führen können. Ist dies nicht der Fall, gehen sie ein zusätzliches Wechselkursrisiko ein. Gerade wenn es darum geht, dass die Abgeltungssteuer zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder vom Kapital abgezogen werden muss, um sie einem deutschen Finanzamt zuzuführen, kann dies sehr nachteilig sein. Bei einem ungünstigen Wechselkurs könnte dann der Vorteil des Zinseszinses wieder zunichtegemacht werden.

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Empfehlenswert sind auch ausländische Broker mit einer Zweigniederlassung in Deutschland. Auch sie sind nicht dazu verpflichtet, die Abgeltungssteuer direkt abzuführen. Das bedeutet, dass sich für den Trader kaum ein Unterschied in der Handhabung ergibt und er das Gefühl hat, bei einem deutschen Broker zu handeln. Der Ansprechpartner in Deutschland ermöglicht es aber dennoch, die Abgeltungssteuer solange zu reinvestieren, bis sie mit dem Steuerbescheid an das Finanzamt abgeführt werden muss.

Fallen auf den CFD-Handel Gewerbesteuern an?

Dass auf den CFD-Handel Gewerbesteuern anfallen können, ist ein Gerücht, das sich hartnäckig hält. Es hat seinen Ursprung in einem Urteil des Finanzgericht Münchens vom 15.03.2006. Damals ordnete das FG die Spekulationsgewinne einer Börsenmaklerin, die sie auf eigene Rechnung tätigte, als Gewinne aus einer gewerblichen Tätigkeit ein. Die Entscheidung wurde durch den BFH bestätigt. Die Einnahmen unterlagen somit der Gewerbesteuer.

Allerdings ist nicht jeder Daytrader gewerbesteuerpflichtig. Stattdessen ist laut den FG Schleswig-Holstein entscheidend, dass zwischen der privaten Vermögensverwaltung dem gewerblichen Handel differenziert werden müsse. Wichtig zur Beurteilung sind der Umfang der Geschäfte, das Unterhalten eines Büros oder einer Organisation, das Ausnutzen des Marktes unter Einsatz beruflicher Erfahrungen und das Anbieten des CFD-Handels gegenüber einer breiten Öffentlichkeit.

Wer also ausschließlich mit seinem eigenen Geld handelt, keine Tätigkeit als Finanzunternehmen ausübt und nicht als Börsenhändler zugelassen ist, hat in der Regel gute Chancen, dass der Handel als ausschließlich privat eingestuft wird. Wichtig ist zudem, dass weder eine Erlaubnis als Wertpapierhandelshaus noch als Finanzdienstleistungsinstitut vorliegt. Wer eine solche beantragt, wird allerdings wohl auch wissen, dass er ein Gewerbe für den Handel beantragen muss.

Außerdem dürfen private Anleger keine Geschäfte mit institutionellen Händlern tätigen. Die Höhe des eingesetzten Kapitals und die Häufigkeit des Handels werden von den meisten Finanzämtern jedoch vernachlässigt. Nur wenn die oben genannten Punkte zutreffen, können private Händler Probleme mit der Gewerbesteuer bekommen. Wichtig ist hier lediglich, dass die Gewinne mit der Abgeltungssteuer belegt werden.

Forex Steuern – So muss der CFD-Handel mit der Abgeltungssteuer versteuert werden!

Wer mit Devisen handelt, möchte selbstverständlich auch Gewinne erzielen. Die Grundlage der möglichen Gewinne stellt der Einsatz von Kapital dar. In Deutschland ist es so, dass Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuert werden müssen (daher fallen auch Trading Forex Steuern an), stellt sich in dem Zusammenhang die Frage, was es beim Devisenhandel Steuern zu beachten gibt. Diesbezüglich wird oftmals diskutiert, ob es sich beim Handel mit Devisen nicht um eine Art Wette handelt, sodass die Gewinne steuerfrei werden.

Die meisten Experten sind sich jedoch darüber einig, dass dies nicht der Fall ist, sondern dass sich beim Forex Trading um eine Spekulation handelt, was letztendlich dazu führt, dass die erzielten Gewinne auch der Steuer unterliegen. Es gibt zwar keine direkten Forex Steuern, aber dennoch sind hierzulande Gewinne aus Devisenhandel zu versteuern.

Die Fakten über „Forex-Steuern“ im Überblick:

  • Im Forex-Handel gibt es theoretisch noch keine eindeutige Regelung.
  • Die Abgeltungssteuer beträgt 25 Prozent.
  • Die „Günstigerprüfung“ kann Geringverdienern niedrigere Versteuerungen einbringen.
  • Der CFD-Handel unterliegt in der Regel der Abgeltungssteuer.
  • Sparerfreibeträge gelten mit 801 Euro pro Person oder 1.602 Euro pro Ehepaar.

