Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Baur Karl Albert, von, 1851 (München) - 1907, Landschaftsmaler; ausgebildet in der Münchner Akademie unter Löfftz und W. Diez, pflegte B. später ausschließlich die Landschaftsmalerei, wobei sein Freund L. Willroider maßgebend auf ihn einwirkte; sein ernstes, vornehmes Kunstschaffen kommt am klarsten in seinen meisterhaften Zeichnungen zum Ausdruck, die bei liebevoller Detailbehandlung doch eine großzügige Naturauffassung verraten; auf häufigen Studienreisen nach Südtirol, Norditalien (Gardasee) und Istrien geht er zunächst den herben, großen Linien und Formen der südlichen Landschaft nach, später weicht die in diesen Studien erreichte monumentale Wucht einer mehr intimen Auffassung, wie sie dem lieblichen Charakter der deutschen Landschaft (Altmühltal, Main, Odenwald, Pegnitz) entspricht; B. war von 1885 bis 1896 Schriftführer und von 1903-1906 Präsident der Münchner Künstlergenossenschaft und kurz vor seinem Tod Präsident der Allgemeinen deutschen Kunstgenossenschaft; viele Zeichnungen von ihm sind in der staatlichen Graphischen Sammlung, ein Ölbild (Altmühltal) in der Bayerischen Gemäldesammlung.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.