Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Beisler Hermann, von, Ritter, 1790 (Bensheim an der Bergstraße) - 1859, bayerischer Innenminister; nach Teilnahme an den Napoleonischen Kriegen in bayerischen Diensten studierte B. auf der damaligen Universität Aschaffenburg Rechte und stand 1811/13 als Ministerialsekretär im Dienst des Großherzogs von Frankfurt, dann nahm er an den Befreiungskriegen als Hauptmann teil; nach der Eingliederung Aschaffenburgs an Bayern stand B. in bayerischen Diensten, wobei er die Stellungen des Regierungspräsidenten von Niederbayern und des Präsidenten des Obersten Rechnungshofs errang; nach K. von Abels Sturz wurde B. provisorischer Kultus- und später Innenminister; als Abgeordneter des Frankfurter Parlaments für den Wahlkreis Erding beantragte er eine kirchliche Repräsentativverfassung und eine Laienbeteiligung am Kirchenregiment; schon nach dem Karlsbader Kongreß machte sich B. durch sein Gutachten über die Militärverfassung des Deutschen Bunds bekannt; er geriet in den Ruf eines Revolutionärs, wozu seine antiklerikale Einstellung (er trat für die Verfassungsrechte der Protestanten ein und kam so in Konflikt mit Minister K. von Abel und Bischof H. von Hofstetter von Passau) und seine regen wirtschaftlichen Interessen viel beitrugen.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.