1. Abgeltungssteuer oder Einkommenssteuer im Forex-Handel? Trading Steuern differenzieren

Wie alle anderen Gewinne aus Kapitalvermögen, so fallen auch die im Bereich Forex Trading erzielten Gewinne in dem Bereich der Abgeltungssteuer. Das ist zumindest die weitverbreitete Meinung vieler Trader. Tatsächlich ist es jedoch so, dass es sich bei Devisen um eigenständige Wirtschaftsgüter handelt, wobei der Handel in der Regel am sogenannten Spot Markt stattfindet. Dies wiederum führt dazu, dass die Gewinne aus dem Devisenhandel eben nicht im Zuge der Abgeltungssteuer zu versteuern sind, sondern zum persönlichen Steuersatz des Traders. Aber! In der Regel handeln Anleger ja nicht direkt Forex, sondern CFDs auf Währungspaare. Und diese unterliegen, wie wir gleich sehen, der Abgeltungssteuer. Denn der Anleger ist meistens nicht direkt am Sport Markt aktiv.

Die Gewinne muss demnach der Anleger im Zuge der Einkommenssteuererklärung angeben. Diese Tatsache führt dazu, dass die steuerliche Belastung zum Teil deutlich höher sein kann, als wenn diese Einkünfte aus Kapitalvermögen wie die übrigen Einkunftsarten, zum Beispiel Zinsen oder Dividenden, nur im Zuge der Abgeltungssteuer versteuert werden müssten. Denn dann läge der Steuersatz bei 25 Prozent, während der persönliche Steuersatz natürlich wesentlich höher sein kann.

2. Die Abgeltungssteuer im CFD-Handel

Beim Handel mit CFDs, der auch von vielen Forex Brokern angeboten wird, sieht es wiederum ganz anders aus. Dabei handelt es sich nämlich nicht um eigenständige Wirtschaftsgüter, sondern der Trader handelt lediglich Differenzen bzw. Kontrakte, sodass hier die Abgeltungssteuer greift. Man muss also bezüglich der Versteuerung definitiv unterscheiden, ob man mit Devisen oder mit CFD-Kontrakten handelt und Gewinne erzielt.

Dafür stellen die Broker die Kontoauszüge bereit, um die Gewinne genau zuordnen zu können. Immerhin bieten viele Broker nur ein Konto an, welches beide Handelsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Daher ist es auf den ersten Blick schwierig Unterscheidungen zu treffen. Bei deutschen Brokern ist das noch weniger relevant, da die Steuern automatisch abgeführt werden. Gerade bei Geringverdienern macht ein getrenntes Abrechnen und Versteuern jedoch Sinn.

  • Der „echte“ Forex Handel kann der Einkommenssteuer unterliegen
  • Forex Handel via CFDs unterliegt der Abgeltungssteuer
  • Im Zweifel gibt es jedoch die Günstigerprüfung

3. Welche Regelung gibt es bei ausländischen Brokern?

Bei inländischen Brokern werden die abzuführenden Trading Steuern in der Regel automatisch einbehalten und an den Fiskus weitergeleitet, wie das im Bankwesen auch der Fall ist. Werden im weiteren Verlauf mehr Verluste als Gewinne generiert, werden die einbezogenen Trading Steuern wieder zurückgezahlt. Bei ausländischen Brokern ist der Trader für die Überführung seiner Trading Steuern selber verantwortlich. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt am Ende des Jahres auf einen Schlag, wodurch nur der Saldo zählt. Über diesen Weg sind die Gewinne in der Anlage KAP für Kapitaleinkünfte unterzubringen.

  • Abgeltungssteuer beträgt 25%
  • Hinzu kommen Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer
  • Es existiert ein Freibetrag von 801 Euro pro Person und Jahr

Wurden im Land des Brokers bereits Trading Steuern fällig, so können diese Zahlungen von der Abgeltungssteuer abgezogen werden. Für inländische, wie ausländische Broker gilt ein Sparerfreibetrag. Für Alleinstehende beträgt dieser Sparerfreibetrag 801 Euro pro Jahr und für Ehepaare zusammen 1.602 Euro pro Jahr. Alle darüber hinaus generierten Gewinne müssen mit einer 25 Prozent hohen Abgeltungssteuer angegeben werden. Von diesem Betrag werden noch mal 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und 9 Prozent Kirchensteuer fällig.

4. Gibt es Ausnahmen?

Trader, die nur ein geringes Einkommen vorzuweisen haben, können sich der sogenannten „Günstigerprüfung“ unterziehen. Dabei werden die Gewinne, die den Sparerfreibetrag übersteigen dem eigenen Einkommenssteuersatz unterworfen. Dadurch kommt es zu wesentlich niedrigeren Versteuerungen. Dieses Verfahren macht natürlich nur Sinn, wenn der Einkommenssteuersatz tatsächlich unter 25 Prozent liegt. Großverdiener fahren mit der Abgeltungssteuer besser.

Wie oben bereits erwähnt gilt der Sparerfreibetrag bei Ehepartnern für 1.602 Euro. Dies bedeutet nicht, dass sich beide Parteien aktiv mit dem Handel befassen müssen. Da die Ehe auch oft genug als Zugewinngemeinschaft bezeichnet wird, muss nur ein Partner den Handel betreiben um aber trotzdem Anspruch auf den gesamten Freistellungsbetrag haben. Voraussetzung ist hier, dass der Partner keine anderweitige Verwendung für seinen Anteil der Freistellung hat.

5. Beispiel zu den Forex Steuern

Wie hoch die Besteuerung von Gewinnen aus dem Handel mit Währungen ausfallen und wie die Besteuerung an sich überhaupt abläuft, soll an einem kurzen Praxisbeispiel aufgezeigt werden. Zunächst musst der beispielhafte Anleger seinen Gewinn ermitteln, der in 2020 mit dem Forex-Handel erwirtschaftet worden ist. Hierzu besorgt er sich einen Depotauszug bei einem Broker, in dem die Angaben wie folgt aufgeschlüsselt sind:

  • Gewinne: 25.000 Euro
  • Verluste: 15.000 Euro
  • Bemessungsgrundlage für die Steuer: 10.000 Euro

Der Anleger hat ansonsten keinerlei Kapitaleinkünfte, weshalb er den kompletten Freibetrag von 801 Euro für die Einkünfte aus dem Devisenhandel anrechnen lassen möchte. Entsprechend verringert sich die Bemessungsgrundlage von 10.000 Euro auf dann nur noch 9.199 Euro. Auf dieser Basis kann zunächst die Kapitalertragssteuer ermittelt werden:

9.199 Euro * 0,25 = 2.299,75 Euro

Wiederum werden sowohl die Kirchensteuer als auch der Solidaritätszuschlag jetzt auf Basis eben dieser 2.299,75 Euro berechnet:

  • Solidaritätszuschlag: 299,75 * 0,055 = 126,49 Euro
  • Kirchensteuer:299,75 * 0,09 = 206,98 Euro

Hieraus resultiert eine gesamte Steuerlast von 2.633,17 Euro. Bezogen auf den ursprünglichen Gewinn ergibt sich eine prozentuale Besteuerung von 26,33 Prozent. Dieser Prozentwert steigt an, wenn auch die Gewinne des Anlegers steigen – schließlich fällt der Freibetrag dann immer weniger stark ins Gewicht.

6. Kann ich die Forex Steuern senken?

Anleger stellen sich häufig die Frage, ob sie die Steuerlast beim Forex-Trading senken können. Schließlich geht gut ein Drittel der Gewinne an den Staat über – ein stolzer Betrag. Die kurze Antwort: Nein, eine Reduktion der Steuerlast ist nicht möglich. Eine einzige Ausnahme besteht dann, wenn der Satz der Einkommensteuer unter einem Wert der Kapitalertragssteuer liegt.

Allerdings können Anleger die Zahlung der Steuer möglichst lange hinauszögern, was jedoch nur dann möglich ist, wenn das Konto bei einem ausländischen Broker geführt wird. Wie bereits angesprochen worden ist, führen ausländische Anbieter die Kapitalertragssteuer nicht automatisch an das Finanzamt ab. Erwirtschaftet der Anleger beispielsweise 1.000 Euro an Gewinnen und beantragt eine Auszahlung, erhält er auch eben diese 1.000 Euro.

Bis der Trader die Steuer abführt, können noch weitere Monate vergehen. Denn die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2020 muss erst Mitte des nächsten Jahres abgegeben werden. Bis der Bescheid über die Festsetzung dann wieder beim Anleger eintrifft, dauert es weitere zwei bis drei Monate. So zahlt der Anleger die Kapitalertragssteuer nicht etwa schon Anfang 2020 , sondern erst Ende des nächsten Jahres.

Verlagerung der Forex Steuern

In der Zwischenzeit ist es vollkommen legal, wenn das Geld weiter für das CFD-Trading verwendet wird. Anleger können so praktisch mit Fremdkapital handeln, was die Möglichkeiten stark erweitert. Aber: Es ist absolut sicher, dass die Steuer bezahlt werden muss, hieran führt kein Weg vorbei. Insofern muss das entsprechende Kapital im September des Folgejahres auch wirklich auf dem Konto verfügbar sein. Wer das Geld zu spät überweist, riskiert empfindliche Mahngebühren. Hier gilt es abzuwägen, ob sich die Verwendung der Steuer bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit wirklich rentiert.

7. Verluste anrechnen lassen, um Trading Steuer zu sparen?

Um Trading Steuern zu sparen, wäre es theoretisch denkbar, die Verluste auch anzurechnen. Doch funktioniert das auch wirklich in der Praxis? Grundsätzlich gilt: Wer mit dem Devisenhandel Gewinne erzielt, muss diese natürlich versteuern. Trader, die innerhalb eines Jahres Verluste damit erzielen, können diese mit ihren Trading Steuern verrechnen lassen und damit ihre Steuerlast senken. Allerdings ist dies nur mit Einkünften aus Kapitalerträgen möglich. Geregelt wird dieses Vorgehen im § 20 Absatz 6 Satz 2 EstG. Die Anleger können die Verluste auch in den nächsten Abrechnungszeitraum übertragen, sie allerdings nicht rückwirkend mit dem vorherigen Abrechnungszeitraum verrechnen. Wer beispielsweise Gewinne im Jahr 2020 erzielt, kann diese nicht pauschal ins nächste Jahr übertragen und sie dort mit eventuell anfallenden Verlusten verrechnen.

  • Forex Steuern sparen mit einem ausländischen Broker
  • Verluste mit Gewinnen im aktuellen Jahr gegenrechnen
  • Bei höheren Verlusten, diese ins nächste Jahr übertragen lassen

8. Wer führt die Steuern ab – Broker oder Trader?

Wer führt eigentlich den fälligen Steuerertrag ab? Kümmern sich die Broker darum oder muss der Trader selbst aktiv werden? In der Praxis zeigt sich, dass es hier unterschiedliche Vorgehensweisen gibt. Die meisten Broker führen die Steuern nicht für ihre Anleger ab, was diese jedoch nicht von der Steuerpflicht entbindet. Wer Gewinne mit dem Devisenhandel erzielt und diese bei seiner Steuererklärung nicht angibt, macht sich strafbar. Die Anleger müssen die Gewinne ihrer jährlichen Einkommensteuererklärung mit angeben und selbst dafür Sorge tragen, dass der Steueranteil beim Finanzamt eingezahlt wird.

Finanzbehörden prüfen die Broker

Die Erfahrungen zeigen, dass die Finanzbehörden die Broker immer wieder überprüfen, da es den letzten Jahren häufig zu nicht versteuerten Gewinnen gekommen ist. Deshalb sind die Trader gut beraten, wenn sie ihre Gewinne selbst beim zuständigen Finanzamt anmelden und die Steuern darauf entrichten. Eine Übersicht, wie viele Gewinne der Anleger für das entsprechende Jahr erzielt hat, lässt sich ganz bequem über den Account beim Broker erstellen.

9. Kinder als Steuerersparnis für Devisenhandel nutzen?

Findige Anleger, welche sich die Trading Steuern sparen möchten, könnten auf die Idee kommen, ein Depot für ihr Kind zu eröffnen. Grundsätzlich ist jedes Kind ebenfalls steuerpflichtig, wenn es eine Finanzanlage besitzt. Dann gilt jeder jährliche Steuerfreibetrag für das Kind. Haben die Eltern beispielsweise ein Depot auf den Namen des Kindes eröffnet, können sie damit handeln, müssen jedoch auch hier die Gewinne versteuern. Dennoch ist der individuelle Grundfreibetrag anrechenbar. Allerdings gibt es bei solch einem Depot auch einiges zu beachten. Das monatliche Einkommen des Kindes darf im laufenden Jahr 375 Euro (abzüglich des Sparpauschbetrages von 3.699 Euro jährlich) da sonst eine Einschränkung in der Versicherung Geld und das Kind bei seinen Eltern nicht mehr mitversichert werden darf.

Finanzamt prüft genau

In der Theorie mag solch ein Depot verlockend klingen und sicherlich auch einige Euro Trading Steuern sparen. Allerdings schaut das Finanzamt in der Praxis genau hin. Stellen die Behörden bei der Überprüfung des Depots beispielsweise fest, dass die Eltern das Depot zum eigenen Vermögensaufbau und nicht für die Einsparungen des Kindes benutzen, drohen empfindliche Strafen und Steuernachzahlungen. Deshalb empfehlen wir, einen Steuerberater hinzuzuziehen oder sich selbst genau über die möglichen Alternativen zur Steuerersparnis zu informieren. Grundsätzlich gilt jedoch: Wer den Devisenhandel Gewinne macht, muss auch eine entsprechende Trading Steuer abführen.

10. Tipp: Gewinne bei Brokerwechsel dokumentieren

Renommierte und große Forex-Broker erweitern und verändern ihr Produktangebot stetig. Für Trader können sich so bei einem anderen Anbieter neue Chancen ergeben, ein Kontowechsel ist dann die logische Konsequenz. Das Problem: Findet der Wechsel unterjährig statt, so hat der Trader bei zwei Brokern einen zu versteuernden Gewinn erwirtschaftet.

Es ist daher essenziell wichtig, vor der Kontoschließung ein Dokument anzufordern, das die Gewinne und Verluste möglichst detailliert auflistet (sogenannte Depotabrechnung). Diese Informationsbasis kann dann später genutzt werden, um die Gewinne in die entsprechende Anlage der Einkommensteuererklärung einzutragen.

11. Steuerberater aufsuchen

Das deutsche Steuersystem gilt als eines der komplexesten der Welt. Wer bisher noch nie eine Steuererklärung erstellt hat, sollte daher unter Umständen fachmännische Hilfe beantragen. Denn letztlich kann nur ein Steuerberater dafür sorgen, dass die eigene Steuererklärung auch wirklich den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Zudem haftet der Fachmann auch, wenn bestimmte Informationen fehlerhaft sein sollten. Nur wenn der Steuerpflichtige selbst es versäumt hat, dem Steuerberater wichtige Daten mitzuteilen, muss er für diesen Fehler haften.

Ein guter Steuerberater kostet allerdings schnell einige hundert Euro. Zwar rechnet sich die Investition, doch Trader können durch ihre Mithilfe unnötige Kostenpunkte vermeiden bzw. minimieren. So ist es sinnvoll, zum ersten Termin beim Steuerberater bereits wichtige Unterlagen wie etwa Depotabrechnungen mitzuführen. Muss sich der Berater nicht mehr um die Einholung der Dokumente kümmern, senkt das seinen Zeitaufwand und damit auch das Honorar.

  • Forex Steuern ist ein komplexes Thema
  • Auch die Finanzbehörden sind hier häufig überfordert
  • Ein guter Steuerberater ist dabei nicht leicht zu finden

Steuerberater unterliegen in Deutschland der absoluten Schweigepflicht, die nur unter besonderen Umständen gebrochen werden darf. Insofern können dem Berater alle wichtigen Unterlagen und Informationen ohne Bedenken ausgehändigt werden.

12. Unser Fazit: Im Zweifel bei Trading Steuern individuelle Beratung nutzen

Forex-Gewinne sind selbstverständlich zu versteuern. Die jeweilige steuerliche Behandlung hängt immer vom Einzelfall ab. Liegt der Einkommenssteuersatz über 25 Prozent sollte man die Gewinne in der Anlage KAP aufführen und versteuern lassen. Hat der Trader hingegen ein geringes Einkommen, kann er die Forex-Gewinne eventuell als zusätzliches Einkommen werten. Im CFD-Handel werden die Gewinne zwar grundsätzlich mit der Abgeltungssteuer verrechnet, im Falle von Geringverdienern kann jedoch eine „Günstigerprüfung“ beantragt werden, um den günstigeren Steuersatz berechnen zu können.

Wir weisen darauf hin, dass es sich bei diesem Beitrag um keinerlei Steuerberatung handelt, dies kann nur individuell von einem Experten geleistet werden. Im Zweifel sollten sich Trader dementsprechend an einen Steuerberater wenden. Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Forex Kosten zu beachten.

Daytrading Steuern – So werden die Gewinne aus dem Daytrading steuerlich behandelt!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 06.04.2020

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Wer beim Daytrading Gewinne erzielt, muss Steuern zahlen. Das gilt unabhängig vom Sitz des Brokers, auch Gewinne bei ausländischen Anbietern sind steuerpflichtig. Allerdings können Daytrader bis zu einem gewissen Grad beeinflussen, wann sie die Steuern zahlen müssen. Im besten Fall können sie den Zeitraum um 1,5 Jahre nach hinten verschieben. Das ermöglicht einen enormen Liquiditätsvorteil. Denn in der Zwischenzeit lässt sich mit dem Geld weiter arbeiten. Diese fünf Wahrheiten zu Daytrading Steuern sollte jeder Anleger kennen.

Daytrading Steuern im Überblick

  • Fast 10.000 Euro steuerfrei
  • Verluste gegenrechnen
  • Auch Einkünfte im Ausland sind steuerpflichtig
  • Abgeltungssteuer kann zu Liquiditätsproblemen führen – Aber Zeitpunkt der Zahlung variabel
  • Kaum Möglichkeiten zum Absetzen

1. Gewinne sind Kapitalerträge

Gewinne aus dem Daytrading sind Einkommen und müssen entsprechend versteuert werden. Dabei gibt es zwei Besonderheiten, die bei Daytrading Steuern beachtet werden sollten. Die eine ist der maximale Steuersatz von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Die zweite ist der zusätzliche Pauschbetrag, pro Person bleiben 801 Euro pro Jahr von der Steuer befreit.

Am 1. Januar 2009 wurde in Deutschland die Abgeltungssteuer und eine veränderte Steuerberechnung eingeführt. Leider ist ein großer Teil der Informationen im Internet zu Daytrading Steuern veraltet. Beispielsweise gibt es keine Unterscheidung in steuerpflichtige Spekulationsgewinne und steuerfreie Erträge aus Gewinnen mit Wertpapieren, die mindestens ein Jahr gehalten wurden, mehr.

Gleichzeitig wurde die maximale Steuer auf 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer festgelegt. Anders als oft zu lesen liegt die Kapitalertragssteuer keineswegs immer bei 25 Prozent. Vielmehr gilt für Kapitalerträge zunächst der persönliche Einkommenssteuersatz, nur wenn der höher als 25 Prozent liegt, wird stattdessen der Maximalsatz berechnet. In der Praxis führt die Depotbank allerdings den maximalen Betrag der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent automatisch an den Fiskus ab, sofern die Gewinne über dem Freistellungsauftrag liegen. Der Trader kann ggf. eine Erstattung über seine persönliche Steuererklärung beantragen.

An dieser Stelle eine Beispielrechnung zur Verdeutlichung. Der Einfachheit halber gehen wir davon aus, dass der Trader bereits über den Freibeträgen liegt. Die Gewinne, die über den Freibeträgen liegen, betragen 1.000 Euro. Die Bank führt davon automatisch 250 Euro Abgeltungssteuer plus 13,75 Euro Solidaritätszuschlag ab (ggf. noch Kirchensteuer). Macht zusammen 263,75 Euro, die der Broker erstmal ans Finanzamt abführt.

Für Daytrader, die ausschließlich vom Wertpapierhandel leben, bedeutet das, dass sie bis zu einem Gewinn von mehr als 9.800 Euro (ab dem Jahr 2020) keinerlei Steuern zahlen, weil die Gewinne durch den Sparerpauschbetrag (801 Euro pro Person) und den Grundfreibetrag (9.000 Euro pro Person) vor dem Zugriff des Fiskus geschützt sind. Erst ab einem Jahreseinkommen von rund 70.000 Euro wird der volle Steuersatz von 25 Prozent erreicht. Ist der Händler verheiratet und lebt die Familie ausschließlich von Erträgen aus dem Tradinggeschäft, so sind circa 19.600 Euro von einer Daytrading Steuer befreit (ab dem Jahr 2020). Erst darüber würden Steuern anfallen.

  • 801 Euro Sparerpauschbetrag pro Person und Jahr
  • Genereller Freibetrag von rund 9.000 Euro pro Person und Jahr – bis zu diesem Betrag müssen keine Steuern gezahlt werden
  • Daytrader, die sonst keine weiteren Einkünfte haben, können pro Jahr/Person ca. 9.801 Euro steuerfrei erwirtschaften

2. Verluste gegenrechnen

Versteuert werden muss am Ende der Gesamtgewinn. Der ergibt sich aus den Einnahmen der einzelnen Trades und den Verlusten.

Allerdings dürfen Verluste aus Aktiengeschäften nur mit Gewinnen aus eben diesen verrechnet werden. Wer als Daytrader einen Verlust in Höhe von 2.000 Euro gemacht hat, darf den nicht mit Zinsgewinnen verrechnen oder gar bei der Lohnsteuer berücksichtigen (sofern der Daytrader oder sein Ehepartner noch Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit bezieht).

Hat ein Daytrader beispielsweise in 200 Transaktionen einen Gewinn von insgesamt 89.000 Euro erzielt, mit 150 anderen dagegen 75.000 Euro verloren, ist nur der Überschuss von 14.000 Euro Steuerpflichtig. Hat der Daytrader sonst keine weiteren Einkünfte, kann zunächst der Grundfreibetrag von rund 9.000 Euro abgezogen werden und später der Sparerpauschbetrag von 801 Euro. Damit bleiben 4.199 Euro übrig, auf die Steuern gezahlt werden müssen.

Vielmehr muss der über den Sparerpauschbetrag hinaus gehende Zinsgewinn versteuert werden, die Verluste werden aber in das kommende Jahr übertragen und können dann eventuell mit anderen Gewinnen aus Aktiengeschäften verrechnet werden.

3. Auch Auslandseinkünfte sind steuerpflichtig

An der Steuerpflicht ändert auch ein ausländischer Broker nichts. Egal ob das Unternehmen seinen Sitz in Hong Kong, auf den Cayman Islands, in Frankfurt oder London hat, für die Höhe der Steuer ist das unerheblich. Wer dem deutschen Fiskus entgehen will, muss selbst ins Ausland gehen.

Fallen im Ausland Steuern an, können diese auf die deutsche Steuer in der Regel angerechnet werden, maximal aber bis zur Höhe von 25 Prozent. Allerdings dürften die meisten Broker sich ohnehin nur in solchen Ländern ansiedeln, in denen Konten von Ausländern nicht oder nur gering besteuert werden.

  • Sofern der Wohnsitz in Deutschland liegt, ist der Daytrader verpflichtet, sämtliche Einkünfte zu versteuern
  • Aus welchem Land diese stammen, ist unerheblich; Steuerpflichtig ist das „Welteinkommen“
  • Bereits im Ausland gezahlte Steuern können in den meisten Fällen angerechnet werden

Anders als bei einem deutschen Anbieter müssen Trader sich bei einem ausländischen Broker selbst um das Einreichen der Steuer kümmern, es wird keine Abgeltungssteuer einbehalten. Die Abgabe einer Steuererklärung ist aber auch für Kunden deutscher Broker sinnvoll, denn viele Trader erhalten Geld zurück.

4. Liquiditätsprobleme durch Abgeltungssteuer

Auch wenn ausländische Broker keine Steuerfreiheit bieten, sie helfen immerhin die Abgeltungssteuer zu vermeiden bzw. den Zeitpunkt der Zahlung nach hinten zu verschieben. Denn deutsche Broker müssen nach jeder Transaktion rund 25 Prozent der Gewinne an das Finanzamt abführen, sobald der Pauschbetrag von 801 Euro pro Person ausgeschöpft ist. Bzw. sobald der Freistellungsauftrag überschritten wird, dieser kann natürlich auch unter den 801 Euro liegen. Das gilt auch dann, wenn am Jahresende der Steuersatz unter 25 Prozent liegt. Zuviel gezahltes Geld gibt es dann zurück, doch so lange fehlt es dem Trader in der Kasse.

  • Broker mit Sitz im Ausland behalten keine Abgeltungssteuer ein
  • Banken mit Sitz in den Niederlanden oder Großbritannien führen generell keine Steuern bei deutschen Kunden ab
  • Anleger kümmert sich selbst um die Versteuerung der Einkünfte

Nachteile bei deutschen Banken

Deutsche Depotbanken haben den Nachteil, dass sie die Abgeltungssteuer sofort bei Realisierung von Kursgewinnen abführen müssen. Und da wird auch keine Rücksicht darauf genommen, ob der persönliche Steuersatz möglicherweise geringer ist. Banken führen pauschal den Maximalbetrag von 25 Prozent plus „Soli“ ab. Das liegt jedoch daran, dass die Kreditinstitute dazu gesetzlich verpflichtet sind. Für den Anleger ergeben sich daraus mehrere Nachteile.

  • Es wird pauschal der Maximalbetrag einbehalten und ans Finanzamt abgeführt
  • Der abgeführte Betrag kann nicht reinvestiert werden

Der deutsche Fiskus erhält demnach einen zinsfreien Kredit vom Anleger. Denn dieser kann erst rund ein Jahr später im Rahmen der Steuererklärung eine evtl. Erstattung beantragen.

Ein lediger Daytrader erzielt im Laufe des Jahres Kursgewinne von 30.000 Euro. Er hat bei seinem deutschen Broker den kompletten Freistellungsauftrag von 801 Euro gestellt. Sobald diese Grenze überschritten wurde, führt die Bank automatisch Abgeltungssteuer ab. In dem Falle wäre das wie folgt:

30.000 Euro – 801 Euro = 29.199 Euro -> Auf diesen Betrag fallen dann 25 Prozent Abgeltungssteuer an = 7299,75 Euro, plus Solidaritätszuschlag 401,49 Euro. Dem Daytrader werden demnach pauschal fast 8.000 Euro an Steuern abgezogen. 8.000 Euro die er zum Leben nutzen oder reinvestieren könnte.

Lässt sich das umgehen? Ja, indem die Steuerschuld nach hinten verschoben wird. Außerdem wird dann nicht pauschal der Höchstbetrag abgezogen, sondern es fällt nur der persönliche Steuersatz an und der kann deutlich unter 25 Prozent liegen.

Besonders stark betrifft das Leerverkäufe, denn hier lässt sich der Gewinn beim Verkauf noch gar nicht berechnen. Er steht erst fest, wenn später die Wertpapiere wieder gekauft werden, doch die Steuer ist immer beim Verkauf zu zahlen. Deshalb wird pauschal ein Gewinn in Höhe von 30 Prozent unterstellt. Auch dieses Geld können Trader aber am Jahresende zurückfordern.

  • Bei Leerverkäufen wird sofort pauschal ein Ertrag von 30 Prozent unterstellt
  • Dieser muss sofort versteuert werden
  • Erstattungen sind möglich, aber erst im Rahmen der Steuererklärung

Abgeltungssteuer verschieben und persönlichen Steuersatz anstatt Maximalbetrag nutzen

Ausländische Broker wie Lynx sind hier eine Alternative. Das Unternehmen hat zwar eine Niederlassung in Deutschland, weil die Wertpapiere aber in Großbritannien verwahrt werden, fällt es nicht unter die Abgeltungssteuer. Allerdings sollten Trader die Kosten nicht aus dem Blick verlieren. Auch eine Umgehung der Abgeltungssteuer rechtfertigt keinen überteuerten Broker, besser ist es im Vergleichsrechner einen günstigen Anbieter zu suchen. Unternehmen wie benk machen auch besondere Angebote für Daytrader. Ein weiterer Top Broker aus unserem Aktiendepot Vergleich ist DEGIRO. Da DEGIRO seinen Sitz in den Niederlanden hat, entfällt auch hier das Stellen eines Freistellungsauftrages. Außerdem führt der Anbieter keine Steuern an den deutschen Fiskus ab. Gleichzeitig bietet der Broker ein hervorragendes Gebührenmodell.

  • Ausländische Broker wie Lynx oder DEGIRO führen keine Abgeltungssteuer ab
  • Betrag kann unterjährig reinvestiert werden
  • Gewinne werden im Rahmen der Steuererklärung mit dem persönlichen Steuersatz besteuert
  • Liquiditätsvorteil von bis zu 1,5 Jahren

Aus den o.g. vier Punkten zeigt sich, welche Vorteile ein Broker mit Sitz im Ausland hat. Da dieser keine Abgeltungssteuer abführt, kann der Daytrader das Kapital unterjährig wieder anlegen. Damit erhält der Anleger nicht nur einen Liquiditäts- sondern auch einen Zinsvorteil. Denn er kann das Geld weiter für sich arbeiten lassen. Im besten Fall kann er die Zahlung der Steuer damit um ca. 1,5 Jahre nach hinten verschieben (das wäre der Fall, wenn im Januar sofort der Pauschbetrag überschritten wird; die Steuern aber erst im Mai/Juni des nächsten Jahres gezahlt werden müssen).

Das gilt umso mehr, als Händler nicht ihr gesamtes Vermögen im Daytrading investieren sollten. Zu viel gezahlte Daytrading Steuern lassen sich durch Geld vom Tagesgeldkonto ausgleichen, das dann nach dem Jahressteuerausgleich wieder dorthin zurückübertragen wird. Dafür brauchen Trader aber einen guten Überblick über die gezahlten Steuern und die Disziplin, das Geld wieder in sichere Anlageformen zurückzuzahlen.

Das Finanzamt ist nicht so grausam, wie teilweise behauptet. Foto: Anja Disseldorp

5. Wie kann ich als Daytrader Steuern sparen?

Das Steuern sparen ist für Daytrader leider aktuell sehr schwierig. Denn nach Auffassung der Finanzämter sind mit dem Sparerpauschbetrag alle Aufwendungen abgegolten. Der ist nämlich kein Steuerfreibetrag wie der Grundfreibetrag, sondern ein pauschalierter Abzug von Aufwendungen.

Klar ist deshalb, dass Aufwendungen von weniger als 801 Euro keinerlei Einfluss auf die Steuerlast haben. Umstritten ist lediglich, ob höhere Ausgaben geltend gemacht werden können. Wer beispielsweise 1.000 Euro für Fachliteratur, Software, Fachzeitungen und anderes ausgegeben hat, darf aktuell trotzdem nur 801 Euro geltend machen. Der Finanzgerichtshof Baden-Württemberg hat diese Praxis gerügt, vor allem wenn der Steuersatz unter dem Maximalsatz von 25 Prozent liegt, eine endgültige Entscheidung muss aber der Bundesfinanzhof fällen. So lange sollten sich Trader überlegen, ob es sich lohnt regelmäßig Belege zu sammeln, obwohl die Chance groß ist, dass die aktuelle Praxis dennoch bestehen bleibt.

Umgehen lässt sich lediglich das Datum, wann die Abgeltungssteuer gezahlt wird. Wie oben dargestellt hat das aber keinen Einfluss auf die Höhe der Steuer, sondern nur auf den Zahlungstermin. Möglich ist das dadurch, indem der Trader bei einem ausländischen Broker ein Konto eröffnet. Diese sind nämlich nicht verpflichtet, automatisch Daytrading Gewinne bzw. Steuern an das Finanzamt abzuführen.

6. Ausblick: Abgeltungssteuer vor der Abschaffung?

Ratgeber zu steuerlichen Themen sind nie dauerhaft aktuell. Das gilt auch für Daytrading Steuern. Der Gesetzgeber ändert die Rechtslage regelmäßig. Das letzte Mal gab es ein umfassende Änderung im Jahr 2009 mit Einführung der Abgeltungssteuer. Diese hatte zum Zweck, dass Kapital aus dem Ausland wieder nach Deutschland transferiert wird. Denn der Maximalbetrag mit 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer ist für vermögende Investoren zum Teil deutlich günstiger als die vorhergehende Regelung.

Im Großen und Ganzen hat die Abgeltungssteuer ihr Ziel auch erreicht. Es wurde viel Kapital nach Deutschland „zurückgeholt“. In der Politik spricht man deshalb immer wieder von neuen Reformen auf diesem Gebiet. Denkbar ist eine Stempelsteuer ähnlich wie in Großbritannien. Auch die Abschaffung der Abgeltungssteuer und eine neue Regelung ähnlich wie sie früher bestand ist derzeit in Diskussion. Aber noch handelt es sich lediglich um Spekulationen.

7. Fazit: Daytrading Steuern

Trader kommen, um Daytrading Steuern kaum herum, wenn sie erfolgreich sind. Allerdings sind 801 Euro pro Person steuerfrei, darüber hinaus gehende Beträge werden mit maximal 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer besteuert. In vielen Fällen dürfte die Belastung aber darunter liegen, denn bei einem Steuersatz von weniger als 25 Prozent gilt der auch für Kapitalerträge. Lebt ein Händler ausschließlich vom Trading, so werden erst ab einem jährlichen Gewinn von etwas mehr wie 9.800 Euro Steuern fällig (gültig ab 2020). Ist der Daytrader verheiratet, so gilt der doppelte Betrag von knapp 20.000 Euro.

Die Abgeltungssteuer lässt sich grundsätzlich nicht umgehen. Anleger können jedoch Einfluss auf den Zeitpunkt der Zahlung nehmen. Deutsche Broker sind verpflichtet, bei Überschreiten des Freistellungsauftrages sofort den Maximalbetrag abzuführen, sprich auch unterjährig. Der Trader kann ggf. eine Erstattung im Rahmen der Steuererklärung beantragen. Ausländische Broker hingegen führen keine Daytrading Steuern ab. Damit kann die Zahlung der Steuer um bis zu anderthalb Jahre nach hinten verschoben werden. Außerdem erfolgt dann die Besteuerung zum persönlichen Steuersatz und nicht zum Höchstbetrag von 25 Prozent (es sei denn, der persönliche Steuersatz liegt bei mindestens 25 Prozent).

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